Jürgen Lingg: «Dürfen nicht leichtsinnig werden»

Von Waldemar Da Rin
Jürgen Lingg, Teammanager von Liqui Moly IntactGP, ist mit dem Auftritt seiner Truppe beim IRTA-Test der Moto2-Klasse in Jerez zufrieden. Er will sich auf der guten Basis nicht ausruhen und lobt die Ausgeglichenheit.

Von der scheinbar ordentlichen Ausgangslage (Bestzeit von Tom Lüthi in Jerez) möchte sich Jürgen Lingg nicht täuschen lassen. Schon zu Beginn der Vorjahressaison vermutete der Teammanager von Liqui Moly IntactGP, dass seine Fahrer ganz vorne mitmischen könnten. Tom Lüthi und Marcel Schrötter bestätigten ihre Form 2019 mit zwei Pole-Positions in Doha und Austin (Schrötter) sowie einem Sieg in Texas (Lüthi). Aber im Verlauf der Saison folgte ein Durchhänger. Ein ähnliches Szenario würde Lingg gerne verhindern. Nach den IRTA-Testtagen im spanischen Jerez warnt er: «Wir müssen einfach konzentriert und fokussiert weiter arbeiten. Wir sind auf einem guten Weg, dürfen aber nicht leichtsinnig werden.»

Vor allem in Bezug auf die Motorbremse – die wohl größte elektronische Neuerung - erkennt der Teamteilhaber große Fortschritte. «Wir können sie jetzt komplett frei programmieren», erklärt Lingg. Der Vorteil gegenüber der Konkurrenz könnte sogar noch größer sein, aber das IntactGP-Lager wird vom Reglement eingebremst. «Für uns wäre es gut, wenn man noch freier programmieren könnte, denn wir haben die richtigen Leute dafür», sagt Lingg.

Für ihn sei es aber auch so in Ordnung, denn durch die Reglementierung bleibt die Spannung in der Moto2-Weltmeisterschaft erhalten. «Prinzipiell ist es gut so, wie es ist. Das Material ist so identisch, der Moto2-Rennserie hilft das.»

Letztendlich kommt es natürlich auch auf das Motorrad an, aber der Pilot spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, meint Lingg: «Wenn eine Kleinigkeit nicht passt – egal, ob der Fahrer schlecht geschlafen hat oder, ob man mit der Technik hinterher hängt – dann ist man gleich weg vom Fenster. Das ist echt der Wahnsinn.»

Nach den Testfahrten in Jerez scheinen Linggs Piloten aber gerüstet zu sein, um mit ihren Kalex-Maschinen eine ordentliche Rolle in der Weltmeisterschaft spielen zu können. Lüthi fuhr in der Addition der Zeiten des dreitägigen Tests auf den ersten Platz, Schrötter schloss in Spanien als Zwölfter ab.

Moto2-Test Jerez, Gesamtwertung nach 21.2.

1. Tom Lüthi, Kalex, 1:40, 326 min
2. Marco Bezzecchi, Kalex, 1:40,448 min, + 0,122 sec
3. Nicolo Bulega, Kalex, 1:40,661, + 0,335
4. Tetsuta Nagashima, Kalex, 1:40,670, + 0,344
5. Aron Canet Speed Up, 1:40,710, + 0,384
6. Xavi Vierge, Kalex, 1:40,776, + 0,450
7. Jorge Navarro, Speed Up, 1:40,809, + 0,483
8. Fabio Di Giannantonio, Speed Up, 1:40,816, + 0,490
9. Remy Gardner, Kalex, 1:40,848, + 0,522
10. Jorge Martin, Kalex, 1:40,907, + 0,581
11. Edgar Pons, Kalex 1:41,042, + 0,716
12. Marcel Schrötter, Kalex, 1:41,069, + 0,743
13. Enea Bastianini, Kalex, 1:41,100, + 0,774
14. Lorenzo Baldassarri, Kalex, 1:41,137, + 0,811
13. Bo Bendsneydser, NTS, 1:41,164, + 0,838
14. Somkiat Chantra, Kalex, 1:41,270, + 0,944
16. Luca Marini, Kalex, 1:41,232, + 0,906
17. Somkiat Chantra, Kalex, 1:41,279, + 0,944
18. Augusto Fernandez, Kalex, 1:41,273, + 0,947
19. Joe Roberts, Kalex, 1:41,301, + 0,975
20. Simone Corsi, MV Agusta, 1:41,476, + 1,150
21. Marcos Ramirez, Kalex, 1:41,540, + 1,214
22. Hafizh Syahrin, Speed Up, 1:41,569, + 1,243
23. Stefano Manzi, MV Agusta, 1:41,716, +1,390
24. Hector Garzo, Kalex, 1:41,793, +1,467
25. Jake Dixon, Kalex, 1:42,131, + 1,805
26. Jesko Raffin, NTS, 1:42,137, + 1,811
27. Andi Fahrid Izdihar, Kalex, 1:42,230, + 1,904
28. Lorenzo Dalla Porta, Kalex, 1:42,287, + 1,961
29. Kama Daniel Bin Kasmayudin, Kalex, 1:46,339, + 6,013

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