Sky VR46: Titelanwärter Bezzecchi, Rookie Vietti

Von Nora Lantschner
Moto2
Marco Bezzecchi und Celestino Vietti im neuen Look

Marco Bezzecchi und Celestino Vietti im neuen Look

Das Sky Racing Team VR46 blickt auf die Moto2-Saison 2021 voraus: Während Marco Bezzecchi um den Titel kämpfen will und dafür ein MotoGP-Angebot ausschlug, möchte Rookie Celestino Vietti seine Haarpracht behalten.

Das Design an den Kalex-Bikes war bereits im Dezember beim Finale der Castingshow «X-Factor» enthüllt worden, nun trat das komplette Sky Racing Team VR46 – samt MotoGP-Pilot Luca Marini – im Sky-Studio auf, um eineinhalb Monate vor dem Auftakt auf die Saison 2021 vorauszublicken.

Rookie Celestino Vietti, 2020 Fünfter der Moto3-WM, weiß: «Ich muss sicher viel lernen, weil ich beim Privattest nach der Saison schon gesehen habe, dass das Motorrad ganz anders ist. Es gibt also viel zu tun, ich werde aber versuchen, so schnell wie möglich zu lernen. Es wird nicht einfach. Hauptziel wird der Titel ‚Rookie of the Year‘ sein, aber wie schon in der Moto3 bin ich davon nicht besessen. Wenn es klappt, gut, und wenn nicht, ist das Wichtige, dass ich ab der Saisonhälfte schnell sein kann.»

Die Ansprüche sind bei Marco Bezzecchi, zweifacher Moto2-Sieger des Vorjahres, natürlich deutlich höher: «Mein Ziel und das Ziel des Teams ist, um den Sieg zu kämpfen. Das wird schwierig, aber wir haben, was man braucht. Wir müssen versuchen, das Motorrad, die Bravour der Mannschaft und – hoffentlich – auch meinen Speed auszunutzen.»

Dafür verzichtete der 22-Jährige aus Rimini auch auf die Chance, schon 2021 mit Aprilia in die Königsklasse aufzusteigen. «Ein MotoGP-Angebot ist nicht etwas, das man einfach ablehnt. Aber leider kam es zu einem sehr späten Zeitpunkt in der Saison, als ich schon meinen Plan im Kopf hatte: Im Sky-Team zu bleiben und noch etwas mehr um den Titel zu kämpfen», erklärte er. «Klar, als der Vorschlag kam, war es ein sehr schöner Moment. Das erwartet man nie. Ich musste mir das aber gut überlegen, auch im Hinblick auf eine Zukunft, in der ich hoffe, dass – wenn ich in diesem Jahr gut dabei bin – sich mir vielleicht weitere Möglichkeiten auftun.»

«Aprilia wäre schon cool gewesen, weil es eine italienische Marke ist, ein italienisches Bike – und ein junges Motorrad, das man so hätte entwickeln können, wie es mir oder meinem Teamkollegen passt. Aber man muss auch versuchen objektiv zu sein, und ich muss versuchen noch besser zu arbeiten, damit sich mir für die Zukunft noch weitere Türen öffnen», ergänzte «Bez».

Wer ist in der Moto2 der, den es zu schlagen gilt? «Vor dem Saisonstart ist es immer schwierig, einen Namen zu nennen», schickte der WM-Vierte von 2020 voraus. «Lowes ist sicher sehr stark, schon im Vorjahr hat er das gezeigt. Aber in der Moto2 können viele Fahrer um den Sieg und den Titel kämpfen – und ich hoffe, dass ich dazugehöre. Wenn Bastianini oder Marini fehlen, dann werden dafür eben andere mitmischen. Unser Ziel ist zu gewinnen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das auch für die anderen Fahrer gilt. Neben Lowes ist auch Diggia sehr schnell, dazu Gardner. Ich will im Moment aber den ersten Test abwarten und mich einfach auf mich konzentrieren.»

Im Vorjahr arbeiteten Marini und Bezzecchi selbst auf der Rennstrecke immer wieder zusammen. Ist das auch 2021 umsetzbar, obwohl Vietti ein Klassen-Neuling ist? Vietti: «Es wird wichtig, dass ich so schnell wie möglich hinter die ‚Geheimnisse‘ der Moto2 komme, um dann Bez helfen zu können – ab der Saisonmitte ungefähr. Ich hoffe, dass ich eine Hilfe sein kann», betonte der 19-Jährige.

Was würde «Cele» für einen eigenen Moto2-Sieg tun? «Ich habe schon 2019 um meine Haare gewettet – und seither habe ich beschlossen, dass ich das nie wieder machen werde, weil sie mich kahlgeschoren haben. Daher sicher nichts, was mit meinen Haaren zu hat, aber eine Wette würde ich schon eingehen, für einen Sieg...»

Seine Haarpracht musste der Jüngste aus der VR46-Truppe damals übrigens lassen, weil er gewettet hatte, dass er eines der letzten drei Rennen der Saison gewinnen würde. Tatsächlich musste sich Vietti aber bis zum Steiermark-GP 2020 gedulden, ehe er ganz oben stand.

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