24h Spa: Ferrari dominiert und gewinnt den Klassiker

Von Oliver Müller
Triumphator bei der 73. Ausgabe der 24h Spa: Der Ferrari 488 GT3 von Iron Lynx

Triumphator bei der 73. Ausgabe der 24h Spa: Der Ferrari 488 GT3 von Iron Lynx

Come Ledogar, Nicklas Nielsen und Alessandro Pier Guidi triumphieren in einem richtig spannenden Finale mit dem Ferrari 488 GT3 bei der 73. Ausgabe der 24h Spa. Audi knapp geschlagen. Auch Aston Martin auf dem Podium.

Die 73. Ausgabe der 24 Stunden von Spa-Francorchamps geht an Ferrari. Im 488 GT3 (Evo-Version 2020) siegen Come Ledogar, Nicklas Nielsen und Alessandro Pier Guidi vom Team Iron Lynx. Damit kann sich die Legendenmarke aus Italien erstmals seit 2004 wieder in die Siegerliste des Rennens in Spa eintragen. Damals gewannen überraschend Luca Cappellari, Fabrizio Gollin, Lilian Bryner und Enzo Calderari im Ferrari 550 GTS Maranello von der BMS Scuderia Italia. (Wobei dieser Rennwagen seinerzeit nicht direkt von Ferrari, sondern von Prodrive in Großbritannien aufgelegt wurde.)

Der 2021 siegreiche 488 GT3 zeigte sich über die komplette Renndistanz als das Fahrzeug, welches es zu schlagen galt. In der Nacht wurde die Führung übernommen und diese (Boxenstopp bereinigt) bis zur Phase der letzten Boxenstopps auch nicht mehr wirklich hergegeben. Dann überschlugen sich die jedoch die Ereignisse.

Werksfahrer Pier Guidi hatte rund 50 Minuten vor Schluss seinen letzten planmäßigen Stopp absolviert und Trockenreifen montieren lassen. Kurz später kam auch der zweitplatzierte Dries Vanthoor im Audi R8 LMS (Audi Sport Team WRT) zum Service rein. Er erhielt (trotz noch trockener Strecke) aber Regenreifen. Und tatsächlich fing es wenige Sekunden nach dem Stopp an, heftig zu schütten. Die zunächst merkwürdig anmutende Entscheidung für Regenreifen bei Trockenheit stellte sich also als goldrichtig heraus. Hier konnte das belgische Team WRT seine große Erfahrung rund um die Strecke von Spa-Francorchamps ausspielen.

Vanthoor übernahm folglich die Führung. Der verspätete Stopp des Ferraris auf Regenreifen sorgte für einen Rückstand von knapp einer Minute. Vanthoor mit seinen Wagenpartnern Kelvin van der Linde und Charles Weerts sah wie die sichere Sieger aus. Doch eine Safety-Car-Phase brachte die beiden Fahrzeuge nochmals dicht zusammen.

Nachdem wieder auf Grün gestellt wurde, entwickelte sich ein atemberaubender Zweikampf um den Triumph beim Ardennen-Klassiker. Mit einem grandiosen Überholmanöver auf der Außenseite der bekannten Blanchimont-Biegung konnte sich Pier Guidi rund acht Minuten vor Schluss an Vanthoor vorbeischieben und zum Sieg fahren. Am Ende lagen 3,978 Sekunden zwischen den beiden Fahrzeugen.

Das Podium komplettierte der Aston Martin Vantage AMR GT3 von Garage 59 mit Nicki Thiim, Ross Gunn und Marco Sørensen. In den letzten Rennstunden waren nur noch diese drei Fahrzeuge in der Führungsrunde. Platz vier ging an den Audi von Nico Müller, Robin Frijns und Dennis Lind (Audi Sport Team WRT). Dahinter folgte der Porsche 911 GT3 R von KCMG mit Maxime Martin, Nick Tandy und Laurens Vanthoor. Somit befanden sich Fahrzeuge von vier verschiedenen Marken unter den Top Fünf.

Die Silber-Wertung gewann der Mercedes-AMG GT3 von Ezequiel Perez Companc, Ricardo Sanchez, Patrick Kujala und Rik Breukers (Madpanda Motorsport). Die Pro-Am ging an den Ferrari von Duncan Cameron, Rino Mastronardi, Matt Griffin und Miguel Molina (AF Corse). In der Am-Wertung konnten Pieder Decurtins, Dennis Busch, Manuel Lauck und Marc Basseng (Haegeli by T2 Racing) im Porsche 911 GT3 R jubeln. An dieser Stelle ist das (vorläufige) Ergebnis nachzulesen.

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