IDM Assen: Nightmare am Freitag den 13.?

Von Esther Babel
Gedrängel bei Arbeitsbeginn

Gedrängel bei Arbeitsbeginn

Heute startet die IDM zu ihrem vierten Wochenende der Saison 2021. Als abergläubisch will sich keiner der Superbike-Piloten so wirklich outen. Doch es gibt sie. Die heimlichen Rituale um die passende Unterhose.

Um kurz nach 10 Uhr am Freitag-Vormittag waren die Piloten der IDM Superbike in Assen zum ersten von zwei Trainings auf der Strecke. Dass heute ein Freitag der 13. ist, berührt die wenigsten. Aber so ganz frei von zumindest einem Hauch Aberglaube sind so einige Fahrer nicht. Vor allem in Sachen Unterwäsche gab es einige neue Erkenntnisse. Und da Minus und Minus bekanntlich Plus ergibt, hofft so mancher besonders heute auf das Ende seiner Pechsträhne.

Dominic Schmitter

«Kein Aberglaube, Visier zu, Gas aufdrehen und das Maximum aus dem Wochenende herausholen. Das ist meine Herangehensweise dieses Wochenende.»

Ilya Mikhalchik

«Nein, ich fürchte mich nicht vor so Sachen wie einem Freitag den 13. Früher bin ich beim Moto-Cross sogar mit der Startnummer 13 angetreten, daher habe ich an diese Zahl gute Erinnerungen mit guten Resultaten. Auch sonst waren Freitage an einem 13. immer gute Tage für mich, egal ob beim Training oder beim Rennen. Also mache ich mir da auch keine Gedanken drüber. Rituale hat fast jeder, aber das bringt auch irgendwelche Befürchtungen mit sich, die man dann im Kopf hat. Ich versuche, über so einen Mist gar nicht erst nachzudenken. Ich denke immer positive Dinge, das macht mich im Kopf leichter. Aber okay, ein paar Rituale habe selbst ich. Ich fahre seit Jahren mit der gleichen Hose unter der Lederkombi. Im Rennen. Für die Trainings habe ich eine andere. Keine Ahnung, aber seit fünf Jahren geht die Hose, die ich immer im Rennen trage, auch nicht kaputt und sie sieht auch noch echt gut aus. Es ist weniger ein Ritual, als die Tatsache, dass ich da Spaß dran habe und mir das gute Laune macht.»

Valentin Debise

«Nein, ich bin nicht abergläubisch. Aber ich freue mich drauf, endlich wieder auf einer ordentlich Strecke fahren zu könne. Assen ist immer ein spaßiger Platz, um Rennen zu fahren.»

Bastien Mackels

«Naja, so richtig abergläubisch bin ich nicht. Aber ich trage seit fünf Jahren beim Rennen immer dieselbe Unterhose und das will ich auch beibehalten. Aber mehr ist da bei mir nicht.»

Vladimir Leonov

«Das ist ehrlich gesagt nicht so mein Thema. Manchmal denke ich kurz dran. Aber normalerweise berührt mich das nicht. Ich kann mich nur an den einen oder anderen Film zum Thema Freitag der 13. erinnern. Die find ich lustig. Aber auch an sowas versuche ich gar nicht erst zu denken. Assen mag ich sehr gerne, wir waren vor zwei Wochen zu einem Test vor Ort. Jetzt hoffe ich noch auf gutes Wetter. Wir haben nach wie vor einige Ideen in Richtung Fahrwerksabstimmung, denn wir sind noch nicht ganz da, wo wir hinwollen. Grip ist nach wie vor unser Thema. Am Hinterrad haben wir noch nicht genug. Das ist ein wenig seltsam. Wir haben schon viele Dinge versucht, die aber noch nicht wirklich zum Ziel geführt haben. Dieses Problem müssen wir noch lösen, um schneller zu werden.»

Marc Moser

«Da gibt‘s leider nix Spannendes zu berichten.»

Florian Alt

«Abergläubisch ist, denke ich, jeder Rennfahrer im gewissem Maß. Bei mir gibt es auch Rituale und Glücksbringer. Ich habe einen gewissen Ablauf vor dem Rausfahren aus der Box und auch eine Stelle, wo der Glücksbringer zu sein hat. Jedoch habe ich die letzten Jahre gelernt, damit besser umzugehen und mich nicht davon leiten zu lassen. Diese Rituale geben mir halt und bereiten mich auf das Racing vor.»

