Triumph Tiger 1200 in Mailand nicht vorgestellt

Von Rolf Lüthi
Triumph war zwar an der Motorradmesse Mailand präsent, verzichtete jedoch darauf, die Oberklasse-Reise-Enduro Tiger 1200 zu präsentieren. Das erfolgt erst am 7. Dezember.

Wie SPEEDWEEK-Leser längst wissen, homologierte Triumph die 1200er Tiger nicht nach Euro5, verkaufte das 2020er Modell ab und bringt nun auf 2022 eine neue Tiger 1200, von Anfang an auf Euro5 (und zukünftige Abgas- und Lärmnormen) ausgelegt. Triumph verzichtete darauf, die neue Tiger 1200 an der Motorradmesse Mailand zu zeigen, am Stand zu sehen gab es nur den längst bekannten Prototypen.

Die neue Tiger 1200 wird keine Überarbeitung des bestehenden Modells sein, sondern eine komplette Neukonstruktion mit dem Fokus auf der Reduktion des viel zu hohen Gewichts. Die 2021er Triumph Tiger 1200 XCA wiegt fette 272 kg, da müssen (hoffentlich) 50 kg weg.

Anhand der von Triumph selbst veröffentlichten Fotos eines Prototypen ist zu erkennen, dass als Motor der neueste Dreizylinder aus der aktuellen Speed Triple mit 1160 ccm Hubraum eingebaut wird. Als Besonderheit wird für den Einbau in der 1200er Tiger in diesem Motor jedoch keine Kurbelwelle mit konventioneller Kröpfung von 120 Grad eingebaut, sondern eine so genannte «T-Plane-Crank», was eine unregelmässige Zündfolge ergibt.

Ein konventioneller Dreizylinder zündet alle 240°. Wie genau die Zündfolge am 1200er Motor der Tiger 1200 sein wird, darüber schweigt sich Triumph noch aus, jedoch verwendet Triumph diesen Trick für bessere Offroad-Traktion bereits in der Tiger 900. Bei dieser zünden die drei Zylinder jeweils nach 180 – 270 – 270°, wobei der Zündwinkel zwischen Zylinder 1 und 3 auf 180° verkürzt ist.

Völlig neu ist der Stahlrohrrahmen mit geraderen Rohren und angeschraubtem Rahmenheck. Ebenfalls neu ist die Zweiarmschwinge mit rechts platzierter hinterer Scheibenbremse und im linken Schwingenholm integrierter Kardanwelle. Am Prototyp ist eine Art Parallelogramm-Abstützung zu sehen, welche wohl die Kardan-Reaktionen auf die Aufhängung eliminieren oder minimieren sollen.

Mit den schlauchlosen Speichenrädern in 21 und 18 Zoll signalisiert Triumph unmissverständlich, dass die Triumph Tiger 1200 offroad-tauglicher sein wird als die übergewichtigen Vorgänger mit ihren 19er Vorderrädern. Am 7. Dezember werden wir wissen, wie die neuen Tiger 1200 aussehen, lässt uns Triumph wissen. Denn es wird nicht eine, sondern mindestens zwei Modellversionen geben.

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