Formel 1: BMW verkauft an Sauber!

Von Günther Wiesinger
Formel 1
Bald wieder im Einsatz: Das Sauber-Team

Bald wieder im Einsatz: Das Sauber-Team

Überraschung in Hinwil: BMW macht den Verkauf des Rennstalls an Qadbak rückgängig. Neuer Eigentümer ist Teamgründer Peter Sauber!

Als BMW am heutigen Freitag vormittag kurzfristig für 12 Uhr in Hinwil/Schweiz eine Pressekonferenz des BMW Sauber F1-Teams einberief und offenkundig wurde, dass BMW-Motorsport-Direktor Dr. Mario Theissen und Peter Sauber die Medien über die Zukunft des Formel-1-Rennstalls informieren würden, gingen die Mutmassungen der Journalisten auseinander.

Die Mehrheit ging davon aus, dass der traditionsreiche Rennstall die Segel streichen würde und die 390 Mitarbeiter in Hinwil einer ungewissen Zukunft entgegensehen würden. Denn in den letzten Wochen waren pausenlos unerfreuliche Tatsachen über den mutmasslichen Investor Qadbak aufgetaucht, der von BMW-Sauber im September als neuer Eigentümer präsentiert worden war.

Tatsächlich hat die FIA für das bisherige BMW-Sauber-Team keinen Startplatz garantiert, weil BMW das neue Concorde Agreement nicht unterschrieben hatte. Nach dem Toyota-Rückzug war allerdings die Hoffnung aufgekeimt, BMW-Sauber könne diesen Platz übernehmen, wodurch auch der Kaufvertrag von Qadbak Rechtskraft erlangen hätte. Doch die Finanzkraft des mysteriösen Investors liess ohnedies zu wünschen übrig.

Die Medien wurden überrascht: BMW verkündete den Verkauf des Rennstalls an Peter Sauber! Der 66-jährige Schweizer kann jetzt selber Sponsoren suchen und sich um die Weiterführung des Teams kümmern. Von der undurchsichtigen Qadbak-Gesellschaft ist keine Rede mehr! «Ich bin sehr erleichtert», erklärte Peter Sauber, denn jetzt soll der Standort Hinwil erhalten bleiben und 250 der 388 Mitarbeiter weiter beschäftigt werden.

BMW-Vorstand Dr. Klaus Draeger: «Wir sind sehr froh über diese Lösung, denn mit dem Verkauf an Sauber ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft des Teams erfüllt.»

Sauber hofft jetzt, dank seiner erstklassigen Verbindungen zu FIA-Präsident Jean Todt und zu Bernie Ecclestone auf einen fixen Startplatz für die Formel-1-Saison 2010 erwirken zu können. Die Motoren soll Ferrari liefern, als nächster Schritt wird die Fahrersuche in Angriff genommen.

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