Österreich-Test: Dauerregen, Teams fürchten um Autos

Von Mathias Brunner
Formel 1
Das Wetter am Red Bull Ring ist zum Davonlaufen

Das Wetter am Red Bull Ring ist zum Davonlaufen

Ab heute soll zwei Tage lang auf dem Red Bull Ring gestetet werden. Aber die Techniker der Formel-1-Teams haben schlechte Laune – schwerer Regen verhagelt ihnen gründlich das Programm.

So hatten sich das die GP-Teams nicht vorgestellt: statt auf dem Red Bull Ring fleissig Runden zu drehen, haben die spärlichen Fans bislang nur Installationsrunden von Antonio Fuoco im Ferrari und von Stoffel Vandoorne im McLaren-Honda gesehen. Es schüttet wie aus Kübeln, die Wolken hängen tief über der steirischen Rennstrecke, und eine Besserung ist im Moment nicht in Sicht.

Für die Teams stellt sich das Problem: die meisten wollen neue Teile ausloten, aber die Fahrt auf regennasser Bahn verfälscht die Abtriebswerte, so dass kaum etwas zu lernen ist.

Das nächste Problem: der Asphalt des Red Bull Ring ist spiegelglatt, das ist schon auf trockener Fahrbahn eine Herausforderung – auf keiner anderen Rennstrecke haben wir in diesem Jahr im Training so viele Fahrzeuge neben der Bahn gesehen! Im Regen wird das noch schlimmer, die Teams wollen kurz vor dem Silverstone-GP kein Chassis riskieren, zumal bei vielen Teams Nachwuchsleute im Einsatz stehen sollten.

Mercedes hat das Programm wegen des schlechten Wetters schon umgestellt: eigentlich hätte GP-Sieger Nico Rosberg heute fahren sollen, nun ist sein Einsatztag auf Morgen Mittwoch verschoben worden. Statt dessen ist für heute Pascal Wehrlein eingeplant. Das Gleiche tat McLaren – ursprünglich war Fernando Alonso für den Dienstag eingeplant, nun sitzt der junge Italiener Antonio Fuoco im Auto.

Und so wollten die Teams eigentlich fahren:
Mercedes: Pascal Wehrlein (D)
Red Bull Racing: Pierre Gasly (F)
Williams: Susie Wolff (GB)
Ferrari: Antonio Fuoco (I)
McLaren-Honda: Stoffel Vandoorne (B)
Force India: Esteban Ocon (F)
Lotus: Romain Grosjean (F)
Toro Rosso: Max Verstappen (NL)
Sauber: Raffaele Marciello (I)

Manor-Marussia verzichtet aus finanziellen Gründen auf den Test. Zudem gibt es für den umgebauten 2014er Renner keine neuen Teile.

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