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Lüdinghausen: Cooper vor Kruit, Katt und Hülshorst

Von Rudi Hagen
Der Brite Paul Cooper gewann in Lüdinghausen

Der Brite Paul Cooper gewann in Lüdinghausen

Paul Cooper gewann die Solo-Konkurrenz in Lüdinghausen vor William Kruit, Stephan Katt und Christian Hülshorst bei seinem letzten Rennen auf dem Westfalenring. Der Franzose Steven Labouyrie stürzte schwer.

Beim 83. Internationalen Grasbahnrennen in Lüdinghausen drehte es sich alles um das letzte Rennen von Christian Hülshorst auf seiner Heimbahn Westfalenring,. Wie schon immer konnte der 46 Jahre alte Westfale, im AMSC Lüdinghausen auch im Vorstand als Touristikwart tätig, auch dieses Mal nicht gewinnen. Aber «Hülse», wie er überall stets liebevoll genannt wird, bot vor knapp 6000 Zuschauern eine Top-Leistung und wurde am Ende Vierter.

Der veranstaltende AMSC hatte im Vorfeld des Rennens am Himmelfahrtstag eine ganze Reihe von Absagen hinnehmen müssen, so nach dem morgendlichen Training noch die von Mark Beishuizen, dem der Motor seines Bikes geplatzt war. Der Niederländer war eigentlich für den in Plattling verunglückten Jörg Tebbe ins Feld nachgerückt.

Für den Finnen Henri Ahlbom, der beim GP in Herxheim den Tschechen Josef Franc ersetzte, hatte AMSC-Sportleiter Maik Domscheit William Kruit ins Feld geholt. Und der junge Niederländer überzeugte auf dem Hochgeschwindigkeitskurs Westfalenring mit einer couragierten Leistung.

Am Ende wurde Kruit Zweiter hinter Paul Cooper. Der Brite gewann drei seiner vier Vorläufe und dazu noch das A-Finale. Nur in seinem ersten Heat holte sich Julian Bielmeier den Laufsieg vor dem «Cooperman», dem der Ritt auf der 1000 m langen Grasbahn sichtlichen Spaß bereitete. «Die Bahn war heute in einem Top-Zustand, so macht Grasbahnrennen Spaß», schwärmte der Brite bei der Siegerehrung.

Stephan Katt wurde Dritter vor Christian Hülshorst. Beide waren sehr gut aufgelegt und lagen nach den Vorläufen mit 19 Punkten gleichauf. Im A-Finale versuchte «Hülse» alles, den «Catman» noch einzuholen, doch der rettete den Vorsprung noch über den Zielstrich.

Julian Bielmeier, Fabian Wachs und Jens Benneker hatten sich über das B-Finale für den Endlauf qualifiziert. Wachs schloss das A-Finale am Ende mit einem guten fünften Platz ab vor dem Bayern Bielmeier und AMSC-Clubfahrer Benneker, der zu guter Letzt noch einen Ausfall hinnehmen musste.

Gar nicht gut ging der Renntag für Steven Labouyrie aus. Der Franzose touchierte in seinem dritten Heat in der Startkurve das Hinterrad von William Kruit, prallte in die Airfences und überschlug sich dann mehrfach auf dem Boden. Der junge Mann aus Morizes wurde nach längerer Erstversorgung auf der Bahn mit dem Helikopter des ADAC ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung geflogen.

Ergebnisse Grasbahnrennen Lüdinghausen:

Solo: 1. Paul Cooper (GB), 23 Vorlaufpunkte. 2. William Kruit (NL), 22. 3. Stephan Katt (D), 19. 4. Christian Hülshorst (D), 19. 5. Fabian Wachs (D), 14. 6. Julian Bielmeier (D), 14. 7. Jens Benneker (D), 12. 8. Timo Wachs (D), 8. 9. Jarno de Vries (NL), 7. 10. Chad Wirtzfeld( GB), 16. 11. Arran Butcher (GB), 6. 12. Steven Labouyrie (F), 0.
B-Finale: 1. Bielmeier, 2. F. Wachs, 3. Benneker, 4. T. Wachs, 5. De Vries, 6. Wirtzfeld (a), 7. Butcher (a).
A-Finale: 1. Cooper, 2. Kruit, 3. Katt, 4. Hülshorst, 5. F. Wachs, 6. Bielmeier, 7. Benneker (a).
Bahnrekord : 1. Cooper, 119,94 km/h. 2. Hülshorst, 116,16 km/h.

Seitenwagen: 1. Wilfred Detz/Bridget Portijk (NL), 15 Punkte. 2. Mike Frederiksen/Jette Maersk (DK), 13. 3. Ole Möller/Sindy Viragos (D), 12. 4. Jan Kempa/Sina Stickling (D), 11. 5. Arne Friskovec/Sarah Strzewinski (D), 9. 6. Nicole Standke/Resi Hölper (D), 7. 7. Josh Goodwin/Scott Goodwin (GB), 4. 8. Thomas Buß, Alex Hermann (D), 4.
Finale: 1. Detz/Portijk. 2. Frederiksen/Maersk. 3. Möller/Viragos. 4. Kempa/Stickling. 5. Standke/Hölper.

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