Florian Alt (BMW) gibt Jonas Folger (Yamaha) recht

Von Esther Babel
IDM Superbike

Nur allzu gerne hätte auch IDM Superbikepilot Florian Alt live mitgekriegt, wie sich der ehemalige MotoGP-Pilot im nationalen Prädikat schlägt. Auch aus diesem Duell wird in nächster Zeit nichts werden.

«Ich hatte mich mega drauf gefreut», beschreibt Florian Alt seine Rückkehr in die IDM Superbike. «Es passierte mit dem Vertrag ja alles recht kurzfristig. Nach vier Jahren auch mal die Möglichkeit, ein anderes Motorrad zu fahren. Eine Meisterschaft mit starken Gegnern, ich weiß nicht, worauf man sich mehr freuen kann.» Dies erzählte der Rheinländer im Corona-gerechten Interview per Live-Stream gegenüber IDM-Moderator Eddie Mielke, der sich am Donnerstagabend wieder Piloten in sein heimisches Wohnzimmer eingeladen hatte, um über die IDM und den aktuellen Stand zu plaudern.

Gefahren ist Alt die BMW noch nicht. Ausser hin und zurück nach Valencia, hin mit dem Flugzeug, zurück mit dem Auto und das innerhalb von 24 Stunden, war noch nichts drin in puncto Test. Die spanischen Rennstrecken hatten bedingt durch die Corona-Krise dicht gemacht und Alt musste mit seiner Crew unverrichteter Dinge auf dem Absatz kehrt machen und wieder die Heimreise antreten.

«Immerhin habe ich mein Motorrad schon mal gesehen», meint er im Interview mit Eddie Mielke. «Und ich bin sogar schon mal draufgesessen. Das Motorrad wirkte auf mich sehr kompakt, schmal und klein. Ich habe auch gut Platz drauf und habe mich sofort wohlgefühlt. Es gibt so Motorräder, da setzt man sich drauf und denkt, ach ne, nicht so gut. Aber ich denke, das Team Wilbers hat sich auf unseren ersten Kontakt gut vorbereitet und das Motorrad auf meine Größe vorbereitet.»

Auch Florian Alt stimmt mit dem ehemaligen MotoGP-Piloten und IDM-Rückkehrer Jonas Folger überein, der vergangene Woche gegenüber Mielke erklärte, im Notfall besser ein Rennen als kein Rennen fahren zu wollen. «Das sehe ich genauso», bestätigt Alt. «Wenn man ein großes Event machen könnte, bei dem man am Ende des Jahres zusammenkommt, worauf man sich vorbereiten kann und wo man viele Zuschauer hinbekommt, wäre das zumindest Schadensbegrenzung.»

Alt plädiert jenseits der Corona bedingten Probleme für Veranstaltungen unter anderem im Rennsport für die Fortführung und den Ausbau der IDM-Marketing-Maßnahmen, wie zum Beispiel den Live-Stream im Vorjahr beim IDM-Finale in Hockenheim. «Es hat sich schon einiges getan», lobt er. «Es stimmt das Sachen wie Fernseh, Live-Bilder oder eben im Internet wichtig sind, mit Bewegt-Bilder, wo es was zu sehen gibt. Das ist es, was die Leute wollen. Auch die Fans und die Sponsoren. Es ist gut, dass dieser Schritt jetzt gegangen wurde. In Hockenheim hat es ja toll geklappt.»

Für drei Veranstaltungen war für 2020 eine Stream-Abdeckung geplant. Was jetzt daraus wird, steht wie alles andere auch in den Sternen.

Alt hatte von Rückkehrer Jonas Folger viel erwartet. Vor allem beim inzwischen abgesagten Sachsenring-Event. «Da hab ich gleich zu meinem Teamchef Benny Wilbers gesagt», so Alt, «das ist Jonas‘ Strecke, mit der Yamaha, da wird schwer ranzukommen sein. Er ist kein Nasenbohrer und ist vor drei Jahren gegen Marc Marquez dort um den Sieg gefahren.» Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Heute Abend (23.04) hat sich Mielke um 19 Uhr den Schleizer Julian Puffe (Honda) und Kawasaki-Pilot Luca Grünwald per Live-Stream nach Hause eingeladen, zu sehen über seinen Facebook-Account.

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