Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Senna Agius: «Endlich ein Test für Bike und Fahrer»

Von Thomas Kuttruf
Das einzige deutsche Grand Prix-Team ist in der Moto2-WM mit Youngster Senna Agius und Routinier Darry Binder unterwegs. Der letzte Test in Jerez sorgte für Freude und Zuversicht bei allen Beteiligten.

Nach dem überragenden Sieg von Teamkollege Collin Veijer in der Moto3-Klasse am Sonntagmorgen, verlief die Mittagssitzung der Moto2-Piloten in Jerez wenig erfreulich aus Sicht des Liqui Moly-Husqvarna-Intact-GP-Teams. Senna Agius, der sich mit einem guten Grundspeed große Hoffnung für den Wettstreit im Rennen gemacht hatte, kollidierte gleich zu Beginn der Jagd und hatte großes Glück, den Crash ohne Verletzung zu überstehen.

Auch die zweite Kalex der Intact-GP-Mannschaft ging im Rennen unter Darryn Binder zu Boden. Nach dem harmlosen Abgang übers Vorderrad konnte der Bruder von MotoGP-Star Brad Binder den Lauf immerhin fortsetzen und als 19. beenden.

Richtig gut lief es dagegen beim eintägigen Test auf gleicher Strecke. Zwar waren nicht alle Spitzenteams auf der Strecke, doch vor allem für den erst 18-jährigen Agius hatte der zusätzliche Trainingstag enormen Wert.

«Für uns alle war der Test extrem wichtig. Das Format, in dem wir an einem GP-Wochenende unterwegs sind, macht es unmöglich, dort etwas auszuprobieren. Da geht es in jeder Session nur noch um die schnelle Jagd nach der Zeit. Ich würde gerne noch mehr probieren, aber das ist mit der sehr limitierten Zeit und dem System nicht machbar.»

Der Australier weiter: «Endlich hatten wir einmal die Möglichkeit vieles zu probieren. Technisch war es gut mit dem Techniker von Kalex Experimente an der Schwinge durchzuführen und auch mit den Jungs von WP haben wir mehrere Sachen erfolgreich getestet. Es blieb sogar noch Zeit, dass ich an mir und dem Fahrstil arbeiten konnte. Das gilt besonders für das Gefühl für die Pirelli-Reifen. Speziell am Kurveneingang ist noch viel herauszuholen – wenn man es richtig lernt.»

Das Wohlgefühl des jungen Australiers drückte sich dann auch in den Rundenzeiten aus. Am Ende des Tests hatte sich der Intact-Youngster um fast eine Sekunde zu den Trainingszeiten beim GP gesteigert. Damit landete Agius auf einem sehr respektablen vierten Platz.

Auch Binder profitierte von den Möglichkeiten des Tests, schaffte im Vergleich zu seinem jüngeren Teamkollegen als 13. nur eine kleinere Steigerung.

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