David Datzer: «Vincent Lonbois ist nicht unbesiegbar»

Von Helmut Ohner
Nach seiner starken Leistung in Hengelo ist David Datzer Anwärter auf den Titel

Nach seiner starken Leistung in Hengelo ist David Datzer Anwärter auf den Titel

Zweimal musste sich der Deutsche David Datzer (BMW) beim Auftakt der IRRC Superbike dem Belgier Vincent Lonbois (Yamaha) geschlagen geben. Ein leerer Tank und ein Schaltproblem verhinderten ein Duell bis zur Ziellinie.

Schon vor der Saison bezeichnete David Datzer Vincent Lonbois als einen seiner stärksten Gegner, hat der Belgier doch bereits 2016 die Superbike-Klasse der Internationale Road Racing Championship (IRRC) gewonnen. In seiner Einschätzung lag der deutsche BMW-Pilot beim Saisonauftakt der diesjährigen Serie absolut richtig.

«Schon im Training haben wir uns einen Kampf um die beste Startposition geliefert. Mehrmals haben wir die Plätze getauscht. Lukas Maurer konnte uns diese allerdings im allerletzten Moment abspenstig machen. Vincent stand auf Platz 2, ich daneben», erzählte der zweifache Laufsieger der letztjährigen IRRC-Meisterschaft.

«Das erste Rennen war der Hammer. Vincent und ich haben uns in einen wahren Rausch gefahren, wir waren in einer eigenen Welt. Durch die hohe Pace hat mein Motorrad aber wesentlich mehr Sprit verbraucht, als wir nach dem Training errechnet haben, deshalb ist drei Runden vor Schluss an meinem Motorrad die Tankwarnlampe angegangen.»

Den Sieg vor Augen musste Datzer sein Tempo etwas drosseln, um sich überhaupt über die Distanz zu retten. «Bis in die letzte Runde konnte ich trotzdem die Führung behaupten, obwohl der Motor bereits zu Stottern begonnen hat. Kurz vor dem Ziel war dann Schluss. Ich musste die Maschine mit leerem Tank über die Ziellinie schieben.»

Auch im zweiten Rennen lautete das Duell an der Spitze Lonbois gegen Datzer. «Ich bin ihm eine Zeit lang nachgefahren und habe gesehen, dass ich auf der Bremse stärker als er bin. Leider habe ich einmal den Leerlauf erwischt und ich habe den Anschluss auf ihn verloren. Ich habe zwar nichts unversucht gelassen, aber er war nicht mehr zu erwischen.»

«Mit meinen Ergebnissen kann ich mehr als zufrieden sein. Ich freue mich wirklich, dass der Auftakt der Saison so gut geklappt hat. Alles in allem war es ein sehr starkes Wochenende, bei dem es enorm viel Spaß gemacht hat, mich mit dem Champion von 2016 zu messen. Ich habe auf alle Fälle gesehen, dass er nicht unbesiegbar ist.»

Vor dem Höhepunkt der Straßenrennsaison, der Tourist Trophy auf der Isle of Man, fährt der Bayer noch das «300 Kurven von Gustav Havel» im tschechischen Horice. «Bevor es auf die Insel geht, werde ich noch einen letzten Test im Team Penz13.com mit meinem TT-Bike absolvieren. An den großen Tank muss man sich nämlich erst gewöhnen.»

Ergebnisse, IRRC Hengelo, Superbike
Lauf 1
1. Vincent Lonbois (B), Yamaha, 9 Runden in 16:3,773 min. 2. David Datzer (D), BMW, 6,714 sec. zur. 3. Lukas Maurer (CH), +18,919 sec. 4. Joey Den Besten (NL). 5. Virgil-Amber Bloemhard (NL), alle Kawasaki. 6. Didier Grams (D), BMW. Ferner: 11. Patrick Hoff (D). 13. Marcel Elsner (D). 15. Johannes Schwimmbeck (D). 19. Nico Müller (D), alle BMW. 22. Hanno Brandenburger (D), Suzuki. 23. Andreas Jochum (D). 24. Reinhard Strack (D), beide Yamaha. 25. Rene Grundei (D), BMW.

Lauf 2
1. Lonbois, 9 Runden in 16:04,480 min. 2. Datzer, 3,917 sec. zur. 3. Davy Thoonen (NL), BMW, +10,455 sec. 4. Maurer. 5. Bloemhard. 6. Den Besten. Ferner: 7. Grams. 11. Hoff. 15. Elsner. 16. Schwimmbeck. 18. Müller. 19. Jochum. 23. Brandenburger. 25. Strack. 28. Olivier Lupberger (CH), Kawasaki.

Stand IRRC Superbike (nach 2 von 8 Rennen)
1. Lonbois, 50 Punkte. 2. Datzer, 40. 3. Maurer, 32. 4. Bloemhard und Den Besten, beide 24. 6. Grams, 20. Ferner: 9. Hoff, 13. 11. Elsner, 8. 15. Schwimmbeck, 5. 18. Müller, 1.

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