Jonas Folger (Yamaha): «Hart verdiente Pole-Position»

Von Esther Babel
IDM Superbike

Für den IDM-Superbike-Piloten vom Team Bonovo action by MGM Racing war der Lausitzring Neuland. Doch Jonas Folger sicherte sich am Ende erneut die Pole-Position vor Ilya Mikhalchik und Florian Alt.

Der 27-jährige Yamaha-Pilot und seine Mannschaft um Michael Galinski haben an den Trainingstagen bei der dritten Station der kurzen IDM-Saison eine Meisterleistung abgeliefert. Ohne vorherige Streckenkenntnisse war Jonas Folger erneut in jeder Session der Mann, den es zu schlagen galt. Spätestens in den samstägigen Qualifyings war er auf der 4,25 km langen Strecke in Schwung gekommen und liess daher keine Zweifel über seine Absichten aufkommen, die dritte Pole-Position in Folge holen zu wollen. Im zweiten Training unterbot er seine eigene Bestzeit vom Vormittag und schnappte sich den ersten Startplatz mit einer 1:38.083.

«Ich bin super happy», war dann auch der logische Kommentar des IDM-Leaders. »Diese Pole-Position haben wir uns hart erarbeitet. Wie vorherzusehen war, war es kein Kinderspiel, sich auf diese Strecke einzuschießen. Ausserdem sind im ersten Qualifying technische Probleme dazugekommen. Obwohl wir deswegen viel Zeit verloren haben, hat es am Ende doch noch für die Bestzeit gereicht. In QP2 standen wir plötzlich vor einer strategischen Entscheidung, ob wir einen neuen Vorderreifen oder einen neuen Hinterreifen reinstecken sollen. Wegen des limitierten Reifenkontingents kam es zu dieser blöden Situation. Letztendlich haben wir uns für den neuen Hinterreifen entschieden. Ehrlich gesagt, hatte ich kein gutes Gefühl dabei, weil der Vorderreifen schon knapp zwanzig Runden draufhatte.»

«Im Endeffekt hat es aber einigermaßen gut funktioniert und ich war sogar ein wenig über meine Rundenzeit erstaunt», verrät der Bayer. «Die 1:38.0 hat mir nochmal einen Schub gegeben und zum Schluss wollte ich natürlich in die 1´37 fahren. Leider hat es dazu nicht mehr gereicht, weil ich in der letzten Runde etwas Verkehr auf der Strecke hatte. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem, was wir heute erreicht haben, sehr zufrieden. Ich habe einen guten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Das ist für das Vertrauen der gesamten Mannschaft sehr wichtig. Nach diesem turbulenten Tag müssen wir aber noch ein wenig an unserer Pace für die Rennen arbeiten. Hoffentlich gelingen die Starts wieder so gut wie beim letzten Mal, sodass ich mich gleich ein wenig absetzen und ein sauberes Rennen fahren kann.»

«Obwohl diese Strecke anfänglich eine große Herausforderung für mich war, sind wir den Umständen entsprechend gut in das Wochenende gestartet», beschreibt Folger seinen Arbeitstag. «Der Zustand der Strecke ist allerdings sehr schlecht. Ich denke, es ist nicht vermessen, wenn wir hier von einer Buckelpiste sprechen. Der Belag hat die besten Jahre längst hinter sich. Das ist für einen Streckenneuling für mich natürlich ein Alptraum, sowie wir uns auch wegen der vielen Unebenheiten unglaublich schwergetan haben, die Elektronik abzustimmen. Die Streckenverhältnisse sind aber für alle gleich und daher ein großes Lob an meine Crew für ihren Einsatz. Nach anfänglich geringem Vorsprung haben wir aber heute wieder zurückgefunden und mit ein wenig mehr Risiko unsere Position an der Spitze wieder gefestigt. Ich freue mich nun auf die Rennen am Sonntag, die in jeder Hinsicht eine Herausforderung werden. Aber dafür sind wir hier, um uns den Anforderungen des Rennsports zu stellen.»

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