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FIA bleibt hart gegen FOTA

Als entscheidend eingestuftes Treffen des Weltverbands mit den Formel-1-Teams endet in London ohne Ergebnis und mit verhärteten Fronten. Ferrari zieht vor Gericht.

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Das zuvor als entscheidende Treffen avisierte Zusammenkommen der in der FOTA organisierten Formel-1-Teams mit dem Automobilsport-Weltverband FIA zwecks Diskussion und Festlegung der Budget-Obergrenzen für 2010 sowie der damit verbundenen Bedingungen endete in London ohne Übereinkunft.

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Diese Festlegung sollte mit einer Regelung einhergehen, die jene Teams belohnt, die mit ihrem Budget innerhalb der Grenzen von 44,6 Millionen Euro (ohne Motor-, Marketing- und Fahrerkosten) operieren. Diesen Teams will die FIA mehr technische Freiheiten zugestehen als jenen, die finanziell oberhalb des neuen Limits arbeiten.

Die daraus folgende Bildung einer zweiklassigen Formel 1 wird von den Teams überwiegend abgelehnt, die Budgetgrenze an sich weniger. Doch offenbar blieb FIA-Präsident Max Mosley genau in diesem Punkt unnachgiebig.

Mosley sagte lediglich, man habe freundlich über die neue Regelung diskutiert, aber dass die FIA nicht Willens sei, von der geplanten Budget-Obergrenze abzurücken. Das kann genauso bedeuten: Von der Zweiklassen-Gesellschaft.

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Interessanterweise hatte der Erfinder dieser Idee, Tony Purnell, in diesem Punkt Spielraum seitens der FIA vorab nicht ausgeschlossen. Sinngemäss läge dieser Spielraum umso höher, je länger sich die Teams auf Budget-Obergrenzen festlegen liessen. Dies hatte er am Vortag des Treffens geäussert.

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Nach dem ergebnislosen Treffen sonderten sich die Teamvertreter ab, um eine offizielle Antwort an den Weltverband und die Öffentlichkeit zu formulieren.

Darüberhinaus, so vermeldet Autosport.com, habe Ferrari als entschiedener Gegner der FIA-Pläne neben einer Rücktrittsdrohung in Frankreich Einspruch gegen die FIA-Pläne eingelegt. Ferrari ist seit 2006 im Besitz eines Sondervertrags, der dem Team finanzielle und technische Freiheiten zugesteht. Damals wurde die Scuderia mit diesem Vertrag ausgestattet, der bis 2012 läuft, um die restlichen Teams untereinander zu spalten, zum Einschreiben in die Serie zu bewegen und letztlich zu schwächen.

Jetzt steht der FIA ihre eigene Ausnahmeregelung bei der historischen Umsetzung der Budget-Obergrenzen im Weg. Und die Konfrontation der gegenüberstehenden Parteien geht in eine gerichtliche Dimension über. Das dürfte bei allem Respekt vor Mosleys Beschreibung der Gesprächsatmosphäre heute in London eine neue Qualität der Auseinandersetzung um die Zukunft der Formel 1 werden.

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Besonders heikel ist nun der Zeitfaktor, denn ab dem 22. Mai können sich interessierte Teams für die Formel 1-WM 2010 einschreiben. Und das bis zum 29. Mai. Doch wer sollte einer Serie beitreten, deren Regelwerk in der Luft hängt?

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