Markus Reiterberger: Zünftige IDM-Sause in Schleiz

Von Esther Babel
Für den IDM-Rückkehrer wurde es auf dem Schleizer Dreieck ein Wochenende nach Maß. Die Pole-Position, ein zweiter Platz und ein Sieg sowie frenetische Fans rundete die Sache für Markus Reiterberger perfekt ab.

Für Markus Reiterberger wurde das Wochenende in Schleiz und seine Rückkehr in die IDM eine weitere schöne Erinnerung an die Naturrennstrecke. Der Bayer konnte dort in der Vergangenheit schon viele Erfolge verzeichnen, steht sogar zweimal auf der Liste der Rundenrekordhalter auf dem Schleizer Dreieck. Mit dem BCC Racing Team von Andy Gerlich, der BMW S 1000 RR und der Unterstützung seines Managers Werner Daemen war die Rückkehr in die Serie eine gelungene Sache.

Reiterberger dominierte das ganze Wochenende ab dem ersten freien Training und fuhr am Samstag die Pole Position für Rennen eins ein. Das erste Rennen glich einem Thriller und er führte es bis zur vorletzten Runde an. Doch dann ging sein IDM-Konkurrent und jetziger Endurance-WM-Teamkollege Ilya Mikhalchik an ihm vorbei und schnappte ihm den Sieg noch vor der Nase weg.

Durch den zweiten Platz im ersten Rennen startete Reiti mit der in der IDM üblichen umgekehrten Startaufstellung im zweiten Rennen von Position 8. Nach nur ein paar Runden hatte sich der 27-Jährige die Führung erobert und behielt diese bis ins Zieli. Die Fans fu den Tribünen, die an diesem Wochenende zum ersten Mal wieder prall gefüllt waren, tobten und jubelten dem Schleiz-Liebling zu, als dieser auf Platz 1 die Ziellinie überquerte. Durch die beiden Ergebnisse für das BCC Racing Team liegt Reiti bereits auf dem zehnten Platz in der Meisterschaftswertung.

«Schleiz war wie immer ein Wahnsinns-Wochenende», schwärmte er dann auch im Anschluss in den höchsten Tönen. «Das war mein erstes Sprintrennen in der IDM seit 2017. Ich bin zum ersten Mal mit der Modelüberarbeitung von BMW an den Start gegangen. Das war auch mein erster Einsatz mit BCC Racing. Wir haben direkt am Freitag, als ich das erste Mal auf dem Bike saß, schon richtig gut angefangen, obwohl es nicht direkt alles einfach war für mich. Wir hatten am Samstag für das Qualifying schon ein richtig gutes Bike, haben aber trotzdem nie aufgehört zu arbeiten, da wir wussten, dass sowohl Ilya Mikhalchik, als auch der Florian Alt stark sein würden.»

«Im ersten Rennen hat es nicht so recht geklappt», gibt er zu, «da hatten wir auch nicht die beste Reifenwahl. Ilya ist ein super Rennen gefahren, hat mich die ganze Zeit studiert und dann überholt. Wir haben dann vor dem zweiten Rennen noch eine ganz kleine Änderung am Bike vorgenommen und einen anderen Reifen gewählt.. Die Entscheidung war gut. Wegen des Reverse Grid hatte ich mir ein paar Gedanken gemacht, denn Florian war auf Pole Position und hatte eine richtig gute Pace. In Runde 2 war ich aber schon dran und konnte mir einen Vorsprung rausfahren. Die letzten paar Runden bin ich dann gemütlich ins Ziel gefahren und hab den Sieg mitgenommen.»

«Das war ein mega geiles Wochenende und ich möchte mich bei allen bedanken, die mir das ermöglicht haben, BCC Racing, meinem Manager Werner Daemen und allen, die dafür gesorgt haben, dass ich mich so wohl und familiär fühlen konnte», schließt er seinen Bericht ab. «Die Atmosphäre hier war wieder unglaublich und es war einfach nur ein geiles Wochenende. Beim nächsten IDM-Rennen in Assen kann ich leider nicht dabei sein, da ich einen Endurance-Test fahre. Die beiden letzten Rennen der Saison in Spielberg und auf dem Hockenheimring werde ich aber wieder für BCC Racing an den Start gehen.»

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