Julian Puffe (BMW): Wiedersehen 2022 geplant

Von Esther Babel
Julian Puffe

Julian Puffe

Mit dem Team GERT56 stieg der Schleizer noch kurz vor dem Start 2021 in die IDM-Saison ein, nachdem seine Kollegin Lucy Glöckner passen musste. Er bescherte dem Team um Karsten Wolf erneut Führungskilometer.

Von Schleiz nach Le Castellet führte Julian Puffes Reise Mitte September. Nach den 24-Stunden der Langstrecken-WM ging es weiter zum IDM-Finale nach Hockenheim, bevor es wieder heim nach Thüringen ging. Über die letzten beiden Läufe berichtet Puffe in seinen eigenen Worten:

«Ein Jahr geht vorbei wie im Flug. Am vergangenen Wochenende fand das Finale der Saison 2021 auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg statt. Eine fahrerisch sehr anspruchsvolle Strecke, die aufgrund der vielen Automobil-Veranstaltungen wenig Grip für Motorräder bietet. Wir kannten die Strecke bereits von Testfahrten zu Beginn des Jahres. Schon damals war es schwierig für mich, einen Rhythmus und ein gutes Gefühl aufzubauen.

Die freien Trainings am Freitag begannen auch eher schleppend. Nach zwei freien Trainings fand ich mich auf dem 16. Platz wieder. Das veranlasste uns, die BMW noch einmal komplett umzubauen und neu abzustimmen. Das brachte uns einen großen Schritt nach vorn und wir konnten den Freitag mit einem guten Gefühl beenden. Als es am Samstag in den beiden Zeittrainings um die Startpositionen ging, konnte ich meine Bestzeit vom Freitag zwar noch einmal um eine halbe Sekunde steigern, trotzdem reichte es nur für den elften Startplatz. Das gesamte Feld war wie immer sehr eng beisammen, aber wir waren uns bewusst, dass wir in den Rennen viel Arbeit vor uns haben würden.

Der Renntag sollte zum Abschluss noch einmal ein richtig spannender werden. Der Start ins erste Rennen gelang mir gut und ich konnte mich auf Platz 9 nach vorn kämpfen. In Runde 5 verlor ein Fahrer vor mir Kühlwasser und ich rutschte zusammen mit sechs weiteren Fahrern darauf aus. Nach dem Massencrash wurde das Rennen abgebrochen und später neu gestartet. Mein Team GERT56 machte die M1000 RR in wenig Minuten wieder startklar und ich war beim Neustart wieder dabei. Ich erwischte im auf zehn Runden gekürzten Rennen einen klasse Start und konnte mich im Verlauf des Rennens auf Platz 7 nach vorn kämpfen. Da vor mir zwei Gaststarter waren, bekam ich die Punkte für Platz 5.

Rennen 2 sollte nicht weniger chaotisch werden. Schon in der ersten Rennrunde begann es leicht zu regnen. Das war meine Zeit. Ich kämpfte in der Führungsgruppe und konnte zwischendurch erneut Führungskilometer sammeln. Nach vielen Zweikämpfen an der Spitze kreuzte ich auf Platz 6 die Ziellinie und war damit sehr zufrieden. Ein versöhnlicher Abschluss mit einer Strecke, die mir in den letzten Jahren oft Probleme bereitet hat.

Somit geht eine spannende IDM-Saison mit vielen Höhepunkten zu Ende. Platz 8 in der IDM Gesamtwertung bei einem Fahrerfeld, was es in dieser Dichte und Stärke noch nie gab. Vielen Dank an mein Team GERT56 für das Vertrauen und die super Arbeit. Noch zu Beginn der Saison waren ein paar IDM-Wildcard-Einsätze geplant und daraus wurde eine komplette Saison, in der wir viel gelernt haben und auch schon das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnten. Vielen Dank auch an alle meine Sponsoren und Unterstützer, ohne euch wäre das alles nicht möglich.

Wir sehen uns in der Saison 2022.»

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