IDM News: Neukirchner, Akkord und fehlender Finger

Von Esther Babel
IDM

Der nächste IDM-Lauf steht für kommenden Montag und Dienstag im Terminkalender. Dann treffen sich die Fahrer der Solo-Klassen, des NTC, des ProSTK- und des Twin-Cups auf dem Sachsenring.

Die Teams der IDM Sidecar sind erst übernächstes Wochenende auf dem Lausitzring dran. Alle anderen treffen sich Anfang der Woche auf der MotoGP-Strecke in Sachsen. Zuschauer sind auf Grund der Corona-Pandemie nicht gestattet. Die Rennen werden per Live-Stream übertragen. Bis dahin sind auch die Piloten, die sich die 24 Stunden von Le Mans um die Ohren geschlagen haben, wieder fit.

Neukirchner übernimmt Suzuki-Kommando

Verstärkung bei HPC-Power Suzuki. Teamchef Denis Hertrampf hat ab sofort Ex-Superbiker Max Neukirchner als Riding Coach und Teammanager engagiert. Der 37-Jährige wird sich auf dem Sachsenring, in der Lausitz und beim IDM-Finale in Hockenheim um die Teamorganisation kümmern, angefangen vom Essenszeitplan bis hin zu den Meetings. Dazu kümmert sich Neukirchner um die fahrerischen Angelegenheiten der Suzuki-Superbiker Daniel Kartheininger und Kevin Sieder sowie Nachwuchsmann Max Schmidt, der auf einer GSX-R 1000 im Pro Superstock Cup fährt. (Quelle: idm.de)

Mohr holt Pokal im DLC

Der Österreicher tauschte seinen Job bei der IDM Superbike am vergangenen Wochenende gegen ein Langstrecken-Rennen auf dem Nürburgring ein. Mit Erfolg. «Podium für das Racefoxx.com Endurance Team beim Deutschen Langstrecken-Cup», verkündet er. «Nachdem mir im ersten Stint der Sprit ausgegangen ist und ich mit Hilfe der Streckenposten Jörg und Kevin das Bike zehn Minuten lang an die Box geschoben habe, legten wir eine tolle Aufholjagd hin und fuhren in den letzten Runden auf Rang 3 vor. Danke an das ganze Team und speziell meinen Teamkollegen @mexville und @danijelperic_99 für die tolle Leistung.»

Eby ohne Finger unterwegs

Mitte Juli musste Tim Eby vom Team EGS-alpha-Van Zon-BMW nach einem Sturz auf dem Hockenheimring der kleine Finger an der linken Hand zur Hälfte amputiert werden. Am Sachsenring ist er wieder dabei: «Ich bin wirklich froh, dass ich mit meiner Hand schon wieder so gut fahren kann. Natürlich merke ich es schon noch, wenn ich den ganzen Tag gefahren bin. Dann lässt meine Kraft am Folgetag nach. Ich werde alles geben, dass ich für mich selbst in den Qualis und in den Rennen so weit vorkomme, wie es mir möglich ist. Meine Erwartungen sind nicht besonders hoch, weil ich nicht einschätzen kann, wie gut es mit meiner Hand geht. Aber ich freue mich sehr auf den nächsten Einsatz und die Arbeit mit dem Team und darauf, wieder Spaß am Fahren zu haben. Meine Erwartungen an die Rennen, die danach folgen, Lausitzring und Hockenheimring, sind hingegen höher. Dort kenne ich mich aus und konnte schon testen.»

