Renault-Werksteam: Erst 2018 wieder Formel-1-Siege?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Carlos Ghosn

Carlos Ghosn

​Renault hat sich dazu entschlossen, aus Lotus wieder das GP-Werksteam zu machen. Das ist eine tolle Nachricht. Aber Renault-Chef Carlos Ghosn weiss: Ein Spaziergang wird das nicht.

Noch vor wenigen Wochen sah es so aus, als könnte die Formel 1 auf einen Schlag sechs Rennwagen verlieren: Wenn Lotus nach einem möglichen Formel-1-Ausstieg von Renault insolvent wird, und wenn Dietrich Mateschitz seine beiden Rennställe Red Bull Racing und Toro Rosso aus dem GP-Sport abzieht. Zum Glück ist es nicht so weit gekommen: Aus Lotus wird wieder der Renault-Formel-1-Werksrennstall, Red Bull Racing erhält den gleichen Motor wie das Werksteam, der dort jedoch TAG Heuer heisst, und Toro Rosso bekommt die verlässlichen 2015er Ferrari-Motoren.

Besonders Renault-CEO Carlos Ghosn hat für die Formel 1 eine ganz wichtige Botschaft versandt: Das Bekenntnis zum Grand-Prix-Sport zeigt, dass die Königsklasse eine herausragende Plattform bleibt, um seine Firma in die weltweite Auslage zu stellen.

Ghosn ist aber intelligent genug zu wissen: Es kann eine Weile dauern, bis an die Erfolge von früher (WM-Titel 2005 und 2006 mit Fernando Alonso) angeschlossen wird.

Der Konzernchef sagt gegenüber dem französischen «Figaro»: «Wir könnten durchaus drei Jahre brauchen, um wieder wettbewerbsfähig zu sein. Letztlich sprach aber vieles fürs Weitermachen: Der Automobilsport ist fester Bestandteil von Renault, und Renault ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Formel 1 geworden. Im Januar 2016 werden wir über den Aufbau unserer Organisation berichten, über unsere Ziele, wir informieren dann auch über die Fahrer, unsere Strategie und die künftigen Partner.»

Das Fahrerduo 2016 steht bereits fest: Pastor Maldonado aus Venezuela und Jolyon Palmer aus Grossbritannien.

Elementar für das weitere Engagement von Renault in der Formel 1 war eine Abmachung mit den Mehrheitsbesitzern am Sport, der Investmentfirma CVC, sowie mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone. Ohne Sonderzahlungen im Status eines bevorzugten Rennstalls wäre Renault nicht geblieben.

Carlos Ghosn sagt: «Als reiner Motorlieferant wollten wir nicht bleiben.Wir fanden, wir erhalten für unser Engagement zu wenig zurück. Aber die Verteilung der TV-Gelder ist für uns günstiger als 2009. Wir dachten auch an die historische Rolle von Renault in der Formel 1. Wir sind diesem Sport nun fast 40 Jahre eng verbunden. Was Siege und Titel angeht, so sind wir die Nummer 2 hinter Ferrari, liegen aber vor Mercedes.»

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