IDM News: Bradl, Ducati, Rückkehrer und Sachsen-Strom

Von Esther Babel
Stefan Bradl (Mitte) mit den Brüdern Rammerstorfer

Stefan Bradl (Mitte) mit den Brüdern Rammerstorfer

Die IDM-Veranstaltung auf dem Nürburgring musste vergangenes Wochenende wegen der Unwetter-Katastrophe unter anderem im Kreis Ahrweiler abgesagt werden. Der Blick richtet sich jetzt auf das Schleizer Dreieck.

Die IDM beendet am kommenden Wochenende ihre Sommerpause und trifft sich zum nächsten Rennen auf dem Schleizer Dreieck. Nach seinem Ausflug in die Langstrecken-WM wird auch IDM Superbike-Pilot Florian Alt wieder mit am Start sein. In Estoril verpasste er mit Platz 4 nach 12 Stunden denkbar knapp den Podestplatz. Und auch sonst tat sich in der vergangenen Woche so einiges rund um die IDM.

Stefan Bradl unterrichtet Teenies

In der IDM Supersport 300 ist Leo Rammerstorfer für das Team Freudenberg am Start. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Luis steht er mit dem Team Heating Factory auch auf der Teilnehmerliste des Austrian Junior Cup. Dort will Leo beim nächsten Rennen im österreichischen Melk seine Gesamtführung erneut verteidigen. «Exklusivtraining mit Stefan Bradl, Gustl Auinger und dem Team von Projekt Spielberg», hieß es in der vergangenen Woche für die Junioren. «Bevor es am Wochenende zur Saisonhalbzeit im Austrian Junior Cup nach Melk ging, konnten Leo und Luis die Gelegenheit nutzen und am Red Bull Ring mit ca. 15 weiteren Startern aus dem Austrian Junior Cup sowie den Northern Talent Cup trainieren. Als Highlight standen auch MotoGP-Testpilot Stefan Bradl und Red Bull Rookies Cup-Betreuer Gustl Auinger mit Rat und Tat zur Seite.» In er IDM geht es in der SSP-300-Klasse erst nächstes Wochenende in Schleiz weiter.

Toni Finsterbusch im Dauertest

Toni Finsterbusch, der wegen einer Trainingsverletzung die ersten beiden Läufe zur IDM in Oschersleben und Most (CZ) hatte auslassen musste, war probehalber beim dritten Langstreckenrennen zum German Endurance-Cup auf dem Hockenheimring gestartet. In dem Zweistunden-Rennen pilotierte Finsterbusch abwechselnd mit seinem IDM-Kollegen Julian Puffe aus Schleiz eine BMW M1000 RR des Pirnaer Teams GERT56, mit dem beide Fahrer auch die IDM Superbike bestreiten. Nachdem Finsterbusch/Puffe im Qualifikationstraining die Pole Position erkämpft hatten, gewannen sie in Hockenheim das Langstreckenrennen der Endurance-Klasse und brannten mit 1:43,297 min auch die schnellste Rundenzeit aller Klassen auf den Asphalt des Hockenheimringes. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft wird am 24./25. Juli auf dem Schleizer Dreieck fortgesetzt, wobei Toni Finsterbusch dann auch am Start steht. (Quelle: Sport Buzzer stf)

DMSB weitet Öffnungszeiten aus

Nachdem der Sportbetrieb in weiten Teilen Deutschlands anläuft, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DMSB-Geschäftsstelle ab sofort wieder zu den gewohnten Geschäftszeiten zur Verfügung. Zudem wurde die Erreichbarkeit donnerstags bis 18 Uhr ausgeweitet, um Lizenznehmer und Veranstalter vor den Rennwochenenden bei Fragen besser unterstützen zu können.
Die Geschäftsstelle ist per E-Mail (info@dmsb.de) und Telefon (069/633007-0) zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag, Dienstag und Mittwoch 8 bis 17 Uhr, Donnerstag 8 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 16 Uhr

«Zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter sind persönliche Besuche weiterhin nicht möglich», lautet die Nachricht aus Frankfurt. «Trotz der Ausweitung der Geschäftszeiten kann es in den nächsten Wochen noch zu Verzögerungen und längeren Bearbeitungszeiten kommen, da einige Abteilungen weiterhin von Kurzarbeit betroffen sind. Wir bitten um Verständnis.»

