Kris Meeke dominiert brasilianische IRC-Premiere

Von Toni Hoffmann
IRC
Meeke setzt sich von seinen Verfolgern ab

Meeke setzt sich von seinen Verfolgern ab

Der Engländer führt vor IRC-Champion Vouilloz – Alen im Pech.

Auf der ersten Etappe des ersten Auftrittes der Intercontinental Rally Challenge (IRC) in Südamerika fuhr Kris Meeke bis zur Servicepause seinen Verfolgern davon. Im Peugeot 207 S2000 baute er nach 4 von 13 Prüfungen mit 4 Bestzeiten seine Führung zu einem komfortablen Vorsprung von 27,8 Sekunden auf seinen Kronos-Teamkollegen und den IRC-Champion Nicolas Vouilloz aus. Mit einem Rückstand von 33,4 Sekunden folgte zur Mitte des ersten Rallyetages im sommerlich warmen Brasilien Giandomenico Basso im Fiat-Abarth Grande Punto S2000.

«Das ist eine schöne Rallye mit flüssigen Prüfungen. Ich konnte bisher richtig puschen», freute sich Meeke, der beim Auftakt in Monte Carlo zu Beginn der zweiten Etappe nach einem mehrmaligen Überschlag ausgeschieden war. Sein Teamkollege Anton Alen, der bis zur zweiten Entscheidung 9,6 Sekunden hinter ihm lag, musste sich auf der dritten Entscheidung aus dem Spitzenfeld verabschieden. Er traf in einer Spitzkurve einen Felsen, an dem er das linke Hinterrad und die hintere Aufhängung demolierte. Er schaffte zwar noch die nachfolgende Prüfung, verlor aber wegen dieses Problems mehr als sieben Minuten und fiel mit einem Rückstand von 7:38,3 Minuten auf den 12. Platz zurück. «Ich hoffe, wir schaffen es noch bis zum Service», meinte sehr enttäuscht Alen, dessen Vater vor genau 30 Jahren im Fiat 131 Mirafiori die Rallye Brasilien gewonnen hatte.

Freddy Loix haderte im Peugeot 207 S2000 bislang mit seiner Rolle als Strassenkehrer auf dem brasilianischen Schotter. Loix ist nach seinem zweiten Platz in Monte Carlo der IRC-Tabellenbeste, weil der Auftaktsieger Sébastien Ogier in Monaco nur ein einmaliges Gastspiel gab und deswegen in Curitiba nicht angetreten ist. Loix muss daher als erstes Fahrzeug auf die Pisten. «Überall ist loser Schotter, den ich von der Strecke kehren muss», sagte etwas frustriert der Belgier, der mit einem Rückstand von 1:04,0 Minuten auf dem fünften Platz rangierte. «Es ist wirklich nicht einfach, aber ich hoffe, dass es später besser wird.»

Bester Südamerikaner ist der Argentinier Alejandro Canico im seriennahen Mitsubishi Lancer mit einem Rückstand von 44,2 Sekunden auf dem vierten Platz. Insgesamt sind am Freitagmorgen 33 Teams in Curitiba gestartet.
 

Ausführlicher Bericht in der Print-Ausgabe Nr. 12 am Dienstag, 10. März.

 

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