Lenz sagt bei BMW-Trophy ab

Die BMW-Rnine-T-Racer, mit der Kai-Uwe Lenz aus Schmölln in diesem Jahr seine zweite Rennsaison im BMW-Motorrad-Boxer-Cup im Rahmen IDM in Angriff nehmen wollte, wird nicht zum Einsatz kommen. Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise soll dieser Cup nur beim IDM-Finale Ende September auf dem Hockenheimring ausgefahren werden. An diesem Termin hat der „Lenzer“ aber schon etwas anderes vor. Auf dem Lausitzring geht nämlich am gleichen Wochenende das Finale des European BMW-Boxercups vonstatten, in dem Kai-Uwe Lenz eine BMW-HP2-Sport pilotiert. (Quelle: Sportbuzzer)

Alt arbeitet Akkord in Le Mans

Florian Alt hatte am vergangenen Wochenende bei seinem Job Nummer 2 im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft gut zu tun. Denn die zweite Hälfte der angesetzten 24 Stunden waren die Herren nur noch zu zweit. Der Ex-Weltmeister Nico Tirol musste sich unterdessen unters Messer legen, während seine Teamkollegen Stunden schrubbten. «Platz 5 nach dem körperlich hefigsten Rennen meines Lebens», schildert Alt. «13 Stints und 1424 km einfach alleine. Wir schafften es, mit nur zwei Fahrern ein konstantes Top-Tempo zu halten und 12 Stunden Rennen zu fahren, nachdem Nico Terol wegen Blinddarm-Infektion aufhören musste. Gute Besserung! Tolles Rennen mit VRD Igol Pierret Expériences und Florian Marino. Wir wollen mehr.» Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es am kommenden Montag und Dienstag weiter im Programm. Dann wieder mit dem Team Wilbers in der IDM Superbike auf dem Sachsenring.

Kerschbaumer kommt als Sieger zur IDM

Da musste selbst der sonst so zurückhaltende Stefan Kerschbaumer mal ordentlich abfeiern. Im 24 Stunden Rennen von Le Mans holte der IDM Superbike-Pilot mit seinen Mitstreitern Lucy Glöckner und Toni Finsterbusch den Sieg in der Stock-Wertung.
«Spaß beim Fahren ist etwas anderes, als bei diesen Bedingungen», erklärte er, nachdem er sich die nassen Klamotten ausgezogen hatte. «Aber wir haben es geschafft und gewonnen. Es ist alles problemlos gelaufen, wir hatten auch etwas Glück auf unserer Seite - zum Beispiel, dass ein Wechsel auf Regenreifen genau dann kam, als ich sowieso an die Box musste. So etwas kann man in hundert Anläufen nicht planen. Es ist absolut genial, dass wir dieses Rennen gewinnen konnten und ich freue mich mit dem gesamten Team. Wieder Zuhause nach einer tollen Woche und einem sehr schweren Rennen aber wir haben es geschafft. SIEG bei den 24h Le Mans.»

STK-600-Sieger kann auch 1000er

Der 13.Platz war bei den 24 Stunden von Le Mans für das Team Motorbox Kremer um einiges mehr als das, was man sich vorher in den kühnsten Träumen ausgerechnet hatte. Mit dabei auch Stefan Ströhlein, der im Vorjahr den Gesamtsieg in der IDM Superstock 600 geholt hatte. Auf einen IDM Einsatz kommenden Montag und Dienstag mit anschließender Weiterreise an den Lausitzring muss er selbstständige Zweiradmechanikermeister allerdings verzichten.

«Für mich war es natürlich ein riesiges Highlight, in Le Mans dabei sein zu können», erklärt Ströhlein. «Die größte Umstellung war für mich ein weiteres Mal, das Superbike zu fahren und in Kombination mit den Michelin Reifen war es absolut kein einfaches Ding, dafür ein gutes Feeling zu finden. Das war echt schwer. Aber es wurde dann zum Glück Stück für Stück besser und auch im Rennen kam das Feeling immer mehr, um konstant schnell zu fahren. Das Ergebnis war unglaublich, ich habe die 24 Stunden auch echt durchgehalten, was sicher nicht selbstverständlich ist, vor allem, wenn man dies zum ersten Mal macht. Aber ich konnte über die komplette Distanz meine Leistung gut und sicher abrufen. Dass dann am Ende der 13. Platz herauskam, ist für das Team und auch für mich ein absolutes Highlight und war so sicher nicht zu erwarten. Aber so ist halt der Langstreckensport. Das finde ich gut.»

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