Trainingssturz und Punkte im Rennen

Kolumne von Dirk Fuhrmann
ADAC Junior Cup
Dirk Fuhrmann (Aprilia RS 125 - ADAC Junior Cup)

Dirk Fuhrmann (Aprilia RS 125 - ADAC Junior Cup)

Nach einer kurzen Erholungspause vom ADAC Junior Cup-Rennen in Oschersleben machte ich mich am späten Nachmittag des 19. Mai auf den Weg zum Nürburgring.

Bei einem so wichtigen Rennen wollte ich gerne ganz früh vor Ort sein. Es war mein Heimrennen und ich erwarte ganz viele Freunde. Den Freitag nutze der ich zum Gespräch mit meinem Mechaniker, um die richtige Einstellung für das Wochenende zu optimieren.

Kurz vor dem freien Training öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete. Nach knapp 20 Minuten hatte der Wettergott ein Einsehen und liess einzelne Sonnenstrahlen durch die dichte Wolkendecke blitzen. Wir konnten bei abtrocknender Fahrbahn die Strecke erkunden. Schade, dass es geregnet hat, doch so hatten wir alle mal Gelegenheit, den neuen Metzler Sportec M5 bei feuchten Streckenverhältnissen zu testen. Er haftet echt gut, aber ich hoffe, die nächsten zwei Tage bleibt es trocken.

Samstagvormittag stand das erste Qualifying auf dem Plan. Bei warmen Temperaturen konnte ich Platz 17 belegen. Am Nachmittag fuhr ich gut gelaunt zum zweiten Zeittraining, um meinen Startplatz eventuell noch zu verbessern. Mit viel Schwung versuchte ich die letzte Kurve in der Mercedes-Arena zu nehmen, das Vorderrad knickte ein und ich stürzte. An ein Weiterfahren war nicht mehr zu denken, denn der Bremshebel war abgebrochen und ich hatte mich beim Fall überschlagen und die Wade verletzt. Ich war auf einer optimalen Runde und habe beim Einlenken die Kontrolle verloren. Schade, denn ich hatte noch 6 Minuten Zeit und wäre bestimmt unter die Top 15 gefahren. So habe ich nun Startplatz 22 und meinem Mechaniker viel Arbeit gemacht.

Trotz Regenankündigung zeigte sich der Sonntagvormittag von seiner besten Seite. Bei sonnigem Wetter gingen die 40 Fahrer des ADAC Junior Cups an den Start. Ich konnte bereits in der ersten Runde sieben Plätze bis zur ersten Kurve gutmachen und wurde über lange Zeit im Rennen auf Rang 15 geführt. Zwei weitere Plätze konnte ich noch aufholen, bevor sich erste Beschwerden bemerkbar machten. Der Sturz vom Vortag war wohl doch schwerer gewesen, wie gedacht und ich konnte das Rennen nur noch mit Mühe beenden.

Platz 13 und drei Punkte sind gut, doch während des Rennens bekam ich Schmerzen in der Schulter, die sich auf den Ellenbogen ausdehnten. Aber ich freue mich, dass ich das Rennen vor so vielen Zuschauern mit einer tollen Platzierung beenden konnte. Jetzt habe ich fast vier Wochen Zeit, meine Schulter auszukurieren und mich auf den nächsten Lauf vorzubereiten. Vom 17. bis 20. Juni findet dann das Rennen des ADAC Junior Cups auf dem Sachsenring statt.
 

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