BMW: Niemand ist happy

Von Peter Hesseler
Formel 1
Kubica bei seinem KERS-Debüt in Shanghai

Kubica bei seinem KERS-Debüt in Shanghai

BMW-Sauber arbeitet unauffällig und konsequent für den Renntag, aber hinter den Positionen 17 und 18 im Training steckt auch Frust über die geringen Siegchancen.

Nicht ganz glücklich wirkten die beiden BMW-Sauber-Piloten nach dem ersten Trainingstag in Shanghai, den sie auf den Rängen 17 und 18 beendeten. Und sie sagten es auch.

[*Person Nick Heidfeld*], zuletzt Zweiter im Abbruchrennen von Malaysia, sagt: «Wie immer am Freitag lag die Priorität darauf, die Reifen für das Rennen zu bewerten. Sie arbeiten leider nicht so, wie wir uns das wünschen.»

Und Kollege [*Person Robert Kubica*], der erstmals mit dem Hybridsystem KERS fuhr, gab zu Protokoll. «Wir haben einige Tests gefahren, um KERS abzustimmen, Jetzt müssen wir die Daten auswerten.»

Zu den Reifen sagt der Pole: «Die weicheren Option-Reifen sind ziemlich fragil, die härteren Primereifen sind nur schwer zum Arbeiten zu bekommen.»

Es wird also wieder ein Kunststück für die Fahrer und Ingenieure, das Auto mit ein- und derselben Abstimmung für zwei extrem unterschiedliche Reifentypen abzustimmen.

Überdies ärgert es Heidfeld, dass die Konkurrenz weiter und endgültig mit den überlegenen Diffusoren fahren darf. Er hat Jenson Button (Brawn GP) sogar schon zum Titelkandidat gekürt. Auch McLaren-Mercedes und Renault haben in Shanghai schon verbesserte Diffusoren an ihren Autos. BMW-Sauber wird hingegen erst am 10. Mai (Spanien-GP ) damit ausgestattet sein.

Immerhin: Technische Probleme gab es keine, sagt Technikchef Willy Rampf. Aber auch er war mit dem Tempo nicht glücklich. Hinter dem Speed des BMW-Sauber stehen grundsätzlich immer noch Fragzeichen, da die ersten beiden Rennen wegen Safetycarphasen in Melbourne, Kubicas Crash mit Vettel und seinem Defekt in Malaysia mit späterem Regen und Abbruch in Sepang kein genaues Bild der Wettbewerbsfähigkeit bei Trockenheit zuliessen.
 
 
 
 

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