Florian Alt: Andere Geometrie - mehr Bremsstabilität

Von Esther Babel
IDM Superbike

Sechs Rennen und fünf Pokale kann Florian Alt vom Team Wilbers-BMW aus der IDM Superbike 2020 mit nach Hause nehmen. In Hockenheim kommt keiner mehr dazu. Denn da ist er stattdessen in Estoril.

Was war los beim Start, fragte IDM-Moderator Thommi Deitenbach, nachdem Florian Alt als Dritter hinter Seriensieger Jonas Folger und Titelverteidiger Ilya Mikhalchik beim IDM-Lauf Nummer 5 auf dem Lausitzring durchs Ziel gefahren war. Mit seiner Wilbers-BMW war er von Startplatz 3 losgesprintet, konnte den Platz aber nur suboptimal nutzen. «Die ersten Meter kam ich gut weg», sprudelte es aus Alt heraus. «Dann kam Leonov und noch eine anderer, der hat mich am Ellbogen berührt und fast meinen Lenkerstummel. Dann hab ich kurz das Gas zugemacht und war relativ schnell Sechster.»

Einfach war der Marsch in Richtung Podium nicht. Denn hinter der Spitze mit Folger und Mikhalchik wurden im Kampf um die Pokale mit harten Bandagen gekämpft. «Die ersten Drei haben Alle unterschiedliche Reifen benutzt», klärt er auf. «Wir hatten uns für den weichsten entschieden. Das war wohl die schlechteste Wahl.» Wenig Grip am Hinterrad war die Konsequenz. Dazu kam am Ende laut Alt noch ein kleines Problem mit dem Gasgriff.

«Aber ansonsten hat sich das Team wunderbar rangearbeitet», meint Alt mit Blick auf die Konkurrenz vor ihm. «Wir sind deutlich schneller als letztes Jahr. Wo ich dann Dritter war und die Pace hatte, ging’s. Schmitter ist nicht so leicht zu überholen, Leonov auch nicht und Nigon hat einen kleinen Fehler gemacht. Dann konnte ich zum Glück dem Vorsprung rausfahren, denn die letzten 5, 6 Runden war der weiche Hinterreifen komplett hin.»

Mit einem weiteren dritten Rang schloss Alt seinen Lausitz-Ausflug ab. Der Start gelang um einiges besser als noch am Vormittag und der Rückstand auf den zweitplatzierten BMW-Kollegen Mikhalchik wurde kleiner und kleiner. Bis dieser aufwachte und ebenfalls nochmals nachlegte. Alt war mit einer veränderten Geometrie an der Wilbers-BMW ausgerückt, die sich positiv bemerkbar machte. «Ich hatte mehr Bremsstabilität», erklärte Alt. «Das hat extrem geholfen, riesen Kompliment ans Team. Als ich Ilya gesehen habe, habe ich gepusht wie Sau. Am Ende wohl ein bisschen zuviel.»

«Wir haben unser Potenzial gezeigt», war sich Alt sicher. «Die Abstände waren viel geringer im zweiten Rennen. Aber echt Kompliment ans Team, es waren schwierige Bedingungen und sie haben es gut gemacht.» Beim Finale in Hockenheim wird Alt nicht dabei sein, stattdessen steht er beim Finale der Langstrecken-WM in Portugal am Start. Gegen ein Wiedersehen bei der IDM 2021 hätte er allerdings nichts einzuwenden.

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