Moto2: Neue Kategorie nimmt Formen an

Von Oliver Feldtweg
Moto2
Tom Lüthi wird wohl 2010 mit 600 ccm fahren

Tom Lüthi wird wohl 2010 mit 600 ccm fahren

Bis 29. Mai müssen sich die Teams für die neue Moto2-WM mit 600-ccm-Viertaktern einschreiben.

Bis 29. Mai haben alle interessierten Teams Gelegenheit, sich für die neue Moto2_WM 2009 einzuschreiben. Sie wird mit 600-ccm-Vierzylinder-Viertakt-Einheitsmotoren von Honda gefahren.

Inzwischen sind einige Details zu dieser neuen Klasse durchgesickert. HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto rechnet mit rund 150 PS an der Kurbelwelle, das Drehzahllimit wurde auf 16 500/min angehoben. Bei der serienmässigen Honda CBR 600 RR beginnt der rote Drehzahlbereich bei 15 000/min. Das Lärmlimit für die Moto2 wurde mit 115 Dezibel festgelegt.

Bisher wurde noch nicht festgelegt, ob die Motoren im Gegensatz zu den Serientriebwerken ein Kasettengetriebe haben werden. Es ist eher unwahrscheinlich, wenn man Nakamoto glauben darf. «Die 600er haben ausreichend Drehmoment», sagt er. «Aber wir haben noch nicht alle Details festgelegt. Wir sind noch in der Phase des Studiums und der Projektierung. Deshalb wird es vor Oktober oder November auch keine Motoren für Testfahren geben.» Fix ist hingegen die Verwendung einer Rutschkupplung.

Da aber die Anlenkpunkte für die Motoren mit jenen der Serien-CBR 600 identisch sein werden, können die Teams mit Serientriebwerken testen, sobald Fahrwerke fertig sind. Firmen wie Suter Racing Technology, Burning Blood in Japan, Moriwaki und Kalex in Bobingen/D werden interessierte Moto2-Teams mit Fahrwerken beliefern.

Übrigens: Auch die 250er-Zweitakter sind 2010 noch zugelassen. Da sie jedoch nur 110 PS leisten, rechnen die Teams mit Rundenzeiten, die im Schnitt 1,5 sec über jenen der 150 PS starken 600er liegen werden. Bisher hat sich noch kein Team entschlossen, nächstes Jahr mit 250ern anzutreten.

IRTA und Dorna überlegen Verträge mit einer Mineralölfirma, die Treibstoffe und Motorenöle zu fixierten Preisen liefern soll. Ob es Einheitsreifen geben wird, muss noch geklärt werden.

«Wichtig ist, dass die Materialkosten für die Moto2-Klasse gegenüber heute um 70 oder 80 Prozent reduziert werden», heisst es bei der GP-Vermarktungfirma Dorna. «In Zeiten der Wirtschaftskrise können die Hersteller dadurch ihre Budgets auf die Königsklasse konzentrieren.»

Aller Voraussicht nach werden 2009 etliche deutschsprachige Piloten in der neuen Viertakt-Kategorie zu sehen sein. Fahrer Cortese, Bradl, Aegerter, Krummenacher und Lüthi sind ernsthafte Anwärter für Plätze in dieser neuen Rennserie.

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