Ilya Mikhalchiks Warten auf den IDM-Auftakt 2020

Von Esther Babel
IDM Superbike
Ilya Mikhalchik (re.) vertreibt sich die Zeit

Ilya Mikhalchik (re.) vertreibt sich die Zeit

Millionen von Motorsportbegeisterten warten auf den Beginn der Rennsaison. Keiner kann heute sagen, wann es endlich soweit sein wird. Die Piloten der IDM, allen voran der zweifache Superbikemeister, sind fit.

Was macht eigentlich der IDM Superbikemeister Ilya Mikhalchik vom Team EGS-alpha Racing-Van Zon-BMW während der Corona-Krise? Denn auch in der Ukraine ist Zuhausebleiben das Motto der Stunde. Und es kann noch dauern, bis es mit der IDM und der Langstrecken-Weltmeisterschaft endlich losgeht. Im Interview mit seinem Fan Club gewährte er ein paar Einblicke.

Was tust du während der Zeit des allgemeinen Kontaktverbots?

Ilya Mikhalchik: «Ich habe mein Trainingspensum deutlich reduziert. Ich hatte für drei Monate geplant, nachdem ich mich zwei Wochen ausruhen und zum Rennen in Le Mans fahren wollte. Aber alles ging schief. Ich trainiere natürlich weiter, aber etwas weniger.

Manche Fahrer haben mental damit zu kämpfen, dass es keine Rennen gibt und befürchten, nicht in Top-Form zu sein, wenn die Saison losgeht. Was denkst du darüber?

«Für mich wird es kein Problem geben. Ich fahre und trainiere viel auf dem Rad, kämpfe auch da, daher ist jedes Training für mich ein Rennprozess. Ja, etwas weniger Stress, etwas weniger Verantwortung, aber insgesamt ist das Gefühl von Adrenalin und Konzentration da. Das setze ich immer ein und das hilft mir später im Rennen.
Ich denke, ich werde Vorteile haben. Ich bin bereit, morgen rauszufahren und um die ersten Plätze zu kämpfen, oder in einem Monat, für mich gibt es keinen Unterschied, ich bin immer bereit.»

Valentino Rossi sagte kürzlich in einem Interview, dass er sich erst nach der Quarantäne rasieren werde. Nimmst du auch an einer Art Challenge teil?

«Die Italiener machen das gut. Sie haben so viel Spaß, wie sie können. Aber ich habe mich schon seit letztem Jahr nicht mehr rasiert, nur mein Friseur passt alles ein wenig an. Und dieses Jahr werde ich ein ganz neues Image haben, das mir gefällt. Deshalb bin ich schon lange in der Challenge dabei.»

Auf welches Rennen freust du dich am meisten?

«Natürlich habe ich mich auf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gefreut, weil ich mich wie ein Tier darauf vorbereitet habe, aber es wurde verschoben. Ist vielleicht gar nicht schlecht. So kann ich ohne Risiko die erste Hälfte der IDM bestreiten, um genügend Punkte zu sammeln und so die Situation am Ende der Saison beim Kampf um den Titel zu kontrollieren. Auf der anderen Seite muss ich jetzt im September zwei IDM-Rennen und zwei Langstrecken-Rennen bestreiten. Einen ganzen Monat Rennsport quer durch Europa, ich mag diese Art der Intensität. Jetzt warte ich auf das erste IDM-Rennen. Das wird wohl ich Oschersleben sein, wo zeitgleich das Acht-Stunden-Rennen der Langstrecke ist.»

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