Marc Buchner: «SSP-WM-Budget wäre ein Brocken»

Von Esther Babel
IDM Supersport 600

Noch fährt der Yamaha-Pilot vom Team Buchner Motorsport in der IDM Supersport 600. Doch Vizemeister Marc Buchner schaut auch in Richtung WM. Wildcard-Pläne werden Opfer der Corona-Pandemie.

Der Vizemeister der IDM Supersport 2019 hat ein paar kernige Wochen hinter sich. Denn vor allem zu Beginn der Corona-Krise mussten er und seine Kollegen im elterlichen Supermarkt ordentlich ranklotzen, Toilettenpapier-Krise inklusive. Inzwischen ist alles soweit überstanden und Marc Buchner kann sich unter anderem mit Moto-Cross wieder seiner Motorrad-Leidenschaft widmen. In der vergangenen Woche war er einer der letzten Gäste im Live-Stream-Interview, zu sehen auf der Facebook-Seite von IDM-Kommentator Eddie Mielke. Als Instruktor war Buchner bereits wieder auf einer Rennstrecke unterwegs, seine Yamaha R6 vom Team Buchner Motorsport konnte er schon vor drei Wochen am Sachsenring ausführen.

«Vor einer Woche hatten wir noch zwei Testtage in Hockenheim», zählt er weiter auf. «Und Ende dieser Woche geht es schon weiter.» Buchner gehört als Zweiter der Vorjahresmeisterschaft sicherlich zum engeren Favoritenkreis für die anstehende Saison. Drei Rennen á zwei Läufe müssten es werden, um einen neuen Meister als Nachfolger von Max Enderlein küren zu können. «Langsam müsste es echt mal wieder losgehen», wünscht sich Buchner.

Das Wort IDM-Titel will Buchner als gekonnter Tiefstapler auch gegenüber Eddie Mielke nicht wirklich gerne in den Mund nehmen. «Es wird wie im letzten Jahr wichtig sein», so der Yamaha-Pilot, «konstant zu sein. Dass ich fleißig trainiere und auf die Ernährung achte und das alles brav abarbeite. Dann sollte einem guten Resultat Ende des Jahres nichts mehr im Wege stehen.» Wie auch der Meister Max Enderlein hatte sich Buchner auf den einen oder anderen Wildcard-Einsatz bei der Supersport-Weltmeisterschaft vorbereitet. «Und dann kam der Shutdown», lautet die Fortsetzung der WM-Pläne. «Damit war auch unser WM-Projekt in der Pause angekommen. Für die Rennen in Assen hatten wir sogar schon genannt gehabt. Auch Testfahrten hatten wir mit dem WM-Motorrad schon geplant.»

Superbike-Pläne hegt Buchner aktuell nicht und er will der 600er-Abteiling auch in Zukunft treu bleiben. Verlockend wäre sicherlich der Einstieg in die WM. «Doch das Budget dafür», urteilt er, «ist ein ganz schöner Brocken. Aber wir versuchen, daran weiter zu arbeiten, dass wir den nächsten Schritt mal machen können.»

Bei seinem ersten Training nach dem Corona-Lockdown gingen dann auch mit dem sonst eher ruhigen Buchner die Emotionen durch. «Es war unbeschreiblich», meint er über die Rückkehr auf die Rennstrecke gegenüber Mielke. «Einfach mal wieder alles rauslassen.» Der Muskelkater am nächsten Tag wurde da zur Nebensache.

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