Marcel Schrötter: «Auf dem Niveau von Sandro»

Von Günther Wiesinger
Moto2
Texas: Schrötter (23) vor Nakagami (30) und di Meglio

Texas: Schrötter (23) vor Nakagami (30) und di Meglio

Marcel Schrötter klassierte sich bei den beiden ersten Moto2-Rennen überraschenderweise als bester Deutscher. Er freut sich, endlich konkurrenzfähiges Material zu haben.

Marcel Schrötter (20) ist aus deutscher Sicht bisher die positivste Überraschung der neuen Saison. Mit Platz 12 in Texas unterstrich der Bayer aus dem Team Desguaces La Torre SAG von Eduardo Perales, dass sein 13. Platz beim Katar-GP kein Zufallstreffer war. Noch dazu musste der Kalex-Pilot in Austin vom 32. und letzten Startplatz losfahren, weil sich das Motorrad vor der Aufwärmrunde nicht in Gang bringen liess.
 


Marcel «Celly» Schrötter stieg bei SAG letztes Jahr erst in Brünn in die Moto2-Klasse ein, er fuhr damals eine nicht konkurrenzfähige Bimota und musste froh sein, wenn sich dieses Geschwür in die Nähe von Platz 20 manövrieren liess.

Aber es wurde offensichtlich, dass dem kräftigen Deutschen die Moto2-Maschine mit dem 600-ccm-Vierzylinder-Einheitsmotor von Honda sichtlich entgegen kam.

Marcel, du hast eigentlich keinen grosses Problem gehabt beim Umstieg von der Moto3-Mahindra auf die Moto2? Du bist mit der Bimota dort rumgefahren, wo Sandro Cortese momentan seine Kreise zieht?

Ja, ungefähr. Ich bin wirklich von Anfang an sehr gut mit der Moto2 zurechtgekommen, ich habe mich darauf sehr wohl gefühlt. Klar, man muss dann noch lernen, wie man so ein Motorrad richtig schnell bewegt. Diese Zeit haben auch ein Zarco und ein Terol gebraucht.
Ich bin immer noch dran, mich ans Limit ranzutasten. Aber wenn alles passt, wird es immer besser. Das hat man in Katar und Texas gesehen.
Mit der Bimota bin ich nicht sehr viel gefahren. Ich hatte nur die sieben Rennwochenenden ab Brünn. An so einem Wochenende kommst du ja nicht viel zum Fahren. Mehr bin ich nicht gefahren mit der Bimota.
Ich glaube, dass ich in der Moto2-Klasse jetzt auf demselben Niveau bin wie Sandro, von den Testtagen und Kilometern her. Man kann jetzt nicht sagen, dass ich jetzt noch einen Vorsprung habe.
Zwar habe ich mehr Rennen gefahren, dafür hat Sandro mehr getestet seit November.
Dass ich 2012 schon einige Moto2-Rennen bestritten habe, mag ein Vorteil sein, das hat mir vielleicht geholfen, wenn man bei Sandro sieht, dass er sich bisher in den Rennen schwer getan hat.
Aber dass er Trainingsrückstand hat oder weniger gefahren ist als ich, das glaube ich weniger.

Da die Bimota eine richtige Gurke war, hast du sie auch entsprechend ausquetschen müssen, um einigermassen mithalten zu können.
Ja, das war teilweise schon schwierig. Klar, ich habe nie am Motorrad gezweifelt, denn es war meine Anfangszeit in der Moto2 und ich musste viel lernen. Aber wenn du auf Platz 20 rumfährst, bist du nicht so viel langsamer als andere. Und da fahren ja teilweise auch Leute rum, die auch Motorradfahren können. Und wenn die ein gutes Motorrad haben und du auf einem unterlegenen Motorrad sitzt, dann muss man halt noch mehr kämpfen.
Wir hatten unsere Probleme mit der Bimota. Wir hatten keinen guten Top-Speed, auch vom Grip her war es nicht sehr gut. Dass ich unter diesen Bedingungen mehr kämpfen musste, hat mir für die Saison 2013 vielleicht geholfen. Denn jetzt habe ich ein konkurrenzfähiges Motorrad, sodass ich das Potenzial noch mehr nutzen kann.

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