Monte-Debüt des Skoda Fabia S2000

Von Toni Hoffmann
IRC
Mit dem Fabia möchte Skoda den Peugeot Paroli bieten

Mit dem Fabia möchte Skoda den Peugeot Paroli bieten

David gegen Goliath bei der «Königin der Rallyes»

Bei der 77. Rallye Monte Carlo, erstmals der Auftakt zur Intercontinental Rallye Challenge (IRC), könnte es zu einem Kampf David gegen Goliath kommen. Skoda trifft bei seiner Jungfernfahrt durch die französischen Seealpen mit seinen zwei neuen Fabia S2000 auf eine geballte Konkurrenz mit einem gewiss höheren Erfahrungswert. Zwei Fabia treten gegen neun Peugeot 207 S2000 und acht Abarth-Fiat Grande Punto S2000 an. Mit dem neuen, 265 PS starken Rallye-Fabia starten der tschechische Fahrer Jan Kopecky mit seinem Beifahrer Petr Stary sowie der finnische Pilot Juho Hänninen mit seinem Landsmann Mikko Markkula bei der 77. Auflage des Rallye-Klassikers.

Der Werks-Skoda des 27jährigen Hänninen rollt am 21. Januar als drittes Auto über die Startrampe auf dem Quai Albert I. direkt am Hafen des Fürstentums. Der Finne Hänninen empfahl sich als Vize-Weltmeister bei den Produktionswagen 2008 für den zweiten Fahrersitz im Skoda-Werksteam neben dem 26jährigen Jan Kopecky, der nach seiner Zeit als Werksfahrer für die tschechische Marke zwei Saisons in einem privat eingesetzten Skoda Fabia WRC bestritt.

«Trotz ihrer Jugend sind unsere beiden Fahrer auf einem sehr guten fahrerischen Niveau und konnten schon genügend Erfahrungen sammeln», betont Michal Hrabanek, der Teamchef von Skoda Motorsport. «Beide haben ein ausgezeichnetes Potenzial, das sie in Verbindung mit unserem Wagen und dem Team weiterentwickeln werden».

Die Rallye Monte-Carlo hat einen besonderen Stellenwert in der Motorsportgeschichte der tschechischen Traditionsmarke. Vor fast 100 Jahren startete mit dem Laurin&Klement von Alexander Graf Kolowrat zum ersten Mal ein Auto aus Mlada Boleslav bei der seit 1911 ausgetragenen Rallye. 1937 feierten die Tschechen mit dem zweiten Platz einen großen Erfolg, den Skoda mit einem Sondermodell, dem Popular Sport Monte-Carlo würdigte. Mit dem Erscheinen des Octavia imJahr 1959 gingen die Klassensiege in Serie an Skoda. Gekrönt wurde die Erfolgsserie 1961 mit dem Klassensieg und dem sechsten Platz im Gesamtklassement durch Esko Keinänen. Darüber hinaus gehört der Doppelsieg in der Tourenwagen-Kategorie bei der 1977er Monte durch die Werksteams im Skoda 130RS zu den größten Motorsporterfolgen der traditionsreichen Marke überhaupt.

«Wir sind stolz darauf, dass wir an die mehr als hundertjährige Motorsporttradition der Marke mit dem geflügelten Pfeil anknüpfen können», betont Dr. Eckhard Scholz, Vorstandsmitglied von Skoda Auto für Technische Entwicklung. «International wollen wir den Wagen bei ausgewählten Rallyes einsetzen, insbesondere in der IRC-Serie. Wir sind uns sicher, dass wir ein absolut wettbewerbsfähiges Auto an den Start bringen».

Das gesamte Starterfeld umfasst 60 Teams. Der Start des ersten Autos erfolgt am 21. Januar um 7.30 Uhr. Am 24. Januar um 1.30 Uhr wird die planmäßige Zielankunft des ersten Autos in Monte-Carlo erwartet.

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