Jesko Raffin (8.): «Ich bin überglücklich»

Von Waldemar Da Rin
Moto2
Im Regenrennen auf dem Sachsenring erzielte Jesko Raffin sein erstes Top-10-Ergebnis in der Moto2-WM. Nach dem Tod seines Teamkollegen Luis Salom hatte der Schweizer eine schwierige Zeit erlebt.

Für seine zweite Saison im SAG-Team strebte Jesko Raffin in jedem Rennen WM-Punkte an. Dieses Ziel konnte der Schweizer in der ersten Saisonhälfte zwar nicht erreichen, aber auf dem Sachsenring glänzte er nun unter schwierigen Bedingungen mit seinem ersten Top-10-Resultat.

«Es war von Anfang an ein sehr schwieriges Rennen», hielt der überglückliche Schweizer nach Platz 8 im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Wir hatten eigentlich keine Abstimmung für nasse Bedingungen, weil wir das gesamte Wochenende nicht im Regen gefahren sind. Geholfen hat natürlich, dass ich in der ersten Kurve einige Plätze gutmachen konnte und die ersten Runden mehr riskiert habe, als im weiteren Verlauf des Rennens. Ich war von Anfang an gut dabei und fuhr in einer guten Gruppe mit Lüthi, Pasini, Baldassarri und so weiter. Leider musste ich irgendwann abreißen lassen, weil mein Visier angelaufen ist. Daher war ich froh, als mich ein Gegner überholte, so konnte ich mich an seinem roten Licht orientieren. Normalerweise find ich das aber nicht so cool, wenn mich einer überholt», lachte der 20-Jährige aus Zürich, der nun WM-Rang 23 hinter Alex Márquez belegt.

«Dann wurde es klarer, der Regen stoppte, mein Visier war wieder frei, also konnte ich pushen. In den letzten Runden musste ich konzentriert bleiben, um nicht auch zu stürzen und den Abstand zu den Gegnern hinter mir zu halten. Das hab ich hingekriegt. Nun bin ich natürlich überglücklich, denn das mit dem achten Rang habe ich erst nach der Zieldurchfahrt erfahren, als ich auf den Bildschirm geschaut habe, denn ich war so fokussiert auf das Rennen, dass ich nicht mehr auf die Boxentafel geschaut hatte.»

Der Zürcher hatte in Barcelona auf das Rennen verzichtet, nachdem sein Freund und Teamkollege Luis Salom am Freitagnachmittag bei einem Trainingsunfall ums Leben gekommen war. Nach der schwierigen Zeit des ersten Schocks über den tragischen Verlust kam Raffin in Assen mit soliden Leistungen zurück. Nun folgte mit Platz 8 ein Befreiungsschlag für den Spanischen Meister von 2014.

«Natürlich war ich überglücklich, das war ein riesiges Highlight. Nun freue ich mich umso mehr auf die zweite Saisonhälfte. Nun bin ich noch motivierter für Österreich. Es geht vorwärts. Schon in Assen waren wir gut dabei, ich hatte aber im Quali und am Start etwas Pech, also konnte ich nicht das Ergebnis einfahren, das ich mir erhofft hatte. Auch auf den Sachsenring kam ich das ganze Wochenende immer näher an die Spitze heran. Am Ende fehlten mir 1,1 sec auf die Pole. Nun konnte ich mich auch im Regen beweisen. Das ist natürlich der Hammer», strahlte Raffin.

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