Michael Freudenberg: «Die CEV ist eine Junior-WM»

Von Esther Babel
IDM Moto3

Das IDM-Moto3-Team besuchte zwei Rennen zur Spanischen Meisterschaft. Teamchef Michael Freudenberg berichtet über seine Erfahrungen.

Nach dem Ende der IDM Moto3, hatten die Teambesitzer Michael und Carsten Freudenberg noch einen zweiwöchigen Spanien-Ausflug auf die Beine gestellt. Mit Luca Grünwald, der in diesem Jahr in der IDM Supersport unterwegs war und für die Saison 2014 bereits einen Moto3-WM-Vertrag beim Team Kiefer in der Tasche hat und mit Max Enderlein, sonst mit einer Honda des ADAC Sachsen Leistungszentrum unterwegs, nahm das KTM-Team aus Bischofswerda an den letzten beiden Rennen zur Spanischen Meisterschaft teil.

«Wir haben zuletzt vor zwei Jahren an der Spanischen Meisterschaft teilgenommen», berichtet Michael Freudenberg. «Seit dem hat die ganze Serie nochmals einen riesigen Sprung nach vorne gemacht. Es waren 16 verschiedene Nationen am Start. Man kann die CEV fast schon als eine Art Junior-Weltmeisterschaft deklarieren.»

«Es ist auch enorm, was dort an Technik aufgefahren wird», berichtet Freudenberg weiter. «Es ist unbestritten. Jeder Fahrer, der in die WM möchte, benutzt diese Bühne als Sprungbrett. Es ist bei den Motorrädern auch viel WM-Technik unterwegs und die Spanier setzen hochkarätiges Material ein.»

Kein Vergleich mit anderen Serien

Während ihres Spanien-Aufenthaltes haben die Freudenbergs viele Gespräche geführt und bekamen von der CEV-Organisation, hinter der GP-Promoter DORNA steht, einen ausführlichen Plan für die Saison 2014 inklusiver aller Testtermine in die Hand gedrückt. Mit den zusätzlichen Terminen im portugisischen Portimao und dem französischen Le Mans veranstaltet die CEV damit zwei Rennen ausserhalb Spaniens. Michael Freudenberg hatte da auf mehr gehofft und wünscht sich nach wie vor eine Art Europameisterschaft, die auch auf verschiedenen Strecken in Europa stattfindet.

«Doch die EM bleibt weiterhin diese einmalige Veranstaltung pro Jahr, die in Albacete stattfindet», meint Freudenberg. «Dass man die Spanier schlagen kann, haben wir dort in diesem Jahr mit unserem Fahrer Karel Hanika bewiesen. Die Spanische Meisterschaft bleibt aber nach wie vor hauptsächlich in Spanien.»

«Die CEV kann man nicht mehr mit einer normalen nationalen Meisterschaft vergleichen», stellt Freudenberg fest. «Bei den Summen, die die spanischen Teams aufrufen und bei den Zusatzkosten, die für Teams aus Deutschland oder den Niederlanden dazu kommen, sprengt das in meinen Augen den finanziellen Rahmen.»

Wo die Reise für das Team Freudenberg im Jahr 2014 hingeht, ist noch unklar. «Wir sind gerade dabei, wieder alles auf Vordermann zu bringen», erklärt Freudenberg. «Dann sind wir jederzeit startbereit.»

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