IDM Superbike: Stimmen nach dem Finale Hockenheim

Von Esther Babel
IDM Superbike
Start ins Superbike-Rennen

Start ins Superbike-Rennen

Am vergangenen Wochenende fand auf dem Hockenheimring das letzte Rennen der IDM Superbike statt. Mit Jonas Folger war der Meister gefunden, Ilya Mikhalchik und Dominic Schmitter auf den Plätzen 2 und 3.

Beim Finale auf dem Hockenheimring durften erstmals in dieser verkürzten Saison wieder Zuschauer dabei sein, 2.500 pro Tag. Am Samstag war das Wetter wenig einladend und auch am Sonntag war es eher frisch. Die Fahrer haben zumindest in Sachen IDM sechs Wochen nach dem Start der Saison schon wieder Pause. Das nächste Rennen der IDM ist für April 2021 geplant, abhängig von der Entwicklung in Sachen Corona-Pandemie.

Ilya Mikhalchik – EGS-alpha-Van Zon-BMW

«2020 war nicht ganz einfach für alle. Ich bin glücklich, diese Saison auf dem zweiten Platz in der Meisterschaft und auf den Plätzen 2 und 3 in den letzten Rennen der Saison mit einem guten Kampf unter kniffligen Wetterbedingungen zu beenden. Lasst uns eine kleine Pause einlegen und uns auf die nächste Saison vorbereiten. Danke an alle für eure Unterstützung. Bis nächstes Jahr.»

Valentin Debise – Kawasaki Weber Motos

«Insgesamt war das ein richtig tolles Wochenende für mich. Ich wollte schon lange in Deutschland und in der IDM fahren und als sich jetzt diese Chance aufgetan hatte, habe ich natürlich sofort 'Ja!' gesagt. Ich danke Kawasaki Weber Motos und Kawasaki Deutschland für diese Chance, endlich zum ersten Mal in der IDM zu fahren. Wir hatten hier einen ganzen Tag mit regnerischen Bedingungen zu kämpfen, wo wir das Motorrad nicht wirklich abstimmen konnten. Das erste Rennen am Sonntag war aber sehr gut, da bin ich zwar von Platz 15 aus losgefahren, am Ende aber als Dritter auf das Podest gekommen. Ich habe dort die richtige Reifenwahl getroffen. Im zweiten Rennen habe ich dann Pech gehabt - in der ersten Kurve wurde ich von der Strecke gerempelt und in Turn 3 ist vor mir jemand gestürzt, ich konnte nicht ganz ausweichen, es gab Kontakt und ich musste ins Kiesbett. Dann war ich allerletzter im Rennen und ich brauchte lange, um mich wieder nach vorn zu kämpfen und mehr als Platz 7 war nicht mehr drin. Wenn mir aber einer vor dem Wochenende gesagt hätte, dass ich mit einem dritten und einem siebten Platz abreisen würde, hätte ich das sofort genommen. Danke an das gesamte Weber Motos Kawasaki Team. Es hat mir richtig Spaß gemacht.»

Toni Finsterbusch – GERT56

«Unser einziger Start dieses Jahr in der IDM endet mit Platz 6 und DNF. Im ersten Rennen wäre Platz 3 und damit ein Podium möglich gewesen. Allerdings konnte ich die letzten drei Runden nicht mehr schalten und musste das Rennen im vierten Gang heimfahren. Im zweiten Rennen von Startplatz 3 zum Holeshot in Kurve 1. Leider konnte ich die Position nicht lange halten und musste das Rennen nach fünf Runden vorzeitig beenden.
Trotzdem ein Dank an mein Team GERT56 für die tolle Arbeit und ich denke, ihr erster IDM Superbike Einsatz kann sich sehen lassen. Wir waren bei allen Bedingungen schnell und wissen, wo der Weg lang geht.»

Stefan Kerschbaumer – BCC Heilbronn

«Ich hatte einen wirklich guten Renntag in Hockenheim, Rennen 1: P8 und Rennen 2: P5. Vielen Dank für eine schöne IDM Saison 2020 mit einem sehr guten Fortschritt über das Jahr hinweg.»

Pepijn Bijsterbosch - Team Motorsportschool Circuit Events

«Die Saison 2020 ist vorbei. Es war eine seltsame und kurze Saison. Leider hat das Gefühl mit dem neuen Motorrad nicht so geklappt wie erhofft. Aber wir freuen uns auf eine neue Saison. Ich möchte mich bei meinen treuen Sponsoren und allen aus dem Team bedanken, welche die letzte Saison möglich gemacht haben.»

