Luca Boscoscuro: «Lowes nicht bereit für MotoGP»

Von Frank Aday
Moto2

Speed Up-Teambesitzer Luca Boscoscuro glaubt, dass Sam Lowes noch nicht für die Herausforderungen in der MotoGP-Klasse gewappnet ist. «Er sollte bleiben und um den Titel kämpfen.»

Der 24-jährige Sam Lowes erhielt von Aprilia bereits einen Vorvertrag für die MotoGP-Saison 2016. Nach den starken Leistungen von Stefan Bradl in Indianapolis und Brünn änderte sich die Situation jedoch drastisch.

Bradl ist nur wenige Monate älter als Lowes, der am 14. September seinen 25. Geburtstag feiert, hat bereits MotoGP-Erfahrung auf unterschiedlichen Fabrikaten und war auf Anhieb seinem Aprilia-Teamkollegen Alvaró Bautista ebenbürtig.

Nun erklärte auch Speed Up-Teambesitzer Luca Boscoscuro, dass er Sam Lowes 2016 noch nicht in der MotoGP-Klasse sieht. «Sam ist einer der talentiertesten Fahrer, die ich je in meinem Team hatte. Ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass ich ihn in der MotoGP-Klasse sehen will. Doch meiner Meinung nach ist er jetzt noch nicht bereit für die MotoGP-Klasse. Er sollte dort bleiben, wo er ist und versuchen, den Moto2-Titel zu gewinnen. So haben es auch Fahrer wie Valentino Rossi und Marc Márquez gemacht. Lorenzo gewann damals nur nicht den 125-ccm-Titel, weil die Derbi nicht konkurrenzfähig war. Mit Aprilia gewann er in der 250-ccm-Klasse dann 17 Rennen und zwei Titel.»

Boscoscuro will Lowes, den Supersportweltmeister von 2013, auf diese Weise nicht zum Verbleib in seinem Team überreden. Er bringt im Gespräch mit den Kollegen von «GPone» Fakten. «Ich diskutiere mit Sam immer über die Daten. Ein Beispiel: Er stellt das Bike in jeder Bremszone quer. Es sieht spektakulär aus, aber ist es auch gut? Er macht das, weil er so das Bike ​stoppt anstatt härter zu bremsen. Die Daten zeigen, dass Sam 5,6 bar Druck auf den Bremshebel ausübt, während die besten Piloten 12 bar erreichen. Warum macht er das? Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Er war die Supersport-Reifen gewohnt, die eine viel weichere Karkasse haben, sie machen bei harten Bremsmanövern mehr Probleme. Bei den Dunlop-Reifen ist das nicht der Fall, doch er hat sich noch nicht umgestellt.»

Diese Tatsache sollte auch Aprilia hellhörig machen. «Daher könnte er auch nicht zur Entwicklung beitragen. Das sage ich als ehemaliger Fahrer und nicht als Manager», erklärte Boscoscuro.

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