IDM Most: «Volle Marie» von Reiterberger erfolgreich

Von Esther Babel
Es dauerte länger, bis sich Markus Reiterberger an die Spitze vorgearbeitet hatte. Doch dann gab es für den Bayer kein Halten mehr, Sieg Nummer 2 war fällig. Platz 2 wurde die Beute von Finsterbusch. Platz 3 für Haslam.

Für die Piloten der IDM Superbike ging es am Nachmittag bei gepflegten 30 Grad in der umgekehrten Reihenfolge los. Damit schaffte es der WM-Gast und ehemalige Vize-Weltmeister Leon Haslam nach Platz 4 im ersten Rennen bei seinem IDM-Premierenwochenende gleich den Sprung auf die Pole-Position. Noch in Reihe 1: Der Sachse Toni Finsterbusch und der Vorarlberger Jan Mohr. Reihe 2 gehörte Vladimir Leonov, Julian Puffe und Ricardo Brink. Die Podestkandidaten aus Rennen 1 nahmen mit Leandro Mercado, Florian Alt und Markus Reiterberger das Rennen aus der dritten Reihe aus in Angriff.

«Volle Marie von Anfang bis Ende», verriet Reiterberger seine Taktik für das zweiten Rennen. Haslam hatte sich auf der Pole-Position für die weichste Pirelli-Mischung entschieden. Damit ballerte der Brite auch gleich als Erster durch die Schikane und beendete auch die erste Runde als Führender. Auf Platz 2 tauchte Leonov auf, knapp vor Puffe, Finsterbusch und Reiterberger. Mehr Mühe hatten in der Anfangsphase Leandro Mercado und Florian Alt auf den Plätzen 7 und 8. Schlecht erwischt hatte es Mohr, der auf Platz 9 zurückgefallen war.

Finsterbusch drängelte sich an seinem Teamkollege Puffe vorbei und setzte den führenden Haslam unter Druck. Direkt hinter Puffe düste schon Reiterberger heran. In Runde 4 bremste Finsterbusch an der Schikane an Haslam vorbei und setzte sich auf Platz 1. Sturz dagegen von Mercado mit der Holzhauer-Honda. Reiterberger fackelte nicht lange und mit einem Überholmanöver bei Puffe war der Bayer Dritter. Come Geenen dagegen beendete sein Rennen in der Box.

In der fünften Runde knöpfte sich Reiterberger Haslam vor und schnappte sich den Kawasaki-Piloten. Damit war Reiterberger in Schlagdistanz zum führenden Finsterbusch, der alllerdings keine Anstalten machte, sich kampflos zu ergeben. Kurz vor Halbzeit setzte Reiterberger dann sein Manöver und war damit zurück an der Spitze. Haslam folgte auf Rang 3 mit einem kleinen Sicherheitsabstand. Sturz dagegen für Leon Langstädtler.

Reiterberger verschaffte sich ein klein wenig Luft auf die Verfolger, doch Finsterbusch hatte sich mit niedrigen 1:34er-min.-Runden am Hinterrad des BMW-Kollegen festgebissen. Zu schnell für Haslam, der stattdessen seinen dritten Platz absicherte. Ricardo Brink schied mit einem Sturz aus und Leonov bekam scheinbar Probleme mit seiner Hertrampf-Yamaha und verlor mächtig an Metern. In der elften Runde hatte es Alt endlich am Niederländer Rob Hartog vorbeigeschafft, der damit direkt vor Puffe landete. In der Box landete dagegen Paul Fröde, Jeroen Hilster und Björn Stuppi, an dessen Kiefer-BMW Rauch aufgestiegen waren.

Bei Reiterberger waren persönliche Bestzeiten nötig, um Finsterbusch für den Schlussspurt von seinem Hinterrad abzuschütteln. Finsterbusch hatte vor den letzten Runden sein Pulver verschossen und konnte ungefährdet dem zweiten Platz entgegenfahren. Haslam kontrollierte den Abstand zu seinem Verfolger Alt. Leonov musste nach Flaggenzeichen der Rennleitung wegen technischer Probleme das Rennen aufgeben.

Nach einer souveränen Vorstellung holte sich Reiterberger den zweiten Sieg des Tages. Zweiter wurde Toni Finsterbusch und Leon Haslam bescherte Kawasaki den dritten Rang.

IDM Superbike Most – Ergebnis Rennen 2

1. Markus Reiterberger
2. Toni Finsterbusch
3. Leon Haslam
4. Florian Alt
5. Jan Mohr
6. Julian Puffe
7. Rob Hartog
8. Philipp Steinmayr
9. Daniel Kartheininger
10. Marc-Reiner Schmidt
11. Kamil Krzemien
12. Nico Thöni
13. Pepijn Bijsterbosch
14. Gabriel Noderer
15. Max Schmidt
16. Leandro Mercado
17. Daniel Rubin

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