Jenson Button: «Pirelli muss handeln»

Von Adam Cooper
Formel 1
Jenson Button fordert, dass nach dem Reifendebakel von Silverstone endlich etwas getan wird, damit sich Pirelli-Gummis nicht mehr unvermittelt auflösen.

Jenson Button betont, wie frustriert die Fahrer wegen der Reifenschäden der Pirelli-Walzen sind – ganz besonders aber, dass man sich nach Vorfällen in früheren Rennen nicht um das Problem gekümmert hat.

«Wenn das in einer langsamen Kurve passiert, ist es schlimm genug, aber es passiert bei 300 km/h auf der Gegengeraden», sagte der ehemalige Weltmeister. «Das ist sehr beängstigend. Es ist nicht nur beängstigend für den, der das Auto fährt, es ist auch für die beängstigend, die dahinter sind, denn die gesamte Lauffläche fliegt von den Reifen. Wenn dich das an Kopf trifft, dann weiß ich nicht, was passiert.»

«Es muss etwas getan werden und es sollte schon vor zwei Rennen etwas getan werden. Das war der Grund für die Änderung in der Reifenkonstruktion, Sicherheit, nichts anderes.»

Auf die Frage, was er in seiner Rolle bei der GPDA tun könne, sagte Button, es läge nicht an den Fahrern, etwas zu tun.

«Ich sollte gar nichts tun müssen. Die Situation, die seit einigen Rennen besteht ist offensichtlich. Im letzten Rennen hatten wir Glück, dass wir keine Schäden hatten. Hier hatten wir insgesamt fünf, inklusive dem von Checo gestern. Da sind Reifen, von denen ich nicht weiß, wie zuverlässig sie sind, aber sie wurden getestet, das wissen wir alle. Hoffentlich wird das zum nächsten Rennen geändert. Das ist aber schon nächstes Wochenende.»

Button hatte bei seinem Heimrennen wieder ein schwieriges Wochenende und landete schließlich außerhalb der Punkteränge auf Platz 13.

«Es war nicht so schlecht. Bis zum letzten Safety-Car-Einsatz waren wir Sechster oder Siebter, so in der Richtung. Ich glaube, wir hatten etwas Glück, da einige an die Box gefahren waren. Der letzte Reifensatz war zum Schluss aber alt und hatte nicht mehr viel Gummi drauf, daher war es unmöglich, sie auf Temperatur zu bekommen, ganz besonders für uns, da wir mit diesem Problem sowieso zu kämpfen haben.»

«Ich war wehrlos. Alle Autos waren auf neuen Reifen, kämpften sich vorbei und das Problem ist, dass es, sobald man neben der Ideallinie ist, noch schwieriger ist, die Reifen auf Temperatur zu bekommen.»

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