Sepp Buchner: «ECU-Stecker war gebrochen»

Von Esther Babel
IDM Superbike
Bastien Mackels

Bastien Mackels

Die ehrgeizige Team Bayer Bikerbox-Crew um Techniker Sepp Buchner und dem Belgier Bastien Mackels haderte beim IDM-Meisterschaftsauftakt am vergangenen Sonntag in Assen mit den nötigen Rennglück.

Aufgrund starker Trainingsleistungen stiegen die Erwartungen für den ersten Renntag der mit gewaltiger Verspätung beginnenden IDM Superbike 2020. Mit dem vierten Startplatz hatten sich das Team Bayer - Bikerbox eine gute Ausgangsposition für die ersten Saisonläufe geschaffen. Im ersten Rennen vereitelte allerdings ein harmloser Ausrutscher das erhoffte Spitzenergebnis, während vor dem zweiten Heat ein offenbar wenig aufmerksamer Konkurrent das Rennen ruinierte, bevor es überhaupt gestartet wurde.

«Ich denke, wir sind sicher sehr gut vorbereitet nach Assen gegangen», meint Techniker Sepp Buchner. «Doch die Tatsache, dass wir ohne vorherigen richtigen Test die Meisterschaft beginnen mussten, hat uns ein wenig auf dem falschen Fuß erwischt. An einem Rennwochenende sind die Bedingungen einfach komplett anders. Ab dem ersten Training dreht sich alles nur noch um Rundenzeiten. Daher ist es wenig verwunderlich, wenn der Fahrer nicht lange fackelt, sondern gleich richtig zu pushen beginnt. Das ist eine andere Situation, die mit Testfahrten nicht zu vergleichen sind. Darüber hinaus ist auch das Fahrverhalten des Motorrads plötzlich anders. Von dem her hat uns Bastien wirklich gefordert. Doch wir konnten eine gute Fahrwerksabstimmung finden, mit der er sich wohl gefühlt hat. Nach dem vierten Startplatz haben wir uns für das erste Rennen einiges ausgerechnet. Leider hat Bastien im Kampf um das Podium einmal die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Das war sehr schade, weil somit ein starkes Ergebnis dahin war. Zum Glück hat sich Bastien nicht wehgetan.»

«Der geringe Schaden am Motorrad war bis zum zweiten Rennen schnell behoben», berichter Buchner. «Der zweite Lauf war aber aus unserer Sicht schon am Ende der Boxengasse gelaufen, weil ein anderer Fahrer dort offenbar einen Startversuch machen wollte und dabei von den Marshalls auf die gegenüberliegende Seite verwiesen wurde. Dort wollte allerdings Bastien an ihm vorbeifahren. Der Zusammenstoß war daher unvermeidlich. Leider ist an unserem Motorrad der ECU-Stecker gebrochen, weshalb sich der Motor nicht mehr starten ließ. Die Reparatur hat zu lange gedauert, um es rechtzeitig auf die Startaufstellung zu schaffen. Das war ein sehr unglücklicher Grund, warum wir vom ersten Rennwochenende mit leeren Händen abreisen mussten. Den Einstand in die neue Saison hatten wir uns ganz anders vorgestellt, die Enttäuschung war riesengroß. Aber unsere Trainingsleistungen geben Zuversicht. Wir haben gezeigt, dass wir ganz vorne mitmischen können. Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis wir den Lohn unserer harten Arbeiten bekommen werden.»

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