Daemen: «Leonov kann Mikhalchik unter Druck setzen»

Von Esther Babel
IDM Superbike
Werner Daemen

Werner Daemen

IDM Superbike Teamchef Werner Daemen hat mit Vladimir Leonov und Ilya Mikhalchik gleich zwei Titelkandidaten im eigenen Team. Testfahrten verzögern sich wegen Reisebeschränkungen.

Werner Daemen, Chef des IDM Superbike-Teams EGS-alpha Racing-van Zon-BMW und damit von IDM-Seriensieger Ilya Mikhalchik, dem Deutschen Tim Eby und Neuzugang Vladimir Leonov, hatte sich für das Live-Stream-Interview mit IDM-Moderator Eddie Mielke extra ins schwarze Hemd geschmissen. Daemen hatte den Corona-bedingten Shutdown in seiner belgischen Heimat verbracht und bei vier Kindern kann man davon ausgehen, dass da zuhause keine Langeweile aufgekommen sein dürfte. «Alle gesund und glücklich», verkündete er dann auch. Die Lockerungen greifen auch bereits in Belgien und bei seiner Motorsportschool in Zolder konnte die Boxenampel bereits wieder auf grün geschaltet werden. Auch Cafés und Restaurants sind seit Anfang Juni wieder geöffnet.

Seinem neuen Schützling Vladimir Leonov hatte Werner Daemen ein Testmotorrad mit nach Russland gegeben und zur allgemeinen Freude konnte dieser auf jeder von ihm genutzten Teststrecke schneller fahren als in der Zeit vor der BMW S 1000 RR. Die Erwartungen des Teamchefs sind klar. Ilya Mikhalchik peilt den dritten Titelgewinn an. «Vladimir soll es für ihn schwierig machen», so Daemen. «Die Meisterschaft an sich ist dieses Jahr stark, mit vielen starken Fahrern. Aber intern im Team kann es Vladimir für Ilya ganz schön schwierig machen. Er ist einer, der ihn unter Druck setzen kann.»

Daemen überlässt nichts dem Zufall und will seine Fahrer auch neben der Strecke gut versorgt wissen. Die Aktivitäten in Sachen Fahrrad und Laufen verfolgt er gerne mal per Tracking-App. «Das aktuelle Fahrerfeld in der IDM dürfte das stärkste seit Jahren sein», urteilt Daemen, selber früher in der IDM unterwegs. «Alle sind froh, dass Leute wie Jonas Folger, Florian Alt oder Bastien Mackels und noch viele andere wieder dabei sind. Wir wissen alle, dass das nicht einfach wird.» Vor allem erwartet sich Daemen einiges an Spannung durch das Reverse-Grid-Verfahren, d.h die umgekehrte Reihenfolge für den zweiten Lauf nach dem Zieleinlauf des ersten Rennens.

«Wenn die Meisterschaft sehr kurz wird», so Daemen, «ist es wichtig, dass du aggressiv fährst, aber eben auch, dass man auf zwei Rädern im Ziel landet. Das wird spannend, genau dafür machen wir ja auch Rennsport. Als Markus Reiterberger damals gegen Max Neukirchner fahren musste, war es auch sehr spannend. Ich bin ein Fan von Max, er ist einer der richtig Großen. Als ich damals Fahrer war und es wäre ein Jonas Folger gekommen, dann wäre es mein Ziel gewesen, gegen ihn zu gewinnen. Auch Ilya und Vladimir und auch alle anderen wollen Jonas schlagen. Das ist normal.»

Schwierig ist für Daemen derzeit noch, die dringend benötigten Testfahrten zu organisieren. Denn für den Ukrainer Mikhalchik und vor allem den Russen Leonov gelten aktuell noch durch Corona bedingte Reiseeinschränkungen. Ihr Heimatland zu verlassen ist möglich. «Doch eventuell müssen sie hinterher 14 Tage in Quarantäne», weiß Daemen, «das wäre nicht gut und wir müssen aufpassen.»

Eddie Mielke legt mit seiner Plauderstunde über seine Facebook-Seite in dieser Woche doppelt nach. Am Mittwoch um 19 Uhr geht es um die Testfahrten von Jonas Folger und am Donnerstag um 19 Uhr sind der IDM Supersport 600 Pilot Marc Buchner und der IDM Superbike Marc Moser dran.

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