Turbo-Motoren und Getriebe: Wer brennt am häufigsten?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Faustregel: Das schaut spektakulär aus, dient aber nicht dem Vortrieb

Faustregel: Das schaut spektakulär aus, dient aber nicht dem Vortrieb

Fast alle Motorentechniker sind sich einig: In Sachen Standfestigkeit fallen wir bei den ersten 2014er Rennen in die 80er Jahre zurück. Das heisst auch: Es wird Strafen hageln.

Die Motorenhersteller der Formel 1 lüften langsam die Schleier: Besonders viel gab bislang Renault preis, siehe HIER. In diesem Artikel steht auch nochmals zu lesen, dass die neuen Antriebs-Einheiten für 2014 in sechs Elemente geteilt werden.

– V6-Verbrennungsmotor

– Turbolader

– MGU-K (steht für «motor generator unit – kinetic»; also der Generator für die kinetische Energie, die beim Bremsen gesammelt wird)
– MGU-H (steht für «motor generator unit – heat»; also der Generator für jene Energie, die beim Turbolader gesammelt wird)
– Batterie-Paket
– Kontroll-Elektronik

Bis Ende der Saison 2013 standen jedem Fahrer acht Motoren zur Verfügung. Ab 2014 muss er mit fünf Antriebs-Einheiten auskommen. Jede dieser Einheiten besteht aus obigen sechs Elementen.

Sollte ein sechstes Element gebraucht werden, so muss der betroffene Fahrer in der Startaufstellung um zehn Ränge zurück. Für jedes weitere sechste Element der verschiedenen Motorteile gibt es eine Fünf-Ränge-zurück-Strafe. Braucht ein Fahrer beispielsweise einen siebten Lader, dann gibt es erneut eine Zehn-Ränge-zurück-Strafe. Für jedes weitere siebte Element wieder die fünf Ränge.
Wichtig dabei: Erhält beispielsweise Williams-Fahrer Valtteri Bottas die Strafe «zehn Ränge zurück», er steht jedoch auf Startplatz 17 (von 22), dann muss er den Rest der Strafe beim folgenden GP absitzen (also dort um die restlichen fünf Ränge zurück). Das gilt insgesamt aber nur für maximal zwei GP-Wochenenden.

Muss eine komplette Antriebs-Einheit getauscht werden, dann startet der betroffene Fahrer aus der Boxengasse.

Knifflige Getriebetechnik

Nicht zu vergessen: die neuen Achtganggetriebe müssen sechs GP-Wochenende lang halten. Das Knifflige dabei ist nicht nur die Haltbarkeit: Jeder Rennstall muss die Getriebeabstufung vor der Saison wählen und beim Autoverband FIA deponieren. Nur in der Saison 2014 (also ab 2015 nicht mehr) haben die Rennställe einen Joker, dürfen also einmal im Jahr die Abstufung wechseln.
Bislang konnten die Teams 30 Abstufungen bei der FIA hinterlegen und maximal sieben davon verwenden.

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