Lorenzo Baldassarri: «Musste nicht bei Null beginnen»

Von Sarah Göpfert
Moto2
Lorenzo Baldassari in Jerez auf der MV Agusta

Lorenzo Baldassari in Jerez auf der MV Agusta

Beim privaten Jerez-Test durfte Forward-Heimkehrer Lorenzo Baldassarri zum ersten Mal auf der MV Agusta F2 Platz nehmen. Seit seinem Wechsel von Forward zu Pons 2018 hat sich im Team einiges verändert.

2018 galt Lorenzo Baldassarri nach fünf Podestplätzen und einem Sieg in Jerez im Pons Team für 2019 als vielversprechender Titelaspirant. Dieser Rolle wurde der Italiener zunächst auch gerecht, als er drei der ersten vier Rennen gewann. Doch die restliche Saison verlief enttäuschend, ohne einen weiteren Podiumsplatz beendete der 24-Jährige das Jahr 2019 auf Gesamtrang 7. Nachdem «Balda» diese Saison lediglich mit Platz 2 in Katar glänzen konnte und die WM nur als Zwölfter beendete, entschied sich Sito Pons, für 2021 getrennte Wege zu gehen.

In seiner achten Moto2-Saison kehrt Baldassarri daher zum Forward Team zurück, für das er bereits von 2015 bis 2017 in der Moto2-Klasse antrat. Neben zwölf anderen Piloten nutzte er vor der Winterpause die Gelegenheit, in Jerez die ersten Runden auf seiner MV Agusta F2 zu drehen. Doch seit seinem Abschied 2017 hat sich im Team einiges verändert. «Die Rückkehr fühlte sich seltsam an, da sich in den drei Jahren alles verändert hat. Ich arbeite mit anderen Menschen zusammen, nur der Chef Giovanni Cuzari ist der gleiche. Aber ich fühle die positive Energie vom Team, das motiviert mich sehr», stellte Balda fest.

Die Umstellung von der Kalex auf die MV Agusta mit der Gitterohrstahlrahmen fiel dem fünffachen Moto2-GP-Sieger überraschend leicht. «Nach zwei Tagen auf dem neuen Bike muss ich sagen, dass das Gefühl trotz der anderen Sitzposition gut ist. Als ich zum ersten Mal auf die F2 stieg, dachte ich, ich muss bei Null anfangen, aber das war nicht der Fall. Im Grenzbereich reagiert sie präzise, ich mag das Set-up und hatte viel Spaß auf der Strecke, auch wenn die Wetterbedingungen nicht optimal waren», so der erste Eindruck des Lockenkopfs.

Doch er weiß auch, dass die MV Agusta nicht das einfachste Motorrad im Feld ist. «Der Grat, auf dem man das richtige Set-up findet, um mit dem Motorrad schnell zu fahren, ist sehr schmal. Am zweiten Testtag waren noch einige feuchte Stellen auf der Strecke, ich wollte pushen, um das Limit auszutesten. Dabei erwischte ich in der letzten Kurve einen nassen Fleck und stürzte.»

Den Jerez-Test beendete Baldassarri auf Platz 5, mit fünf Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit von Marcos Ramirez (American Racing).

Privater Jerez-Test, 27.11.

1. Marcos Ramirez, Kalex, 1:42,064 min
2. Tom Lüthi, Kalex, 1:42,328
3. Marco Bezzecchi, Kalex, 1:42,340
4. Stefano Manzi, Kalex, 1:42,360
5. Lorenzo Baldassarri, MV Agusta, 1:42,568
6. Marcel Schrötter, Kalex, 1:42,604
7. Cameron Beaubier, Kalex, 1:42,664
8. Simone Corsi, MV Agusta, 1:42,740
9. Celestino Vietti, Kalex, 1:43,351
10. Hafizh Syahrin, NTS, 1:43,589
11. Barry Baltus, NTS, 1:44,053
12. Tony Arbolino, Kalex, 1:44,130

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