Marco Fetz – Suzuki Laux

«Am Sonntag fanden leider schon wieder die letzten zwei Rennen der IDM statt. In der Gesamtwertung konnte ich mir den 18. Platz mit 11 Punkten sichern. Mit dem Ergebnis an diesem Wochenende bin ich zufrieden und blicke nun schon motiviert auf das Jahr 2021, welches hoffentlich wieder normal verlaufen kann. Ich danke meinem Team Laux Suzuki für die gute Arbeit an diesem Wochenende sowie schon die ganze Saison über. Ein großes Dankeschön geht an meine Sponsoren, Unterstützer und Helfer. Ohne euch wäre das alles nicht möglich. DANKE. Danke auch an meine Familie für die Unterstützung. So schnell ist meine erste IDM Superbike 1000 Saison schon wieder vorbei. Ich konnte so viel Neues dazulernen und freu mich schon jetzt wieder aufs Fahren.»

Julian Puffe - HRP

«Eine schwere Saison 2020 ging für mich zu Ende. 2 x Platz 12 ist die magere Ausbeute der beiden Rennen. Wir haben alles versucht, konnten aber nicht den gewollten Durchbruch schaffen. Die Ergebnisse sind weit entfernt von dem, was wir leisten können. Wir kennen all unsere Schwachpunkte und müssen weiter daran arbeiten. Vier Rennen in nur 1,5 Monaten haben uns bei der Entwicklung absolut nicht in die Karten gespielt. Aber wir geben nicht auf und kommen gestärkt wieder. Vielen Dank an mein Team HRP Honda für die unermüdliche Arbeit und allen Sponsoren und Helfern für die Unterstützung.»

Alex Polita – HRP

«Zuerst sind wir Menschen, die sich in ein Projekt verliebt haben, und dann erst sind wir Profisportler. Wir haben Koffer voller Träume, die von stundenlangen Opfern angeheizt werden, wir sind für unsere Handlungen verantwortlich, und oft müssen wir bereit sein, die Auswirkungen eines ‚Misserfolgs‘ zu verkraften. Wir sind ein Team, jeder ist ein Hauptdarsteller und niemand ist ein Zuschauer. Wir sind eine Familie, die bereit ist, in Situationen großer Spannung Worte des Trostes zu finden. Es ist ein beschwerlicher Weg, man kann zögern und oft Fehler machen, aber man kann nicht aufgeben. Heute habe ich nur ein einfaches Wort zu sagen: DANKE. Es war eine harte Saison für uns. Die Arbeit hört nicht auf, morgen ist bereits die nächste Saison, die nächste Herausforderung.»

Philipp Gengelbach - Gengelbach Motorsport HSR Racing

«Nach meiner Verletzung bin ich froh, wieder auf meinem Motorrad gesessen zu haben und zeigen zu können, dass wir Ergebnisse einfahren können. Das hat am Freitag schon gut angefangen. Samstags hatten wir zwei Stürze. In Hockenheim, bei diesem Wetter und im Quali kann das passieren. Von Platz 13 am Sonntag habe ich im ersten Rennen leider auf halb einen Fehler gemacht. Im zweiten Rennen lief es normal. So stehen Platz 19 und Platz 15 am Schluss. Das war ein guter Abschluss für diese komische Saison und ich bin dankbar für die Chance, unseren Partnern und Sponsoren nochmal einen Präsentationsmöglichkeiten geboten zu haben.»

