Lewis Hamilton (Mercedes) 3. in Monaco: «Bitte Regen»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ricciardo (Mitte) Erster, Rosberg (links) Zweiter, Hamilton Dritter: Die Gesichter sagen alles

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​Wieviele Male noch wird Lewis Hamilton von der Technik im Stich gelassen? Zu Beginn des dritten Quali-Segments in Monaco musste der Brite seinen Motor abstellen.

«Keine Power. Was soll ich machen?» funkte Lewis Hamilton zu Beginn des letzten Quali-Teils in Monte Carlo zu seiner Mannschaft. Die Techniker empfahlen: Motor aus. Die Mechaniker stellten den Silberpfeile auf Schubkarren und rollten ihn ins Dunkel ihrer Box zurück. Später konnte der Weltmeister von 2008, 2014 und 2015 doch noch auf die Bahn gehen und holte zum Monaco-GP den dritten Startplatz heraus.

Sein Gesicht nach dem Abschlusstraining zum Rennen des Jahres sprach eine Enzyklopädie.

Es war das Gesicht eines Mannes, der merkt, wie ihm das Schicksal immer und immer Knüppel zwischen die Beine schmeisst. Hamilton mit Galgenhumor: «Ich bin froh, dass ich überhaupt eine Runde drehen konnte und in den ersten beiden Startreihen stehe. Jetzt muss ich sehen, was ich im Grand Prix daraus mache.»

«Es gab erneut ein Problem mit dem Motor, ich weiss nicht, was schiefgelaufen ist. Aber heute ist heute, und morgen ist morgen, ich nehme einen Tag nach dem anderen.»

Schief lief, dass es ein Problem mit dem Benzindruck gab und zwar in beiden Fahrzeugen. Wieso das so ist, wissen selbst die Mercedes-Spezialisten nicht. Lewis: «Der Motor verschluckte sich ständig, egal, was ich am Lenkrad verstellte. Also stellten wir ihn ab.»

Hamilton weiter: «Wenn das Auto morgen läuft, dann weiss ich, dass ich mit den Jungs um mich herum mithalten kann. Ich erwarte nicht allzu viel vom Rennen. Mal sehen, was der Rennverlauf bringt. Auf der anderen Seite weiss jeder, wie schwierig es ist, in Monaco zu überholen. Wir müssen uns in Sachen Strategie also etwas einfallen lassen. Ein wenig Regen wäre ganz nett.»

Lewis Hamilton hatte genau einen Schuss, um sein Training auf den Punkt zu bringen, da muss er sich für die drittbeste Zeit nicht schämen. Funktionierte der Silberpfeil da wieder makellos? «Ja», sagt Hamilton, «ich wurde von nichts behindert. Aber es gab halt eben nur diesen einen Versuch. Es macht hier in Monaco einen Riesenunterschied, ob du schon eine Zeit auf der sicheren Bank hast und dann beim zweiten Versuch mehr riskierst, oder ob du nur einmal fahren kannst. Es ist unvermeidlich, dass du dann die Runde ein wenig anders angehst. Denn du kannst dir ja auch nicht leisten, dass du stehen bleibst. Am Ende hatte ich drei Warm-up-Runden für meinen einzigen Versuch, das war vielleicht auch nicht die ideale Vorgehensweise.»

Fährt Hamilton nach dem Crash mit Rosberg in Spanien nun in Monaco anders? «Nein. Jeder weiss zwar, wie eng es nach dem Start von Monte Carlo zugeht, aber ich sehe nicht ein, dass ich irgend etwas ändern muss.»

Und was sagt Hamilton zum erstarkten Red Bull Racing? «Prima für den Sport.»

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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