MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Seitenwagen sorgten in Werlte für Hochspannung

Von Rudi Hagen
Atemberaubend: Meier/Siebert vor Detz/Portijk in Werlte

Atemberaubend: Meier/Siebert vor Detz/Portijk in Werlte

Die Rennen der Seitenwagen sorgten beim Grasbahnrennen in Werlte für absolute Hochspannung und Gänsehaut beim Publikum. Godden/Smith (GB) gewannen, Meier/Siebert waren bestes deutsches Team.

Langweilige Sidecars? Von wegen. In Werlte sorgten die Dreiräder für Top-Stimmung auf den Rängen. Eng an eng wurde gefahren, Rad an Rad, von Ziehharmonika-Rennen keine Spur.

Lange hat die Bahnsportgemeinde nicht so spannende Läufe bei den Seitenwagen gesehen wie am Samstag in Werlte. Dazu gehören immer auch eine sauber präparierte Bahn und ein in sich stimmiges Fahrerfeld. Und die dazugehörige Atmosphäre. Abendsonne, Flutlicht und der Hümmlingring – ein perfektes Ambiente.

Rennleiter Josef Hukelmann und sein Team mit Tochter Linda an der Spitze haben diesmal aber auch Glück gehabt. Während im vergangenen Jahr der Wettergott den rührigen Emsländern fast noch die Europameisterschaft verdorben hätte, ging diesmal alles gut.

Tolle Rennen bei den Solisten. Ein wie entfesselt fahrender Dave Meikerink bei den Internationalen und mit Louis Tebbe ein Eigengewächs in der B-Lizenz, der der Konkurrenz aus der WM im DeKa-Handicap-Superfinale energisch entgegenfuhr und Seitenwagen-Rennen, die ihresgleichen suchten.

Die Briten Mitchel Godden und Paul Smith siegten am Ende mit zwei Punkten Vorsprung vor Manuel Meier vom MSC Berghaupten und seiner neuen Beifahrerin Lena Siebert vom MSC Melsungen. Die erst 16-jährige Tochter von Mario «Locke» Siebert, früher erfolgreicher Beifahrer bei Oswald Bischoff aus Melsungen, ist Neuling im Gespann und hat bisher keinerlei Erfahrungen als Aktive auf dem Hümmlingring gemacht.

«Ich bin wirklich selbst überrascht, wie souverän Lena auf die kniffligen Situationen im Beiwagen reagiert», so Vater Siebert. Und Manuel Meier ergänzt: «Sie hört genau zu, wenn man ihr Ratschläge gibt und setzt die auch sehr gut um.»

In Werlte konnten Meier/Siebert zwar keinen Laufsieg erringen, aber im Finale verteidigten die beiden ihren Vorsprung auf die neuen Dutch-Open-Sieger Wilfred Detz/Bridget Portijk im besten Lauf des Abends im Ziel um Zentimeter.

Es gab noch ein Novum in Werlte. Erstmals wurde der Bahnrekord für Seitenwagen ausgefahren. Godden/Smith waren einen Wimpernschlag schneller als Detz/Portijk.

Ergebnisse Grasbahnrennen Werlte:

I-Seitenwagen: 1. Mitchel Godden/Paul Smith (GB), 12 Vorlaufpunkte. 2. Manuel Meier/Lena Siebert (D), 11. 3. Wilfred Detz/Bridget Portijk (NL), 10. 4. Achim Neuendorf/Johannes Schnaitter (D), 7. 5. Imanuel Schramm/Nadin Löffler (D), 7. 6. Moritz Straub/Patrick Löffler (D), 5. 7. Josh Goodwin/Scott Goodwin (GB), 4. 8. Oliver Möller/Sindy Viragós (D), 3.
Finale: 1. Godden/Smith, 5 Punkte. 2. Meier/Siebert, 4. 3. Detz/Portijk, 3. 4. Neuendorf/Schnaitter, 2. 5. Schramm/Löffler, 1. 6. Straub/Löffler, 0.

I-Solo: 1. Dave Meijerink (NL), 20 Vorlaufpunkte. 2. Kenneth Kruse Hansen (DK), 18. 3. Stephan Katt (D), 17. 4. Mika Meijer (NL), 14. 5. William Kruit (NL), 11. 6. Charley Powell (GB), 10. 7. Jakob Bukhave (DK), 9. 8. Paul Cooper (GB), 7. 9. Timo Wachs (D), 7. 10. Daniel Spiller (D), 6. 11. Fabian Wachs (D), 5. 12. Mark Beishuizen (NL), 4. 13. Mario Niedermeier (D), 3. 14. Nigel Hummel (NL), 3. 15. Jens Benneker (D), 1. 16. Chad Wirtzfeld (GB), 0.
Finale: 1. Meijerink, 5 Punkte. 2. Kruse Hansen, 4. 3. Katt, 3. 4 Meijer, 2. 5. Kruit, 1. 6. Powell, 0.

DeKa-Handicap-Superfinale: 1. Dave Meijerink (NL). 2. Louis Tebbe (D, B-Lizenz). 3. Kenneth Kruse Hansen (DK), 4. Stephan Katt (D). 5. Marcel Sebastian (D, B-Lizenz). 6. Jeffrey Sijbesma (NL, B-Lizenz).

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