Wittmann Junior im Peugeot 207

Von Toni Hoffmann
Wittmann vor seinem Peugeot 207 S2000

Wittmann vor seinem Peugeot 207 S2000

Mitsubishi Lancer war gestern, Peugeot 207 S2000 ist heute, Franz Wittmann Junior startet im «Löwen» in die neue Saison.

Seine erste Saison in der Intercontinental Rally Challenge, die er mit einem herkömmlichen Gruppe-N-Mitsubishi Lancer bestritten hatte, betrachtete Franz Wittmann Junior noch als Lehrjahr. Nun hofft der 26-Jährige mit dem Peugeot 207 S2000 in diesem Jahr auf eine bessere Konkurrenzfähigkeit. Die Voraussetzungen sind geschaffen, auch wenn noch viele Kilometer mit dem neuen Einsatzfahrzeug fehlen. Denn gerade in dieser Klasse zählen Erfahrungswerte mehr als überall anders.

Wittmann: «Es ist einerseits ein sehr tolles Gefühl zu wissen, dass man mit absolut konkurrenzfähigem Material unterwegs ist. Anderseits ist es aber auch eine grosse Verantwortung, da wir nun auch an der Spitze gemessen werden. Ich werde jedenfalls alles daran setzen, dass mein Sponsor Interwetten auch Ende 2010 überzeugt ist, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat.»

Der Peugeot 207 S2000 kommt aus der Tuning Schmiede von Ronald Leschhorn – ROMO Motorsporttechnik. Der Deutsche ist kein Unbekannter im Hause Wittmann. Bereits 2001 setzte er jenen Toyota Corolla WRC ein, mit dem Franz Wittmann sen. seinen zwölften Staatsmeistertitel holte. Auf seiner Visitenkarten stehen aber auch noch die Einsätze mit Fahrern wie Walter Röhrl, Ari Vatanen, Juha Kankkunen oder Carlos Sainz. Der Peugeot, der für Franz Wittmann in der IRC 2010 eingesetzt wird, entspricht dem letzten Standard.

Leschhorn: «Der Motor, das Getriebe und die Differentiale entsprechen der Evolutionsstufe 2010. Die Zusammenarbeit mit einem Sponsor wie Interwetten, sowie mit Peugeot Sport in Paris sind wichtige Bausteine zum Erfolg.»

Ganz ähnlich zum Vorjahr beginnt für Franz Wittmann das Rallye-Jahr in Monte Carlo. Dort zeigte der IRC-Rookie im Vorjahr gross auf und klassierte sich bis vor der «Nacht der langen Messer» in den Top-10. Dann musste er leider auf Grund eines technischen Defektes unverschuldet aufgeben. Daher hat der Niederösterreicher mit den Col de Turini noch eine Rechnung offen. «Das möchte ich mir in diesem Jahr nicht nehmen lassen. Auf diese Sonderprüfung freust du dich ein ganzes Jahr. Das sind knappe 20 Kilometer, die dir alles abverlangen. Aber du geniesst jeden einzelnen Meter der Strecke», sagte Wittmann.

Auf dem Beifahrersitz nimmt in dieser Saison Klaus Wicha Platz. Der 49-jährige Deutsche kann auf eine höchst erfolgreiche Karriere zurück blicken. Unter anderem navigierte er 2008 Andreas Aigner zum Weltmeistertitel in der P-WRC.

Während der Auftakt in Monte Carlo fixiert ist, ist man sich im Interwetten Racing Team bezüglich der weiteren Einsätze noch unschlüssig. Geplant sind sieben bis acht Läufe der IRC in Europa. Jedoch besteht auch die Möglichkeit die beiden Läufe in Brasilien und Argentinien zu bestreiten. Dann wären es wiederum zwei Läufe weniger in Europa. Für die IRC-Wertung zählen die sieben besten Resultate des Jahres.

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