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Katar-Test: Was war mit Domi Aegerter (Platz 23) los?

Von Oliver Feldtweg
Für die Suter-Piloten aus dem deutschen Moto2-Team Kiefer Racing verlief der Samstagabend beim IRTA-Test in Doha/Katar sehr unterschiedlich. 9. Danny Kent. 23. Domi Aegerter.

Wegen des regnerischen Wetters sagte die Rennleitung am Freitag alle vorgesehenen Sessions für die Moto2-Klasse ab. Alleinausrüster Dunlop hat in der Wüste für die Klassen Moto3 und Moto2 gar keine Regenreifen dabei.

Aus Sicherheitsgründen wird in Katar bei Regen am Abend normalerweise in den zwei kleinen Klassen nicht gefahren. Die Sichtverhältnisse unter dem grellen Licht der Flutlichtanlage auf der Rennstrecke in Losail wären zu gefährlich, heißt es.

Race Director Mike Webb würde aber ein MotoGP-Rennen starten, wenn vorher ausreichend im Nassen trainiert werden könnte. «Zumindest eine Session», sagte der Neuseeländer letzte Woche beim MotoGP-Test in Katar.

Michelin müsste also zum Grand Prix Regenreifen mitbringen.

Der zweite Moto2-Testtag am Samstagnachmittag fand bis in die Abendstunden bei zunächst heißen Temperaturen statt, ehe mit Sonnenuntergang die Luftfeuchtigkeit erheblich anstieg. Mit den Streckenverhältnissen war es allerdings wegen des Regens vom Tag zuvor nicht zum Besten bestellt.

Kiefer Racing blickte dem verspäteten Testauftakt in Katar besonders gespannt entgegen. Die Losail-Rennstrecke unweit der Hauptstadt Doha unterscheidet sich grundsätzlich von den Pisten wie Jerez und Valencia, auf denen der deutsche Moto2-Rennstall während der Wintermonate etliche Tests absolviert hat.

Der Engländer Danny Kent zählt die 5,5 Kilometer lange Piste inmitten der Wüste wegen des flüssigen Layouts zu seinen Favoriten. So kam er ohne Anlaufschwierigkeiten sofort auf ansprechende Rundenzeiten. Der 22-Jährige und seine Crew arbeiteten erneut hauptsächlich an der Rennabstimmung.

Im Gegensatz dazu hat Teamkollege Domi Aegerter auf dem Losail Circuit Mühe, seinen aggressiven Fahrstil in flotte Zeiten umsetzen zu können. Während der Schweizer den Jerez-Test vor einer Woche als Viertschnellster beendete, wartet auf ihn am letzten Testtag noch einiges an Arbeit, um sich den Anforderungen der schnellen Piste in Katar anzupassen.

Der abschließende dritte Testtag auf den Losail International Circuit beinhaltet heute noch einmal drei gezeitete Moto2-Sessions, bevor am kommenden Donnerstag hier das erste offizielle GP-Training beginnt.

Danny Kent, Moto3-Weltmeister 2015 bei Kiefer, schaffte nach 52 Runden mit 2:01,236 min den neunten Platz. «Das war bestimmt kein schlechter Auftakt hier in Katar. Es hat gutgetan, nach den vielen Tests in Europa in Valencia und Jerez endlich auf einer anderen Strecke zu fahren. Wegen des schlechten Wetters am Freitag haben wir viel Zeit verloren, doch wir liegen gut im Plan.»

Kent: «Natürlich gibt es noch in einigen Bereichen Arbeit, damit wir uns am Sonntag bei den Rundenzeiten weiter steigern können. Mit unserer Pace mit gebrauchten Reifen sind wir zufrieden, mit neuen Reifen haben wir noch etwas Arbeit vor uns. Das Problem ist allerdings, dass unser Reifenkontingent ziemlich limitiert ist. Wir können daher nicht in jedem Run einen neuen Hinterreifen reinstecken. Hoffentlich spielt am Sonntag das Wetter mit, die Vorhersagen berichten wenig Erfreuliches.»

«Wir hatten viel mehr Mühe als bei unseren Tests in Valencia und Jerez, wo wir nach der Winterpause mit unseren Vorsaison-Tests begonnen haben», berichtete Domi Aegerter nach Platz 23 und 64 Runden (Bestzeit: 2:01,938 min) und 0,702 sec Rückstand auf Kent. «Während der zweiten Session ist uns eine gute Steigerung gelungen. Doch am späteren Abend schafften wir es nicht, auf diesem Level weiterzumachen. Das erfordert noch eine genauere Analyse der Daten.»

«In den vielen schnellen und flüssigen Abschnitten tue ich mir schwer, den Speed durch die Kurven mitzunehmen. Der Losail Circuit war eigentlich schon immer eine Strecke, mit der ich weniger gut zurechtkomme. Ich war noch nie richtig schnell hier. Das soll keine Entschuldigung sein, da ich auf allen Strecken schnell sein muß. Das Bike hat das Potenzial und ich bin eigentlich auch bereit. Jetzt gilt es, das alles auf die Reihe zu bringen und umzusetzen. Auf jeden Fall wartet noch ein Stück harte Arbeit auf uns.»

Auffallend: Kalex rüstet die ersten vier Fahrer aus, auf Platz 4 folgt mit Miguel Oliveira die beste KTM.

Die kombinierte Moto2-Zeitenliste in Katar, Tag 2:

1. Takaaki Nakagami (Kalex) 2:00,187 min
2. Franco Morbidelli (Kalex) +0,053
3. Alex Márquez (Kalex) +0,240
4. Hafizh Syahrin (Kalex) +0,584
5. Miguel Oliveira (KTM) +0,674
6. Tom Lüthi (Kalex) +0,714
7. Fabio Quartararo (Kalex) +0,884
8. Xavi Vierge (Tech3) +0,939
9. Danny Kent (Suter) +1,049
10. Axel Pons (Kalex) +1,065
11. Marcel Schrötter (Suter) +1,081
12. Jorge Navarro (Kalex) +1,109
13. Sandro Cortese (Suter) +1,124
14. Julián Simón (Kalex) +1,188 (Ersatz für Iker Lecuona)
15. Luca Marini (Kalex) +1,249
16. Jesko Raffin (Kalex) +1,257
17. Xavier Simeon (Kalex) +1,323
18. Isaac Viñales (Kalex) +1,323
19. Francesco Bagnaia (Kalex) +1,326
20. Mattia Pasini (Kalex) +1,456
21. Brad Binder (KTM) +1,627
22. Simone Corsi (Speed Up) +1,696
23. Dominique Aegerter (Suter) +1,751
24. Yonny Hernandez (Kalex) +1,780
25. Lorenzo Baldassarri (Kalex) +1,848
26. Tetsuta Nagashima (Kalex) +1,997
27. Remy Gardner (Tech3) +2,012
28. Khairul Idham Pawi (Kalex) +2,068
29. Mashel Al Naimi (Speed Up, QMMF) +2,338
30. Edgar Pons (Kalex) +2,549
31. Andrea Locatelli (Kalex) +2,683
32. Stefano Manzi (Kalex) +3,704
33. Saeed Al Sulaiti (Speed Up, QMMF) +4,475

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