Barcelona-GP: Pirelli scheut Risiko – harte Reifen

Von Mathias Brunner
Formel 1
​SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Hintergründe zum Reifenverbrauch in Spanien. Ist die Bahn bei Barcelona für die die Pirelli-Walzen die härteste der Welt?

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Lena Hirsch aus Salzburg wissen: «Wenn ich das richtig verstanden habe, bringt Pirelli 2016 beim Spanien-GP erstmals in dieser Saison die harte Reifenmischung zur Strecke. Ist der Circuit de Barcelona-Catalunya aber wirklich die härteste Bahn der Welt für die Reifen, wie es Kollegen von mir behaupten?»

Das kommt auf die Sichtweise an: In Malyasia, Bahrain oder Singapur ist es heisser als in Spanien. In Japan und in England sind die Seitenkräfte mindestens so gross wie in Barcelona. In Monza ist der Topspeed höher. Aber Barcelona ist wirklich ein echter Test für die Pirelli-Reifen, wie Rennchef Paul Hembery bestätigt, denn hier kommen viele Faktoren in einmaliger Art und Weise zusammen.

Der Brite sagt: «Die Reifen werden vor allem in der langgezogenen Rechtskurve 3 einer extrem hohen Belastung ausgesetzt. Gleichzeitig haben wir eine Pistenoberfläche, die überaus rau ist. Zudem fahren die Teams wegen der engen Passagen fast mit vollem Abtrieb, das erhöht die Vertikalkräfte auf den Reifen. In Spanien können die Pistentemperaturen darüber hinaus im Mai schon beträchtlich sein. Dies alles führt zu einem überdurchschnittlich grossen Reifenverschleiss und zu einem schnelleren Abbau als auf anderen Strecken. Die Reifen vorne leiden dabei mehr als die Hinterreifen, vor allem der linke Vorderreifen ist kritisch. Dies alles hat uns dazu bewogen, die härtesten drei Mischungen mitzunehmen, also den orange markierten harten Reifen, die weiss markierten mittelharten Walzen sowie den gelb markieren weichen Reifen.»

«Aufgrund der grossen Anforderungen an die Reifen gehe ich von zahlreichen Boxenstopps aus, was die strategischen Möglichkeiten für Teams und Fahrer vervielfacht. Die Teams konnten im Winter auf dieser Strecke zwar ausgiebig testen, aber wir werden höhere Umgebungstemperaturen haben als im Februar und März, von daher verschieben sich die Parameter.»

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