Mika Häkkinen: Polemik um Räikkönen, patzte Williams?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mika Häkkinen

Mika Häkkinen

Mika Häkkinen, Formel-1-Champion der Jahre 1998 und 1999, wundert sich über die Vorkommnisse im britischen Grand Prix und kritisiert Williams. Aber der Finne ist befangen.

Die Vorgehensweise von Williams gibt noch immer zu reden. In Silverstone hatte das Traditions-Team geführt, mit Felipe Massa vor Valtteri Bottas. Aber beide Fahrer waren nach dem Rennen unzufrieden, nicht nur wegen der – angesichts der Ausgangsposition – mageren Ränge 4 und 5. Felipe Massa ärgert sich, weil einige bis heute inden, das Team hätte ihn zurückpfeifen müssen. Stallorder kennt der Brasilianer aus Ferrari-Tagen zur Genüge, vielen Dank. Und Valtteri Bottas findet, er sei schneller gewesen, Williams hätte ihn an die Spitze beordern müssen. Die Stimmung bei Williams ist angespannt

Massa trotzig: «Valtteri war nur dank des verstellbaren Flügels hinter mir teilweise schneller. Wenn er wirklich so massiv schneller gewesen wäre, warum hat er mich dann nicht überholt?»

Der zweifache Formel-1-Champion Mika Häkkinen nimmt in seiner Kolumne für das Logistikunternehmen Hermes seinen Landsmann Bottas in Schutz. Aber der 46jährige frühere McLaren-Mercedes-Star ist befangen: er besitzt Anteile an jener Management-Firma, die Bottas betreut.

Mika argumentiert: «Beide Fahrer sind phantastisch ins Rennen gegangen. Ich weiss, dass bei Williams viel für die Verbesserung der Starts getan wurde. Aber Valtteri konnte den Wagen besser auf Tempo bringen als Felipe. Das war ganz klar zu sehen. Wenn man die gleichen Autos mit der gleichen Leistung fährt, dann sind die Überholmöglichkeiten begrenzt. Es wäre logisch gewesen, wenn der Rennstall auf Valtteris Speed reagiert hätte, so dass er an die Spitze gelangt wäre – und ich weiss, dass ich mit dieser Meinung nicht allein stehe. Man hätte dort die Vernunft walten lassen müssen. Wenn Valtteri dann einen bestimmten Abstand auf Felipe herausgefahren hätte, dann hätte Williams bei trockenem Wetter gute Chancen gehabt, die Spitzenposition zu halten.»

Häkkinen ist jedoch fair genug, die Leistung von Massa zu würdigen: «Felipe fährt auf hohem Niveau. Er hat viel Erfahrung in unterschiedlichen Teams gesammelt. Felipe ist acht Saisons bei Ferrari gefahren, und 2008 fehlten ihm nur ein paar Sekunden zum Titel. Massa hat immer versucht, alles zu geben, damit er nicht als ewiger zweiter Fahrer abgestempelt wird. Und er ist immer noch sehr schnell.»

Häkkinen erwähnt auch seinen Landsmann Kimi Räikkönen, der zu früh Reifen wechselte, was ihn zurückwarf: «Unter diesen schwierigen Bedingungen, als auf der einen Seite der Strecke schon Regen fiel, es anderswo aber noch trocken war, hat sich das Rennen in eine Lotterie gewandelt. Eigentlich konnte niemand mit Vernunft entscheiden, wann der richtige Moment wäre, auf Reifen zu wechseln. Lewis und Sebastian ist das Timing phantastisch gelungen. Kimi ging es genau umgekehrt. Was in Silverstone passiert ist, macht seine Situation bei Ferrari nicht leichter. Es gibt grosse Polemik um Kimi.»

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