Marco Fetz: Neuer Mark-Nagel im Oberschenkel

Von Esther Babel
Dieses Jahr wird es für den Nachwuchspiloten aus dem Team Wilbers Racing BMW nichts mehr mit Rennen fahren. Stattdessen musste er ein Jahr nach dem Assen-Crash nochmals operiert werden.

Bevor IDM Superbike-Pilot Marco Fetz dieser Tage nochmals unters Messer musste, machte er sich Ende Juli nochmals ein schönes Wochenende mit seinem Team Wilbers Racing BMW und besuchte das IDM-Rennen in Schleiz. «Es war super, die ganze Truppe nach Oschersleben wieder zu sehen», berichtet Fetz von seinem Kurz-Trip. «Mit zwei Mal Platz 2 von Florian Alt ein durchaus erfolgreiches Wochenende fürs Team. Ein großes Danke an alle freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer vor Ort, denn ohne euch wäre ein solches Event undenkbar. Klasse zu sehen, wie dort der Rennsport gelebt wird. Mein großes Ziel ist es, nächstes Jahr wieder mit von der Partie zu sein, denn ohne geht einfach nicht. Auf diesem Weg noch allen verletzten Fahrern nur das Beste und eine schnelle Genesung.»

Fetz selber hatte es vor einem Jahr beim IDM-Lauf in Assen übel erwischt, als er unverschuldet in der Anfangsphase des Superbike-Rennens in einen Sturz verwickelt wurde und sich eine Oberschenkel-Verletzung zuzog, die einen Einsatz in der IDM Superbike 2022 unmöglich machte und ihm bis heute Ärger bereitet. «Da mein Heilungsprozess leider nicht wie geplant verlief», berichtet er nun, «musste ich mich leider einer erneuten Operation unterziehen. Hierzu entschieden wir uns, in die BG Unfallklinik nach Murnau zu gehen. Dank Herr Dr. von Rüden und dem super Team konnte ich bereits am Mittwoch vergangene Woche erneut operiert werden. Es lief alles so weit nach Plan, ich bin auf dem Weg der Besserung und wieder zuhause.»

«Unglaublich, dass der Unfall fast genau ein Jahr her ist, jetzt wo die IDM am kommenden Wochenende wieder in Assen ist», erklärt er kurz vor dem drittletzten IDM-Wochenende der Saison. «Ich habe in dem Jahr versucht, wieder völlig gesund zu werden, was auch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gut funktioniert hat. Ansonsten habe ich viel Zeit mit Familie und Freunden verbracht, was in den letzten Jahren teilweise bisschen zu kurz gekommen war.»

Dass er nochmals am Oberschenkel operiert werden musste, wusste Fetz bereits seit Mai dieses Jahres. «Bei der OP wurde mir ein neuer, größerer Marknagel in den Oberschenkel gesetzt», beschreibt er. «Der alte Marknagel kam damals in Groningen über das Knie rein und glücklicherweise konnte er während der OP in Murnau über die Hüfte entfernt werden. Seit Samstag bin ich wieder Zuhause und soweit verlief alles nach Plan. Wichtig ist jetzt, dass mein Knochen vollständig und richtig zusammenwächst. Deshalb werde ich dieses Jahr bei keinem IDM Rennen mehr starten.»

«Für nächstes Jahr steht mein Plan eigentlich so weit», zeigt er sich dennoch zuversichtlich. «Wenn ich wieder fit bin, will ich natürlich mit dem Wilbers BMW Racing Team wieder angreifen. Auch hier nochmal ein großes Dankeschön ans Team, dass sie so sehr hinter mir stehen. Bedanken möchte ich mich auch noch bei allen Sponsoren und Unterstützern, die trotz der erneuten OP ebenfalls immer noch hinter mir stehen.»

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