Auftrag erfüllt - «Monte»-Sieg für Hirvonen

Von Toni Hoffmann
Hirvonen trieb den Fiesta S2000 zum Premieren-Sieg

Hirvonen trieb den Fiesta S2000 zum Premieren-Sieg

Mikko Hirvonen hat bei der Rallye Monte Carlo seinen Auftrag perfekt erfüllt und mit dem neuen Fiesta S2000 einen Premieren-Sieg erzielt.

Vize-Weltmeister Mikko Hirvonen hat seine erste Rallye Monte Carlo gewonnen, nur zählte die «Königin der Rallyes» diesmal nicht zur Rallye-WM, sondern sie eröffnete wie im Vorjahr die Intercontinental Rally Challenge. Bei seinem astreinen Start-Ziel-Sieg hatte der 29-jährige IRC-Debütant nach 15 Prüfungen über 405 km einen klaren Vorsprung von 1:51,4 Minuten auf Juho Hänninen im Skoda Fabia S2000 herausgefahren. Das Podium bei der Rallye vor seiner Haustür komplettierte der Skoda-Gastfahrer Nicolas Vouilloz mit einem Rückstand von 3:19,1 Minuten.

«Das Team hat super gearbeitet. Das Auto lief perfekt und ist rundum gelungen. Ich freue mich für das Team. Alles hat gepasst, auch die Pirelli-Reifen», freute sich Hirvonen, 2008 bei der letzten WM-Ausgabe der «Monte» hinter Sébastien Loeb Zweiter, über diesen Sieg.

Für seinen Chef Malcolm Wilson vom für den IRC-Einsatz verantwortlichen Team von M-Sport war dieser prestigeträchtige «Monte»-Triumph auch aus Marketing-Gründen enorm wichtig, um Kundenteams für den neuen Fiesta S2000 zu gewinnen. «Das war ein Traum-Debüt. Mit dem neuen Fiesta gleich hier und gerade bei dieser Rallye zu gewinnen und das mit einem Start-Ziel-Sieg, das ist ein Traumergebnis», freute sich Wilson.

Dass Hirvonen gewonnen hat, störte Hänninen wenig. Er fuhr, weil er im Gegensatz zum IRC-Gastfahrer Hirvonen die komplette Meisterschaft im Visier hat, mehr oder weniger auf Platz. Und da hat er sich mit dem Ehrenrang eine sehr gute Startposition in die neue Saison verschafft. «Jetzt ist alles in Ordnung. Die Rallye war extrem schwierig, gerade die Reifenwahl», sagte Hänninen.

Bis vor vorletzten Prüfung war der Vorjahressieger Sébastien Ogier im Peugeot 207 S2000 noch der Hirvonen-Jäger mit einem Rückstand von 46,1 Sekunden. Auf dem Weg vom letzten Service zur zweiten Passage des Col de Turini blieb aber sein Peugeot mit einer defekten Lichtmaschine liegen. Auf der drittletzten Prüfung, es war die 13. Entscheidung, fiel Franz Wittmann jr, der bis dahin an siebter Position lag, aus. Dort brach nach zwei Minuten Fahrzeit der Peugeot 207 S2000 des Österreichers aus, touchierte eine Mauer, wobei der Wagen so beschädigt wurde, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war.

«Ich habe ich einen Bremspunkt übersehen, der Wagen prallte rechts seitlich in eine Mauer, dabei wurden beide Räder beschädigt und ich hatte keinen Vortrieb mehr. Ich bin natürlich restlos über diesen Ausfall enttäuscht», erklärte der Pechvogel, der im Gegensatz zum Vorjahr, als zu Beginn der «Nacht der langen Messer» mit seinem Mitsubishi auch ausgefallen war, wenigstens einmal den Col de Turini auf Bestzeit überqueren durfte, was er sich vor dem Start gewünscht hatte.

Der Vorjahresdritte Stéphane Sarrazin, in diesem Jahr von Reifenschäden am Peugeot 207 und einiger Ausritte etwas gebeutelt, kam mit einem Rückstand von 7:25,5 Minuten als Vierter und damit als bester «Löwenbändiger» ins Ziel. Dahinter reihte sich der IRC-Vizechampion Jan Kopecky ein, der sich nach einigen Reifenschäden am Skoda Fabia S2000 vom 38. Platz nach der ersten Prüfung noch bis auf den fünften Rang (Rückstand: 8:48,7 Minuten) vorkämpfte. Der vierfache Schweizer Meister Olivier Burri gewann bei seinem 13. «Monte»-Start im Subaru Impreza auf 13. Platz die Wertung der herkömmlichen Gruppe N-Fahrzeuge.

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