Sachsen-Rennserie mit Strom

2022 startet der ADAC Sachsen ein Pilotprojekt im Straßenrennsport mit zukunftsorientierter Elektrotechnologie. Piloten aus der IDM, dem Red Bull Rookies Cup und der Langstrecken-WM durften schon mal ausprobieren. Beim Testlauf in Mülsen bei Zwickau brauste IDM-Supersport-300-Pilotin Lucy Michel mit dem Elektro-Pitbike gleich mal auf Rang 3.

IDM Supersport 300- Fahrer Lennox Lehmann berichtete nach Platz 6: «Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und die Idee, Motorräder mit elektrischem Antrieb einzusetzen hat großes Zukunftspotenzial. Dank des Cups erhalten auch Hobbyfahrer die Chance, an Rennen teilzunehmen, wodurch mehr Menschen für den Rennsport begeistert werden können. Im Vergleich zum konventionellen E-Bike ist das Pitbike ungewohnt leise. Man hört sogar den Knieschleifer auf dem Asphalt. Dennoch hatte ich eine Menge Spaß auf dem Motorrad.» Vor Lehmann hatten sich aus der IDM noch Toni Erhard und Max Enderlein platziert. Hinter ihm tauschte Marvin Siebdrath auf und die beiden ehemaligen IDM-Piloten Sarah Heide und Arnaud Friedrich.

Ducati-Ausflug verschoben

Im Rahmen des Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring wollte Denis Hertrampf in der IDM Superbike 1000 mit dem Einsatz einer Ducati ein Feuerwerk zünden. Doch der Teamchef muss das Unternehmen schon vor der Absage der Veranstaltung vertagen. Die Panigale V4R ist nicht startklar. Nachdem die rote Diva bei Testfahrten von Daniel Kartheininger schwer lädiert wurde, muss sie neu aufgebaut werden. Zwar existiert schon ein neuer Rahmen, aber es mangelt an einer Menge Kleinteile. Es hilft auch nicht die Suche nach einem neuen Motorrad. Die Panigale ist vorerst ausverkauft. «Unser Wunschziel ist es nun, die Ducati in Schleiz auf die Strecke zu bringen. Aber ich glaube kaum, dass wir das schaffen. Da müsste in der Woche zwischen den Rennen auf dem Nürburgring und der Veranstaltung in Schleiz viel passieren», schildert Hertrampf die Lage. «Ansonsten bleiben uns für den Gaststart noch der Red Bull Ring und das IDM-Finale in Hockenheim.» (Quelle: IDM.de)

Elternzeit beendet

Ab der IDM-Veranstaltung in Schleiz (23. bis 25. Juli) übernimmt Kevin Wahr für den Rest der Saison 2021 die Yamaha des niederländischen MVR Racing-Teams. Der bisherige Fahrer Marc Buchner führt gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug an.
Kevin Wahr gewann bei seinem Gastauftritt beim Hockenheim-Finale 2020 beide Rennen in der IDM Supersport 600 für MVR Racing, für eine komplette Saison 2021 fehlte ihm dann aber die Zeit. Erstens wurde er Vater einer Tochter. Zweitens fordert ihn sein Job im Familienbetrieb immer mehr.
Der Kontakt zu Teamchef Mart van Roij riss aber nicht ab und Wahr konnte dem Angebot und der Versuchung, jetzt doch noch ein paar Rennen zu absolvieren, nicht widerstehen. Seit dem IDM-Finale im vergangenen Jahr hat Wahr auf keinem Rennmotorrad mehr gesessen. «Das Einzige, was ich auf zwei Rädern bewegt habe, ist mein E-Bike mit dem Fahrradanhänger mit meiner Tochter dahinter.» (Quelle: IDM.de)

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