Philipp Steinmayr

«Nein, ist so gar nicht mein Thema. Aber nachdem ich am Freitag den 13. (August) geboren bin, kann es zumindest ganz schwer ein Unglückstag sein für mich.»

Nico Thöni

«Ich bin nicht abergläubisch. Aber ich habe ein paar Rituale. Ich habe in meiner Geldtasche immer ein vierblättriges Kleeblatt aus Silber dabei. Bei Stiefel und Handschuhen muss ich immer den linken zuerst anziehen.»

Marco Fetz

«Ehrlich gesagt hab ich da noch nie so drauf aufgepasst. Der Freitag ist für mich ein Tag wie jeder andere. Ich will einfach mein Bestes geben, da ist es egal, ob es ein Freitag der 13. oder ein anderer Tag ist. Hat mich auch noch nie interessiert. Glücksbringer in dieser Form habe ich nicht. Solange ich mich gut vorbereitet fühle, kann das Wochenende starten.»

Jan Mohr

«Bei sowas bin ich zum Glück sehr entspannt. Und es interessiert mich überhaupt nicht. Ansonsten hätten wir da an diesem Freitag tatsächlich ein Problem. Aber ich seh das jetzt einfach mal positiv. Wenn das Freitag der 13. ist, dann muss das mein Glückstag sein und ich schaff es vielleicht mal, durch die Doppel-Rechts hinten ohne Highsider. Denn die letzten zwei Jahre bin ich genau in der Kurve jeweils per Highsider abgeflogen. 2019 und 2020. Aber dieses Mal wird es sicher besser und ich freu mich übelst auf das Wochenende.»

Pepijn Bijsterbosch

«Zum Glück geht es endlich fast Zuhause los für mich. Das Heimrennen ist mein Glücksbringer hoffe ich, so brauche ich keine anderen. Nein, mit sowas beschäftige ich mich sonst nicht.»

Max Schmidt

«Rituale oder Glücksbringer sind echt überhaupt nicht mein Ding. Ich vertraue eher auf die Zahlen, Fakten und mein eigenes Können. Das Einzige, was ich wirklich mache, ist so ein kleiner Ablauf vor den Rennen. So etwa eine Stunde vor dem Rennen wärme ich mich auf, dehne mich ein bisschen und ziehe meine Kombi an und gehe dann nochmal in eine kleine Konzentrationsphase. Also kein großes Ding, nur ein einfacher Ablauf, um eine Gewohnheit drinnen zu haben, damit die Aufregung nicht zu hoch wird.»

Tim Eby

«Ich bin überhaupt gar nicht abergläubisch und mach alles ganz normal wie immer.»

Leon Langstädtler

«Assen ist meine Lieblingsstrecke und das Rennen immer in meiner Geburtstagswoche. Freitag der 13. sagt mir also gar nichts. Und meine festen Rituale habe ich natürlich immer an jedem Rennwochenende, wenn ich auf die Strecke gehe. Meine Kette und ein kleines Stofftier sind immer dabei.»

Björn Stuppi

«Vielleicht ein ganz klein bisschen abergläubisch, aber Freitag der 13. erschreckt mich nicht. Ich muss als Ritual immer als erstes den linken vor dem rechten Stiefel anziehen, gleich bei den Handschuhen. Wenn als erstes der rechte angezogen wird, muss ich ihn wieder ausziehen. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt aber nicht. Glücksbringer habe ich keinen. Eventuell ist das ja der Grund für die bisherigen Ergebnisse.»

Christof Höfer

«Ich habe auch meine Rituale und Abläufe, aber Freitag der 13. ist für mich vollkommen in Ordnung, ich gehe mit einem guten Gefühl ins Wochenende und aktiviere alles, was mich bestärkt.»

Die Tabelle IDM SBK

1. Dominic Schmitter 85
2. Ilya Mikhalchik 79
3. Valentin Debise 75
4. Bastien Mackels74
5. Vladimir Leonov 68
6. Julian Puffe 62
7. Luca Grünwald 61
8. Alessandro Polita 57
9. Marc Moser 48
10. Markus Reiterberger 45
11. Florian Alt 32
12. Philipp Steinmayr 28
13. Nico Thöni 23
14. Marco Fetz 21
15. Jan Mohr20

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