Florian Alt: Die Unbarmherzigkeit der Moto2-WM

Von Sharleena Wirsing
Moto2

2016 wechselt Florian Alt nach nur einer Saison in der Moto2-WM in die IDM. Gegenüber SPEEDWEEK.com erklärte er, was den Wettbewerb in der mittleren WM-Klasse so gnadenlos macht.

Nach der Saison 2015 zerschlug sich der große Traum von Florian Alt bereits zum zweiten Mal. Er musste erneut die Weltmeisterschaft verlassen. Bereits 2013 hatte sich der 19-Jährige in der Moto3-Klasse versucht. Er trat für Kiefer Racing mit einer Kalex-KTM an, doch Alt erlebte eine schwierige Saison und blieb punktelos. In der Spanischen Moto2-Meisterschaft kämpfte Alt 2014 gegen Jesko Raffin um den Titel und wurde Vizemeister. So bahnte er sich wieder den Weg in die Weltmeisterschaft.

2015 kehrte Alt für seine zweite WM-Saison zurück. Er trat in der Moto2-Klasse für das Iodaracing-Team auf einer Suter an. Doch auch 2015 schaffte es Alt nicht unter die Top-15 und konnte keine WM-Punkte sichern. Nun ist die Grand-Prix-Karriere des 19-Jährigen vorerst beendet. 2016 wird er in der IDM Superbike im Team von Micheal Galinski auf einer Yamaha antreten. Er wird Teamkollege von Max Neukirchner.

Doch was macht die Moto2-Klasse, die für viele talentierte Fahrer die Endstation in der Weltmeisterschaft ist, so hart umkämpft? «Die Moto2-Klasse ist ganz einfach so stark, da sich dort förmlich die GP-Sieger und auch Weltmeister stauen», stellte Florian Alt fest.

«Die Chance, in die MotoGP-Klasse aufzusteigen, ist sehr gering. Dann kommt noch hinzu, dass nahezu alle auf dem gleichen Chassis sitzen, auch die Motoren sind gleich. Zwischen Platz 1 und Platz 20 liegt deshalb meistens nur eine Sekunde. So kommt es auf jede noch so kleine Stellschraube an», weiß der Kölner.

Als Neuling auf einer Suter bekam Alt das noch deutlicher zu spüren. «Wenn du dann noch als Rookie auf einem Motorrad sitzt, das neu für dich ist und schwieriger abzustimmen als andere, wenn du in ein neues Team mit neuer Kultur und dazu noch begrenztem Budget kommst und keinen Teamkollegen hast, dann ist das, als ob du erst einmal eine mit dem Kantholz verpasst bekommst. Und davon habe ich mich lange nicht erholen können. Erst im letzten Drittel der Saison war ich konkurrenzfähig. Leider zu spät, um noch ein gutes Paket für 2016 in der Moto2-WM zu bekommen.»

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