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Randy Krummenacher: Rückzug aus der MotoE-WM

Von Günther Wiesinger
Obwohl er in seiner MotoE-Debütsaison vier Podestplätze und den Sieg in Silverstone erreichte, steigt Randy Krummenacher aus der Elektro-Serie aus. Er sieht seine Zukunft in der Endurance-WM bei Honda.

Nach einer misslungenen Rennsaison 2022 kehrte der ehemalige 125-ccm- und Moto2-WM-Pilot und Randy Krummenacher 2023 im Dynavolt Intact-MotoE-Team wieder ins Grand Prix-Fahrerlager zurück – und gewann auf der Ducati den WM-Lauf in Silverstone.

Aber der Schweizer wird im kommenden Jahr nicht mehr in der Elektro-Rennserie mit den Einheits-Motorrädern von Ducati antreten. «Ich habe zwei Angebote für die MotoE gehabt, aber ich habe mich dazu entschieden, mich 2024 auf die Endurance-WM zu konzentrieren», erklärte der 33-jährige Zürcher Oberländer, der 2019 auf Yamaha die Supersport-Weltmeisterschaft gewonnen hat. «Ich habe mich bisher in der ECW extrem wohl gefühlt, und vom finanziellen Gesichtspunkt her ist diese Rennserie auch interessant. Ich fühle mich in der Endurance-WM wie daheim und kann das noch einige Zeit lang auf hohem Level machen. Dort habe ich mehr Zukunft als in der MotoE. Dazu laufen noch Verhandlungen wegen der Teilnahme an nationalen Meisterschaften; aber da ist noch nichts spruchreif.»

2023 nahm Randy für das Team Keope Yamaha an der Italienischen Superbike-Meisterschaft teil. «Denn ich wollte neben der MotoE auch ein Rennmotorrad, mit dem ich etwas Lärm machen kann.»

Immerhin kam der Schweizer gesund durch die Saison 2023, nachdem er sich im März 2022 mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert und anschließend monatelang an Long-Covid gelitten hatte. Und beim Comeback in Vallelunga brach er sich am 8. Mai 2022 das linke Wadenbein.

«Für welches Team ich 2024 fahren werde, möchte ich noch nicht verraten, da noch nichts unterschrieben ist», erklärte Krummi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Aber wir sind uns alle einig. ich kann aber berichten, dass ich eine Honda fahren werde, und zwar in der Superbikeklasse. Ich werde ein super gutes Paket haben. Ich freue mich darauf.»

Übrigens: Den Bol'dOr im vergangenen September hat Krummenacher für das Beringer Team bestritten. 

«Eurosport bringt die Rennen live, in der EWC bin ich international unterwegs», sagt der Schweizer, der mit Partnerin Serena und den Kindern in Italien am Lago di Trasimeno bei Perugia lebt.

In der MotoE-WM hat Randy in der vergangenen Saison als Rookie den fünften Gesamtrang erreicht, er hat bei 16 Rennen 15 Mal gepunktet und schaffte 15 Top-11-Ergebnisse, darunter total vier Podestplätze. 

«Krummi» wird am 24. Februar 34 Jahre alt und blickt inzwischen auf eine 20-jährige Road-Racing-Karriere zurück. Er war zuerst im deutschen ADAC-Junior-Cup auf dem Aprilia-125-Zweitakter erfolgreich, dann kam er mit Red Bull-KTM in die 125er-WM und sicherte sich in Barcelona 2007 mit 17 Jahren bereits einen dritten GP-Platz.

Auch in der Moto2-WM mischte der Eidgenosse regelmäßig vorne mit. Er erkämpfte 2011 in seiner ersten Saison in der Mittelgewichtsklasse gleich Platz 4 auf dem Sachsenring und Rang 5 beim Catalunya-GP. Nach fünf Jahren nahm Krummenacher Abschied von der Moto2-WM und gewann 2019 (im Jahr nach Cortese) auf Yamaha die Supersport-Weltmeisterschaft.

«Neben den Renneinsätzen werde ich weiterhin Reifen entwickeln und zusätzlich als Entwickler im Federelemente-Bereich tätig sein», kündigte Randy Krummenacher an. «Ich werde also ausreichend beschäftigt sein.»

MotoE-WM-Endstand nach 16 Rennen:

1. Casadei, 260 Punkte. 2. Torres, 217. 3. Ferrari 216. 4. Garzo 215. 5. Krummenacher 167. 6. Spinelli, 150. 7. Granado 139. 8. Mantovani 138. 9. Zannoni 130. 10. Manfredi 117. 11. Zaccone 104. 12. M. Pons 99. 13. Okubo 79. 14. Rabat 57. 15. Perez 53. 16. Finello 35. 17. Salvadori 22. 18. Herrera 17. 19. Gutierrez 15. 20. Migno 2.


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