Saisonrekord in Tschechien

Von Toni Hoffmann
IRC
Freddy Loix gewann 2008 in Tschechien.

Freddy Loix gewann 2008 in Tschechien.

Die Barum-Rallye in Tschechien meldet mit 119 genannten Teams ein Rekord-Starterfeld in diesem Jahr.

Für die tschechische Traditionsrallye am vierten August-Wochenende haben 119 Teams, darunter 25 Super 2000-Fahrzeuge, genannt. Das ist das bisher stärkste Starterfeld in diesem Jahr. Bei der Barum-Rallye werden in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) die achte von elf Runden und in der Rallye-Europameisterschaft der siebte von elf Läufen ausgetragen.

Das Highlight dieser Rallye ist aber Kampf Peugeot gegen Skoda. Die Tschechen setzen erstmals in diesem Jahr bei ihrer Heimrallye den Skoda Fabia S2000 ein. Das offizielle Debüt des neuen Skoda erfolgte beim IRC-Auftakt in Monte Carlo. Beim letzten Skoda-Start in der IRC in Russland feierte die Volkswagen-Tochter mit Juho Hänninen und Jan Kopecky den ersten Saisonsieg und dies im Doppelpack. Um sich intensiv auf das Heimspiel vorbereiten zu können, verzichtete Skoda auf den IRC-Lauf auf Madeira. Hänninen jedoch startete im Fabia bei seinem WM-Heimspiel und gewann dort die Wertung der seriennahen Fahrzeuge (Gruppe N).

In der IRC-Tabelle führt nach sieben Läufen Kris Meeke im Peugeot 207 S2000 des belgischen Kronos-Teams mit 34 Punkten. Kopecky liegt mit einem Rückstand von fünf Zählern auf dem zweiten Rang, gefolgt mit einem Abstand von zwei Punkten von Giandomenico Basso, dem Führenden in der Rallye-EM, im Fiat-Abarth Grande Punto S2000. In der EM führt der dreifache Saisonsieger Basso mit 59 Punkten und acht Zählern vor dem Vize-Champion Michal Solowow, der für Tschechien erneut im Peugeot 207 S2000 genannt hat.

Der Titelkampf ist in den beiden Meisterschaften in eine interessante und spannende Phase eingetreten. Skoda, bislang mit Kopecky und Hänninen in der IRC nur mit zwei Fabia vertreten, hat seinen Kader für sein Heimspiel verstärkt. Der junge Moskauer Evgeny Novikov, in der WM für das Citroën Junior-Team am Start, gibt bei seiner Skoda-Jungfernfahrt seinen IRC-Einstand und absolviert mit seinem neuen Beifahrer, dem WM erfahrenen Belgier Stéphane Prévot, der für den Rest der Saison den Australier Dale Moscatt ersetzt, eine Art Generalprobe für die neue Kombination. Der mehrmalige nationale Meister Pavel Valousek steuert einen weiteren Fabia.

Auch Peugeot meldet prominenten Zuwachs. Neben der Kronos-Mannschaft mit Kris Meeke, dem Tabellenvierten und dem letztjährigen Barum-Sieger Freddy Loix und dem Titelverteidiger und Vorjahreszweiten Nicolas Vouilloz gibt der frischgebackene Junioren-Weltmeister Martin Prokop bei seinem Debüt im Peugeot 207 seinen IRC-Einstand. Prokop wurde von den tschechischen Journalisten in das BFGoodrich Drivers Team gewählt. Einen weiteren Peugeot 207 bringt der ehemalige WM-Pilot Roman Kresta an den Start.

Eher eine Aussenseiterrolle kommt zwei anderen Herstellern zu. Proton setzte neben Guy Wilks erstmals einen zweiten Satria Neo S2000 für den Franzosen Bryan Bouffier ein. Interessant dürfte auch die Premiere des Opel Corsa OPC S2000 sein. Diesen privaten Corsa pilotiert Andreas Mikkelsen, sonst im Subaru Impreza WRC in der WM am Start.

Bei den herkömmlichen Gruppe N-Fahrzeugen trifft Franz Wittmann jr., derzeit mit sieben Punkten auf dem elften IRC-Rang, auf seine Mitsubishi-Kollegen Japser van den Heuvel (Niederlande) und Vaclav Pech (Tschechien). Der Kader der EM-Bewerber wird bei der Barum-Rallye ergänzt durch den Titelverteidiger Luca Rossetti, der bei seinem Saisoneinstieg auf Madeira nach einem Unfall im Fiat Grande Punto ausgeschieden war, und durch den Tabellendritten Corrado Fontana in einem weiteren Peugeot 207.

Beim tschechischen Asphalt-Klassiker rund um Zlin stehen bei einer Gesamtlänge von 652 Kilometern 15 Prüfungen mit einem Streckenanteil von 254,96 Kilometern als sportliche Kriterien an.

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