David Datzer

«Also nach sechs Jahren IDM Abstinenz und jetzt fünf Jahre ohne Rennstrecke dafür nur Roadracing, war der Plan, fahren und Spaß haben und das Motorrad weiter kennenlernen. In Hockenheim hieß es: von BMW auf Kawasaki. Von Metzeler Standard Slicks auf IDM Pirellis und vom Roadracing Set-Up auf Rundstrecke. In den Freien Trainings hatten wir Probleme mit der Ölpumpe und ein abgebrochenes Schaltgestänge nach 3 Runden. FP2 dann der erste Test mit Pirelli für zehn Runden. Motorrad lief perfekt. Qualifying 1 auf den für mich neuen Diabolo Rain, P20 war ganz ok. Qualifying 2 im Nassen mit P14 beendet - mehr als überragend für uns.
Rennen 1 vom Start weg auf P8-P9 bis in die erste Kurve, leider ging ich auf der nassen Spur etwas weit und hatte einen Highsider, den ich gerade noch fangen konnte...Letzter in der zweiten Kurve, mit Abstand. Im Laufe des Rennens konnte ich Tim Eby und Björn Stuppi noch überholen, auch Marc Neumann, der einen technischen Defekt hatte, fuhr mit uns noch mit. Aber dann war schon Ende und Rennen versaut, glaub P20.
Rennen 2 guter Start, P13, und in Runde 2 fiel der Schaltautomat (Blipper) aus und ich konnte nicht mehr schalten. Durchgereicht bis P23. Drei Runden vor Schluss ging der Blipper wieder und ich kam auf Zeiten, leider war das Rennen dann vorbei.
Am Rennwochenende wieder einiges gelernt, richtig Spaß im Regen gehabt, sowie keinen einzigen Sturz verbuchen müssen. Es war ein geiles Erlebnis mit P14 im Qualifying unter den Besten IDM-Racern mitfahren zu dürfen. Die Rennergebnisse standen nicht im Vordergrund, da der Fahrstil von der Straße auf die Rennstrecke komplett anders ist. Das Adaptieren war etwas mühsam dadurch. Aber ich freue mich jetzt wieder aufs Roadracing, besonders auf die Isle of Man TT.»

Björn Stuppi – Buchner Motorsport

«Stark wechselnde Wetterbedingungen machten es nicht einfach. Platz 25 und ein Sturz im ersten Quali brachten nicht unbedingt mehr Vertrauen zum Bike, welches bis dahin das komplette Wochenende noch fehlte. Q2: Ein echter Gamble. Die ersten Minuten noch eine fast komplett trockene Ideallinie, fing es nach knapp fünf Minuten wieder zu regnen an. Genau die Zeit, die wir gebraucht haben, um von Regenreifen auf Slicks zu wechseln. Maschine gerade aus der Box geschoben, so konnte sie direkt wieder reingeschoben werden. Am Ende alles andere als ein erfolgreicher Tag, Platz 25 für die Rennen.
Nach dem Start ins erste Rennen leider eine Katastrophe. Ich bin leider überhaupt nicht in den Rhythmus gekommen und musste erst wieder den Sturz vom Quali rausfahren. Entsprechend besch… das Ergebnis. In Rennen 2 konnte ich mich vom Sturz freifahren. Leider musste ich in der ersten Kurve im Startgetümmel einen großen Bogen Richtung Notausgang fahren und verlor dadurch anfangs den Anschluss. Konnte den zwar wieder zufahren, allerdings habe ich hier wohl den Reifen etwas zu arg rangenommen und er ging ein. Ein weiteres technisches Problem zwang mich dann leider zum vorzeitigen Saisonende in der Box. Wir konnten wenigstens im zweiten Rennen einen weiteren wichtigen Schritt in Sachen Set-up finden, was mich für 2021 positiver stimmt, nachdem diese Saison alles andere als eine gute Saison für uns gewesen ist.»

Tim Eby – EGS-alpha-Van Zon-BMW

«Es war kein einfaches Wochenende für mich. Ich hatte ziemliche Probleme mit meinem Arm, durch den Unfall beim Test hier auf dem Hockenheimring in der Vorsaison. Die ganze Saison war durch den Sturz sehr schwierig für mich. Es ist halt blöd die Saison mit einem Handicap zu beginnen. Abgesehen davon, hatte ich einigermaßen wenige Probleme und von Rennen zu Rennen hat sich alles besser angefühlt. Hier hat mir dann das Wetter die Probleme bereitet. Das zweite Rennen lief bedeutend besser als das erste heute Morgen. Ich habe mich steigern können und hatte wieder mehr Spaß beim Fahren, was mir auch das Vertrauen wiedergebracht hat. Ich werde mich im Winter wieder gut auf die nächste Saison vorbereiten und hoffe auf weitere Steigerungen im nächsten Jahr. Diese Saison habe ich wirklich viel gelernt und bin überall mindestens eine Sekunde schneller gefahren als im letzten Jahr. Das ist für mich persönlich sehr wichtig. Ich hoffe, der Trend setzt sich nächste Saison fort.»

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