IDM-Teamchef Werner Daemen: Angst vor Einreiseverbot

Von Ivo Schützbach
IDM Superbike
BMW-Teamchef Werner Daemen

BMW-Teamchef Werner Daemen

Planmäßig soll am zweiten Mai-Wochenende die IDM-Saison 2020 beginnen, doch wegen der Covid-19-Pandemie herrscht viel Unklarheit. BMW-Teamchef Werner Daemen schildert seine Sorgen und Nöte.

Die IDM 2020 soll neun Events umfassen, sie beginnt am 8. bis 10. Mai auf dem Sachsenring. Wegen des späten Saisonstarts gab es bislang keine Terminverschiebungen, der Promoter sowie die Fahrer und Teams hoffen, dass bis dahin das Schlimmste mit dem Coronavirus überstanden ist.

Die aktuellen Beschränkungen haben aber natürlich auch auf die IDM-Teams Auswirkungen. Alpha Racing Van Zon BMW, die Truppe hinter Meister Ilya Mikhalchik, wollte mit dem Ukrainer, dem Russen Vladimir Leonov und dem Süddeutschen Tim Eby nach Spanien zum Testen.

«Ich bin im vollen Stress», erzählte Teamchef Werner Daemen SPEEDWEEK.com. «Ich überlege, ob ich den Test absage. In Belgien ist alles geschlossen: Schulen, Cafés, Restaurants, alles. Es ist nicht sicher, dass wir zurückkehren können, wenn wir nach Spanien gehen, das ist das Problem. Ich muss überlegen, was für meine Kunden und Fahrer das Beste ist. Nächste Woche ist ein BMW-Event in Valencia, der findet wohl statt. Dann ist es erst mal vorbei, bis wieder Ruhe einkehrt. Wir können es nicht riskieren, in ganz Europa herumzufliegen und rum zu fahren.»

Gibt es von den IDM-Machern eine Stellungnahme zu der Situation? «Nein, das muss jeder mit sich selbst ausmachen, was gefährlich ist», meint Daemen. «Es ist ja auch in jedem Land anders. Wenn Leonov nach Russland zurückkommt, dann muss er 14 Tage in Quarantäne. Das ist alles nicht einfach, die Gesundheit geht vor. Wir bei BMW haben das Glück, dass wir unser Motorrad kennen. Wir müssen uns bei der Abstimmungsarbeit nur auf die neuen Reifen konzentrieren. Mikhalchik, Leonov und Eby sind schon viel mit ihren letztjährigen Motorrädern gefahren, wenn auch nicht mit dem gesamten Team.»

Auch wenn sich die Lage mit dem Coronavirus derzeit täglich zuspitzt, stellt sich Daemen mit seinem Team auf den Saisonstart Anfang Mai ein. «Bis dahin ist es noch lange», hielt der 48-Jährige fest. «Wenn sie wie in Belgien in Europa vier oder fünf Wochen lang alles dicht machen, dann hoffe ich, dass nach den Osterferien im April viel vorbei ist. Ich hoffe, dass wir mit dem ersten Rennen auf dem Sachsenring beginnen. Wir arbeiten so weiter, dass wir dafür bereit sind.»

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