IDM Most/SSP: Hobelsberger Sieg, Gradinger Black Flag

Von Esther Babel
Das Rennen endete mit der roten Flagge. Den Sieg schnappte sich Patrick Hobelsberger nach einer erfolgreichen Flucht vom Start weg. Platz 2 holte sich Martin Vugrinec vor Max Enderlein.

Kevin Michel machte sich schon in der Einführungsrunde lang und demolierte seine Yamaha derart, dass an einen Start nicht mehr zu denken war. Eine Entschuldigung nach dem Rennen 1 vom Vortag und der Karambolage in der ersten Schikane kam aus der Box von Dino Izzo. Der Südafrikaner war nach dem ersten Start nahezu ungebremst durch das einbiegende Feld gepflügt. «Entschuldigung bei Rob Hartog», schrieb Iozzo anschließend, «für alles was passiert ist. Unglücklicherweise ist das passiert, aber ich bin froh, dass du okay bist.» Am Ende stand nicht nur Hartog an der Leitplanke, auch Martin Vugrinec und Gabriel Noderer hatten Feierabend. «Kein Ahnung, wer das war», hatte Noderer nach dem Crash erklärt, «derjenige kam brutal schnell an mir vorbei.»

Patrick Hobelsberger hatte am Vortag noch Glück und der fliegende Südafrikaner war Millimeter hinter seinem Hinterrad vorbeigeschrabbt und hatte im Anschluss seinen ersten IDM-Sieg eingefahren. Auch für Rennen 2 ging es für Hobelsberger von Startplatz 1 los, Gesellschaft leisteten ihm Martin Vugrinec und Thomas Gradinger, der sich in der Zwischenzeit in die Meisterschaft eingeschrieben hat und auch Punkte kassiert.

Nach der chaotischen Startrunde vom Vortag wurde mit den Protagonisten seitens der Rennleitung Tacheles geredet. Neben der Fahrerbesprechung war auch noch das eine oder andere Einzelgespräch fällig. Viel genutzt hatte es scheinbar nicht. Es rappelte auch im Sonntagsrennen zwischen Vugrinec und Marcel Brenner, der vom Kroaten angerempelt wurde und unsanft im Kies landete. Für Vugrinec ging das Rennen weiter, für Brenner war Schluss.

Die Führung schnappte sich erneut Hobelsberger, dicht gefolgt von Max Enderlein und Martin Vugrinec. In Runde 2 schnappte sich Vugrinec dann den Sachsen, allerdings bei dunkelgelb – eine Szene, die sich die Rennleitung vielleicht noch einmal zu Gemüte führen wird. Raus waren Noah Lequeux, Melvin van der Voort und Max Melzer. Dominik Blersch rollte in die Box.

Hinter Hobelsberger, mit einem 1,7-Sekunden Vorsprung, folgten eng beieinander Vugrinec und Enderlein. Eine Sekunde dahinter battelten sich Glenn van Straalen und Valentin Debise, der in Runde 4 auch den vierten Platz übernahm. Einen sprichwörtlich schwarzen Sonntag erlebte Thomas Gradinger. Nach den ersten Runden war der Österreicher im Mittelfeld gestrandet und sah dann auch noch die schwarze Flagge. Der Gast aus der WM hatte in der Startaufstellung noch nachgetankt. Und das ist in der IDM verboten.

Hinter dem streitbaren niederländisch-französischen Duo amüsierten sich Hartog und IDM-Teenager Andreas Kofler, der von hinten noch Druck von Jan-Ole Jähnig und Christoph Beinlich bekam. Philipp Stich strauchelte in Runde 8 und landete im Kies.

Bei noch fünf zu fahrenden Runden hatte sich Hobelsberger satte 7,5 Sekunden abgesetzt, doch dahinter wurden die Messer gewetzt. Enderlein, Vugrinec, Debise und van Straalen betonten ihren Anspruch auf den einen oder anderen Pokal. Ein ordentlicher Windschatten ist durch nichts zu ersetzen und die Vier gingen Rad an Rad in die letzten Runden. Doch zum Showdown kam es nicht mehr. Nach einem Crash wurde das Rennen abgebrochen und nicht wieder neu gestartet.

Ergebnis IDM SSP Rennen 2

1. Patrick Hobelsberger
2. Martin Vugrinec
3. Max Enderlein
4. Valentin Debise
5. Glenn van Straalen
6. Rob Hartog
7. Andreas Kofler
8. Christoph Beinlich
9. Dino Iozzo
10. Tom Kohnen
11. Paul Fröde (STK)
12. Gabriel Noderer
13. Damien Raemy
14. Sandro Furter
15. Rick Dunnik

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